Diözese Rottenburg-Stuttgart ergreift Maßnahmen zur CO2-Reduzierung

Diözese Rottenburg-Stuttgart ergreift Maßnahmen zur CO2-Reduzierung – Klimaschutzkonzept vorgelegt – vollständige Klimaneutralität bis 2050

Rottenburg/Stuttgart. 1. Dezember 2017 – Auf der Grundlage einer umfangreichen Datenerhebung hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart einen Maßnahmenkatalog zur Reduzierung von CO2-Emissionen in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen vorgelegt. Bis 2020 erwarte man dadurch eine CO2-Einsparung von 15 Prozent oder 13.500 Tonnen, sagte der Leiter der Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft, Joachim Drumm, am Freitag (1. Dezember) vor Journalisten in Stuttgart. Der damit verbundene Kostenaufwand werde auf knapp zwei Millionen Euro geschätzt. weiterlesen
Download der Zusammenfassung des Konzepts

Übergabe des Klimaschutzkonzepts (v.l.n.r.): Dr. Volker Teichert (FEST), Stefan Schneider (Umweltbeauftragter DRS), Dr. Oliver Foltin (FEST), Bischof Dr. Gebhard Fürst, Dr. Joachim Drumm (DRS). Foto: M. Pfann, DRS


Evangelische Kirche Mannheim beim Klimaschutz ganz vorn

Evangelische Kirche Mannheim beim Klimaschutz ganz vorn

Mannheim, 13. November 2017 – Als erster evangelischer Stadtkirchenbezirk Deutschlands erstellt die evangelische Kirche Mannheim ein Klimaschutzkonzept. Damit ist sie deutschlandweiter Vorreiter. Als erfahrener Partner ist die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) aus Heidelberg engagiert. Sie wird bis Ende August 2018 ein Konzept erstellen, das sieben Bereiche umfasst. Einer Energie- und Treibhausgas-Bilanz, einer Potenzialanalyse, der Akteursbeteiligung, einem Maßnahmenkatalog, einer Verstetigungsstrategie, einem Controlling-Konzept und einer Kommunikationsstrategie. weiterlesen  Artikel Mannheimer Morgen v. 27.11.2017

Wirken mit in der kirchlichen Arbeitsgruppe Klimaschutzprojekt (v.l.n.r.): Philipp Mussotter, Michaela Pötschke, Judith Plieninger, Sabine Zehenter, Projektleiter Steffen Jooß (Direktor Evangelische Kirchenverwaltung), Helmut Bühler, Oliver Foltin und Volker Teichert (FEST), Hans-Friedrich Roth und Hans-Ulrich Waldmann. Foto: de Vos (ddv)


Klimaschutztagung 2017 in Heidelberg

Klimaschutztagung 2017 in Heidelberg erfolgreich beendet

Heidelberg, 10. November 2017 – Am 8. und 9. November 2017 fand in Kooperation zwischen dem an der FEST angesiedelten Projektbüro Klimaschutz der EKD und der Evangelischen Kirche in Baden zusammen mit der Evangelischen Kirche von Westfalen zum bereits siebten Mal eine zweitägige Fachtagung zu den Erfahrungen bei der Umsetzung von kirchlichen Klimaschutzkonzepten statt. An der Tagung nahmen mehr als 45 Klimaschutzverantwortliche aus 25 Landeskirchen und Bistümern teil. Tagungsprogramm


Altern als Aufgabe Call for Contributions

— Call for contributions —

Tagung „Altern als Aufgabe“
Interdisziplinäre Perspektiven auf die Imperative und die soziale Wirklichkeit des Alterns

Tagung, 7. bis 9. März 2018, Heidelberg

Veranstalter: DFG-Forschungsnetzwerk „Altern als Selbstverwirklichung. Individualitätskonzepte später Lebensphasen im Schnittfeld von Neurowissenschaften, Vorsorge-, Bildungs- und Altersdiskurs“ in Kooperation mit dem Marsilius-Kolleg der Universität Heidelberg.

„Altern“ ist ein dichtes Konzept, in dem Deskriptives und Normatives, Somatisches und Soziales eng ineinander greifen. Das Altern ist gleichermaßen Gegenstand von Hoffnungen, Ängsten und Wünschen wie von politischen Regulierungen und sozialen Vorgaben, die sich in Zielformulierungen für Alternde niederschlagen. „Bleib gesund!“ – „Steigere dich!“ – „Bring dich ein!“ – „Werde du selbst!“: Ohne dass sie immer explizit formuliert würden, stellen solche Imperative Hintergrundplausibilitäten des Alterns dar. Sie prägen gesellschaftliche Diskurse, Selbstwahrnehmungen und Alltagspraktiken und sie materialisieren sich in Prämissen der Sozial-, Gesundheits- und Demografiepolitik. Altern ist sowohl eine existenzielle, hochgradig diverse Herausforderung für jede einzelne Person als auch eine gesellschaftliche Aufgabe, die kaum reicher an Kontroversen sein könnte. In der Thematisierung des Alterns artikulieren sich die Ambivalenzen spätmoderner Gesellschaften.

Die Tagung adressiert zum einen die spannungsvolle imperative Struktur des Alterns und zum anderen das Verhältnis der Alternsimperative zur sozialen Wirklichkeit alter(nder) Menschen. Vertreterinnen und Vertreter der Sozialwissenschaften, Philosophie, Theologie, Medizin, Medizinethik, Psychologie, Bildungs- und Pflegewissenschaften debattieren in Panels über das Altern als herausragende Aufgabe der Gegenwart. Die Tagung richtet sich an Wissenschaftler/-innen wie auch an Vertreter/-innen von Wohlfahrtsverbänden und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, die mit konzeptionellen Fragen im Umfeld des Alterns befasst sind.

Beteiligt sind neben vielen anderen Prof. Dr. Hartmut Rosa, Jena; Prof. Dr. Andreas Kruse, Heidelberg; Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert, Münster; Prof. Dr. Anne Waldschmidt, Köln; Prof. Dr. Hans-Werner Wahl, Heidelberg; Prof. Dr. Stefan Sorgner, Rom; Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Köln, und Prof. Dr. Thomas Klie, Freiburg.

Die Tagung bietet jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern (Doktoranden/-innen, aber auch Postdocs und anderen interessierten Forschenden) die Gelegenheit, ihre Arbeiten vorzustellen. Gesucht sind Forschungsprojekte aller Disziplinen, die sich mit Imperativen des Alterns – sozialen Normen, Erwartungen bzw. Zielvorgaben an alternde Menschen – im Horizont der sozialen Wirklichkeit des Alterns befassen. Für die Vorstellung dieser Projekte sind zwei Sektionen vorgesehen, in denen die Forschungsansätze und -ergebnisse vor allen Teilnehmenden der Tagung vorgestellt und diskutiert werden. Eine Teilnahme an der gesamten Tagung wird erwartet.

Wenn Sie Interesse haben, Ihre Forschungen auf der Tagung zu präsentieren, senden Sie bitte bis zum 15. Dezember 2017 ein Abstract von ca. einer Seite an die folgende Email-Anschrift: anke.muno@fest-heidelberg.de.

Dem DFG-Forschungsnetzwerk gehören an: Prof. Dr. Silke van Dyk, Jena; PD Dr. Thorsten Moos, Heidelberg; Dr. Christian Mulia, Mainz; Prof. Dr. Saskia Nagel, Twente; Dr. Larissa Pfaller, Erlangen; Dr. Christoph Rott, Heidelberg, und PD Dr. Magnus Schlette, Heidelberg/Erfurt.


CO2-Bilanzierungsanleitung erschienen

CO2-Bilanzierungsanleitung für Kirchen erschienen

Heidelberg, 17. Oktober 2017 – Die Arbeitsanleitung richtet sich primär an Verantwortliche und Gremien in Landeskirchen und Diözesen, die sich mit der Thematik der CO2-Bilanzierung beschäftigen. Mit den im Anhang empfohlenen Emissionsfaktoren soll zukünftig ein wichtiger Schritt hin zu einer Vergleichbarkeit der CO2-Bilanzen gewährleistet und daher möglichst flächendeckend angewendet werden. Die dargestellten Verfahren zur Datenerhebung und Hochrechnung eignen sich daher vor allem für die landeskirchliche und diözesane Ebene. Die Arbeitsanleitung bietet mit den empfohlenen Emissionsfaktoren aber auch Ehrenamtlichen in Kirchengemeinden eine Grundlage für eigene vergleichbare Berechnungen.

Download der Arbeitsanleitung

Pressemitteilung


NWI_Irland_erschienen

Erstmals NWI für Irland berechnet

Heidelberg/Cloughjordan (Irland)/Maynooth (Irland), 05.10.2017 – Der Nationale Wohlfahrtsindex (NWI) wurde bislang allein für Deutschland (auf Bundes- und Länderebene) berechnet. In Kooperation mit der irischen Foundation for the Economics of Sustainability (FEASTA) wurde nun eine Machbarkeitsstudie zur Berechnung des NWI für Irland erarbeitet. Die Studie demonstriert, dass der NWI mit der derzeitigen Berechnungsmethode auch auf andere Länder angewandt werden kann.

Beim Vergleich der Entwicklung des NWI zwischen Deutschland und Irland zeigen sich deutliche Unterschiede, die unter anderem auf Abweichungen bei der Entwicklung des Konsums, der Einkommensverteilung und der Bevölkerung zurückzuführen sind. Nähere Erläuterungen und die komplette Studie finden Sie auf unserer Themenseite „Wohlfahrtsindizes“.


Übergabe-Umweltzertifikat-GrünerGockel

Übergabe Umweltzertifikat „Grüner Gockel“

Heidelberg, 25. Juli 2017 – Der Umweltbeauftragte der Ev. Landeskirche in Baden, Dr. André Witthöft-Mühlmann (auf dem Bild links), hat das EMAS-Umweltmanagement der FEST – nach erfolgreicher Re-Validierung zum Jahrebeginn – mit dem Umweltzertifikat „Grüner Gockel“ ausgezeichnet. Damit würdigt die Landeskirche den Beitrag der FEST die eigenen Umweltauswirkungen zu erfassen, zu bewerten und positiv zu verändern.


Visionen eines CO2-freien Mannheim

Visionen eines CO2-freien Mannheim

Mannheim, 10. Juli 2017 – An dem Themenabend „Bewahrung der Schöpfung. Visionen eines CO2-freien Mannheim“ ging es am 28. Juni in Mannheim um Klimaschutzziele und die Ideen, welche Kirche, Stadt und Energieversorger dazu haben. Darüber diskutieren MVV-Vorstandsmitglied Ralf Klöpfer, Bürgermeisterin Felicitas Kubala, Dekan Ralph Hartmann und Sonja Klingberg-Adler von der badischen Landeskirche. Die Diskussion moderierte Dr. Oliver Foltin von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST), Heidelberg. Anlass des Themenabends war das elfjährige und mehrfach ausgezeichnete „Grüner-Gockel/EMAS“-Engagement der Neckarstadtgemeinde für den Umweltschutz. Flyer der Veranstaltung  Artikel Mannheimer Morgen

v.l.n.r.: Dekan Ralph Hartmann, (Ev. Kirche in Mannheim), Sonja Klingberg-Adler (Ev. Landeskirche in Baden), Felicitas Kubala (Bürgermeisterin für Umwelt und Bürgerdienste Mannheim), Hans-Friedrich Roth (Umweltbeauftragter Ev. Neckarstadtgemeinde), Dr. Oliver Foltin (FEST), Ralf Klöpfer (Vorstandsmitglied MVV Energie AG)
(© Foto: ekiba/T. Rittelmann)


Studientag „Religion“ an der FEST

Studientag „Religion“ an der FEST

Heidelberg, 07./08. Juli 2017 – Im Rahmen eines zweitägigen Studientages ist das Kollegium der FEST der Frage nachgegangen, auf welche unterschied-lichen Weisen religiöse Semantiken gegenwärtig sind in den Projekten, die in den drei Arbeitsbereichen der FEST bearbeitet werden. Dabei sollte gerade auch nach impliziten religiösen Gehalten und theologischen Positionen gefragt werden. Zudem sollte thematisiert werden, auf welche – vielleicht spezifische – Weise religiöse Akteure bestimmte gesell-schaftliche Themen aufgreifen.

Diskutiert wurden diese Fragen zunächst anhand

  • juristischer Debatten um Grundrechte – mit Josef Isensees Aufsatz „Menschenwürde: die säkulare Gesellschaft auf der Suche nach dem Absoluten“ als Ausgangspunkt,
  • von Auffassungen zum Mensch-Natur-Verhältnis in der Nachhaltigkeitsfor-schung – ausgehend von den Texten „Creation, Technology, and Human Survival” (Ch. Birch), „The Closing Circle. Nature, Man and Technology“ (B. Commoner) sowie „For the Common Good“ (H. Daly & J. Cobb).
  • der Kirchen als politischen Akteurinnen in der Friedensethik – wobei Publikationen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) ausgewertet wurden.

In themenübergreifender Perspektive wurde anschließend erörtert,

  • welche fragwürdigen Prämissen und problematischen Konsequenzen ein naturalistisches Religionsverständnis hat – mit Hans Julius Schneiders Rezension „Das Geistige und die Geister. Oder: Wovon handelt der religiöse Glaube?“ zu Ansgar Beckermanns Buch „Glaube“ als Textgrundlage, und
  • welche Anforderungen an eine religiöse Hermeneutik der Kultur für die aktuellen Forschungsprojekte der FEST zu stellen sind – wobei eine kritische Auseinandersetzung mit Paul Tillichs Verhältnisbestimmung von Religion und Kultur in „Über die Idee einer Theologie der Kultur“ den Ausgangspunkt der Überlegungen bildete. (tk)