Politikwissenschaft

Politikwissenschaft

Der Aufbau und das Zusammenspiel von Institutionen ist komplex und scheint sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene zunehmend unübersichtlich zu werden.

National dokumentiert dies eine andauernde Transformation von Institutionen einerseits und ihre Beständigkeit andererseits. Derartige Entwicklungen – etwa in verschiedenen Feldern der Sozialpolitik – sorgen für einen schwer bestimmbaren Output des Systems.

International zeigen sich in der globalen Gesundheitspolitik nur schwer erschließbare und unübersichtliche Governancestrukturen (siehe: International Health Governance). Diese reichen von einem kaum überblickbaren Feld von Akteuren mit daraus entstehenden Koordinationsproblemen auf internationaler Ebene bis hin zu schlecht ausgebauten Gesundheitssystemen auf nationalstaatlicher Ebene, die oftmals in den Ländern mit einem schwachen Gewaltmonopol oder gar einer Abwehrhaltung gegenüber der internationalen Gesundheitspolitik zu finden sind.

Neben der Analyse der internationalen Gesundheitspolitik (siehe: International Health Governance) ist die Governance einzelner Sektoren der deutschen Sozialpolitik (u.a. Pflegesektor) Gegenstand einer politikwissenschaftlichen Analyse.  

Projekte:

Ressortforschung

Ressortforschung: Forschung zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben unter besonderer Berücksichtigung des Bereichs staatlicher und unionsrechtlicher Gesundheitsverantwortung

Laufzeit: seit Oktober 2017 (als DFG-Projekt)

gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Der Typus der Ressortforschung, der eine bisher verhältnismäßig stiefmütterlich betrachtete Säule im Rahmen der außeruniversitären Forschung bildet, ist Gegenstand dieses Forschungsprojektes. Von ihr ausgehend soll das Phänomen staatlicher und im Rahmen der Europäischen Union (EU) supranationaler „Exekutivforschung“ durchdrungen werden. Neben einer rechtlichen Analyse der allgemeinen Ressortforschung liegt ein Schwerpunkt des Projektes auf der Ressortforschung im Gesundheitsbereich.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung definiert Bundesressortforschung als „die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Bundes, die der Vorbereitung, Unterstützung oder Umsetzung politischer Entscheidungen dienen und untrennbar mit der Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben verbunden sind“. Aufgaben der Ressortforschung sind damit vor allem die wissenschaftliche Politikberatung und Generierung von Wissen für die Ministerialverwaltung sowie die Ausführung von wissenschaftlich basierten Regulierungs- und Prüfungsaufgaben. Zur Erfüllung dieser Aufgaben ist qualitative eigene Forschung der Einrichtungen notwendig. Ferner halten Ressortforschungseinrichtungen auch Datenbanken mit wissenschaftlichen Informationen bereit, auf die teils neben dem Staat auch Private und darunter auch die Wirtschaft Zugriff haben.

Ressortforschung findet neben Forschungsaufträgen (sogenannte extramurale Ressortforschung) vor allem in institutioneller Form durch eigene Einrichtungen mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben statt. Diese Einrichtungen sind als „forschende Behörden“ Teil der Verwaltung, und unterstehen direkt den jeweiligen Ministerien.

Zu den Erkenntniszielen des Forschungsprojektes gehört es, den legitimen und gebotenen Rahmen der Ressortforschung zu ermitteln. Es ist darzustellen, inwiefern und in welchen Grenzen der Staat zur Erfüllung seiner Aufgaben über eine eigene ministerielle Forschungsinfrastruktur, also institutionalisierte Ressortforschung, verfügen sollte bzw. darf und welche institutionellen Sicherungen erforderlich sind, damit die Ressortforschung nicht zu einer Legitimationsforschung verformt wird. Dazu bedarf es einer näheren Bestimmung der Legitimation des Bundes zur Errichtung von Ressortforschungseinrichtungen. Ein besonderes Augenmerk ist auf die aus der verfassungsrechtlichen Wissenschaftsfreiheit folgenden Anforderungen zu richten.

Die Arbeit dient zugleich der Verhältnisbestimmung von wissenschaftlicher Erkenntnis und moderner Staatlichkeit. Welche rechtsstaatlichen Vorgaben gelten für die Deckung des Wissensbedarfes des Staates?

Am Beispiel der Gesundheitsressortforschung sollen die einschlägigen Ressortforschungseinrichtungen näher untersucht werden. Das Bundesministerium für Gesundheit hat in seinem Geschäftsbereich vier Institute, nämlich das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln, das Paul-Ehrlich-Institut – Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel (PEI) in Langen sowie das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin. Die rechtlichen Grundlagen für die Einrichtung der Institute und ihre Arbeit sowie die Organisation der Behörden sind zu analysieren mit Bezug auf die allgemeinen verfassungsrechtlichen Anforderungen.

Ein besonderes Forschungsdefizit besteht im Blick auf die Exekutivforschung auf der EU-Ebene und im Verbund. Es geht um die Reflektion von Expertise und Ausübung hoheitlicher Befugnisse, das heißt die Erörterung der Deckung des wissenschaftlichen Informationsbedarfs für die Politiken der EU. Es sind die Formen der Exekutivforschung aufzuzeigen und die rechtlichen Anforderungen darzulegen. Untersuchungsgegenstand sind hier sowohl die institutionalisierten EU-Exekutivforschungseinrichtungen (wie z.B. die Gemeinsame Forschungsstelle der EU mit ihrem Forschungsinstitut für Gesundheit und Verbraucherschutz sowie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) als auch weitere Strukturen der Wissensgenerierung der Europäischen Kommission und ihrer Generaldirektionen. Die verbundförmige und teils als Netzwerk ausgestaltete Wissensgenerierung soll am Beispiel des „Gesundheitsexekutivforschungsbereichs“ näher ausgeführt werden.

Schrifthermeneutik

Schrifthermeneutik

Dr. van Oorschot reflektiert in ihrem Habilitationsprojekt, angesiedelt an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg, auf die Autorität der Schrift für gegenwärtige dogmatische Urteilsbildung. Die Rede vom Schriftprinzip – ausgehend von reformatorischen Beschreibungen der Schrift als norma normans der Lehre und der Forderung des sola scriptura – berührt einen Kern evangelischer Theologie.

Verwunderung stellt sich jedoch ein, wenn man den Blick auf den tatsächlichen Schriftgebrauch in der deutschen protestantischen Dogmatik der Gegenwart lenkt: Trotz des postulierten Stellenwerts der biblischen Texte finden sich in den dogmatischen Gesamtdarstellungen wenig Bezüge auf biblische Texte und noch seltener Bezugnahmen auf die Ergebnisse der exegetisch arbeitenden Kolleg/-innen, die im Fächerkanon der Theologie für die Erforschung derselben zuständig sind. Stattdessen stößt man auf eine schier unübersehbare Debatte um die sog. Krise des Schriftprinzips. Ausgehend von der sog. Krise des Schriftprinzips untersucht das Habilitationsprojekt die in die Debatte eingebrachten Lösungswege auf deren Implikationen für den Schriftgebrauch dogmatischer Urteilsfindung.

Verantwortlich für das Projekt ist Dr. Frederike van Oorschot.

Vorträge

  • Geltungsanspruch und Autoritätszuschreibung. Autorität zwischen Schrift, Schriftausleger und Schriftauslegung (Zusammen mit Carolin Ziethe), 3. Jahrestagung des Netzwerks Hermeneutik und Interpretationstheorie „Interpretation und Geltung“, 13.10.2018, Zürich
  • Systematisch-theologische Perspektiven auf die Möglichkeit und Notwendigkeit der heiligenden Schrift in religiöser Bildung, Tagung „Sola Scriptura. Die Heilige Schrift als Heiligende Schrift“, 25.07.2016, Erlangen
  • An interdisciplinary theory of protestant commitment to Scripture, Workshop “Scriptural Principle and Reformation Theology in Contemporary Perspectives”, 06.04.2016, Aarhus

Publikationen

  • Geltungsanspruch und Autoritätszuschreibung. Autorität zwischen Schrift, Schriftausleger und Schriftauslegung (Zusammen mit Carolin Ziethe). In: Christiane Tietz (Hg.): Interpretation und Geltung. Zürich 2019. [in Vorbereitung]
  • Respons. Systematisch-theologische Perspektiven auf die Möglichkeit und Notwendigkeit der heiligenden Schrift in religiöser Bildung. In: Hamilton, Nadine (Hg.): Sola Scriptura. Die Heilige Schrift als heiligende Schrift (ÖR.B 116). Leipzig 2017, 91-96.
  • Die Krise des Schriftprinzips als Krise der theologischen Enzyklopädie. EvTh 5.76 (2016), 386-400.

Öffentliche Theologie

Öffentliche Theologie

Unter dem Begriff „Öffentliche Theologie/public theology“ findet seit einigen Jahren eine intensive Debatte um den Ort und die Aufgabe theologischer Reflexion im Kontext pluralistischer Gesellschaften statt. Die internationale Debatte hat auch im deutschen Raum Widerhall gefunden. In Vorträgen und Workshops soll zum einen den Konturen der Rede von öffentlicher Theologie (insb. der Frage nach der Übersetzbarkeit religiöser Überzeugungen) nachgegangen werden und zum anderen materiale Herausforderungen öffentlicher Theologie (z.B. in der Friedensethik) in den Blick kommen. Workshops und Konsultationen zu diesen Fragestellungen sind in Vorbereitung.

Verantwortlich für den Schwerpunkt ist Dr. Frederike van Oorschot.

Vorträge (in Auswahl)

  • Öffentliche Theologie. Zur Einführung, Vortrag im Rahmen der Pfarrkonferenz des Stadtkirchenbezirks Mannheim, 23.05.2019.
  • Digitale Theologische Öffentlichkeiten, Tagung „Bubbles and Bodies. Zur materiellen Basis der Öffentlichkeit“, 09.11.2018, Linz.
  • Hermeneutische Grundfragen zur Übersetzbarkeit religiöser Überzeugungen, Tagung „Religion in Übersetzung?“, 20.02.2018, Augsburg
  • Kirche – Theologie – Politik – Öffentlichkeit. Aktuelle Verhältnisbestimmungen in einem komplexen Diskursfeld (06.10.2014), Studientag für ReligionslehrerInnen und PfarrerInnen zum Thema „Kirche und Politik“ (Fachbereich Evangelische Theologie an der Universität Erlangen und Gymnasialpäd. Arbeitsstelle Erlangen), 06.10.2014, Erlangen
  • Realismus als friedensethische Kategorie?, 51. Jahrestagung der Societas Ethica zum Thema „The Ethics of War and Peace”,  Maribor (Slowenien), 21.-24.08.2014
  • Worship as ethical category. Public ecclesiology subsequent to Kuyper”, Kuyper Center Annual Conference (Princeton Theological Seminary), 11.04.2014, Princeton
  • „ommon Grace as an Approach to Globalization?, Tagung “Christianity and World Affairs. Building Blocks for an International Order Where Justice and Peace Embrace. Second Amsterdam Kuyper Seminar” (Vrije Universiteit Amsterdam, Historic Documentation Center VU, Center for Religion, Conflict and Public Domain Groningen), 24.01.2014, Amsterdam
  • „ffentliche Theologie und Öffentliche Vernunft. Zur Entwicklung der public theology in den USA auf dem Hintergrund der Debatten des politischen Liberalismus, Symposium zu Ehren von Prof. Dr. Dr. M. Welker zum Thema „Gottes Geist und Menschlicher Geist“ (Theologische Fakultät Heidelberg, Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg), 01.09.2012, Heidelberg
  • Public Theology Facing Globalization, International Conference on „Contextuality and Intercontextuality in Public Theology” (Global Network of Public Theology and Dietrich Bonhoeffer Research Center for Public Theology), 25.06.2011, Bamberg

Publikationen (in Auswahl)

  • Öffentliche Theologie angesichts der Globalisierung. Die Public Theology von Max L. Stackhouse (ÖTh 30). Leipzig 2014.
  • Theologie in Übersetzung? Religiöse Sprache und Kommunikation in heterogenen Kontexten. Hg. von Frederike van Oorschot und Simone Ziermann. (ÖTh 36). Leipzig 2019. [im Druck]
  • Christlich-theologischer Pazifismus im 20. Jahrhundert. Hg. von Marco Hofheinz und Frederike van Oorschot (Studien zur Friedensethik 56). Münster 2016.
  • Grundtexte Öffentliche Theologie. Hg. von Florian Höhne und Frederike van Oorschot. Leipzig 2015.
  • Making Public Theology Operational. Public Theology and the Church. International Journal on Public Theology 2019. [im Druck]
  • Hermeneutische Grundfragen zur Übersetzbarkeit religiöser Überzeugungen. In: Dies./ Ziermann, Simone (Hg.): Theologie in Übersetzung? Religiöse Sprache und Kommunikation in heterogenen Kontexten (ÖTh 36). Leipzig 2019. [im Druck]
  • Common grace as a Hermeneutical Approach to Globalization? Kuyper’s Teaching of Common Grace in Current Public Theological Reflection on Globalization. Philosophia Reformata 1.80 (2015), 78-98.
  • Verstehst du auch, was du da liest? Übersetzung religiöser Überzeugungen im öffentlichen Raum im Anschluss an Schleiermacher. In: Hofheinz, Marco; Noormann, Harry (Hg.): Bildung im Horizont von Religion. FS Friedrich Johannsen. Stuttgart 2014, 175-188.
  • Public theology facing globalization. In: Bedford-Strohm, Heinrich; Höhne, Florian; Reitmeier, Tobias (Hg.): Contextuality and Intercontextuality in Public Theology. Proceedings from the Bamberg Conference 23.-25.06.2011 (Theology in the Public Square 4). Münster 2013, 225-231.
  • Öffentliche Theologie und öffentliche Vernunft. Zur Entwicklung der public theology in den USA auf dem Hintergrund des politischen Liberalismus. In: Etzelmüller, Gregor; Springhart, Heike (Hg.): Gottes Geist und menschlicher Geist. Leipzig 2013, 317-324.
  • Reinhold Niebuhrs Einfluss auf die Public Theology. In: Schössler, Dietmar; Plathow, Michael (Hg.): Öffentliche Theologie und Internationale Politik. Zur Aktualität Reinhold Niebuhrs. Transatlantische Beziehungen Band 1. Wiesbaden 2013, 75-94.

Demokratie im digitalen Wandel

Demokratie im digitalen Wandel

Für den Arbeitsbereich „Religion, Recht und Kultur“ sind u.a. die gesellschaftlichen und politischen Implikationen des „digitalen Wandels“ in analytischer und ethischer Perspektive von Interesse. Dieser Wandel betrifft nach Wolfgang Merkel weniger die „Kernverfahren und Kerninstitutionen unserer Demokratien“ als das Kommunikations­verhalten und die politische Kultur. Im Fokus stehen dann die veränderten Bedingungen demokratischen Lebens in digital-analogen Kulturen. Diese betrifft z.B. die Formen und Medien demokratischer Deliberation (algorithmisch gefilterte Information, politische Kommunikation in sozialen Netzwerken etc.). Auch die Möglichkeiten und Modelle zur Partizipation online und offline, sowie ihr Verhältnis zueinander kommen in den Blick („clicktivism“, liquid democracy etc.). Ebenso ist das Verständnis von digitalen Repräsentationsformen zu bedenken: Institutionalisierte politische Repräsentation steht neben Formen der „gefühlten politischen Repräsentation“, erzeugt durch Clicks und Likes.

Verantwortet wird das Projekt von Dr. Frederike van Oorschot.

Vorträge

Publikationen

  • Fragmentierte Öffentlichkeiten und geteilte Realität. Zum osmotischen Potential theologischer Modellierung von differenzierten Kommunikationsräumen. In: Höhne, Florian et al (Hg.): Digitaler Strukturwandel der Öffentlichkeit. Ethik und politische Partizipation in interdisziplinärer Perspektive (Kommunikations- und Medienethik 10). Baden-Baden 2019, 83-94.
  • Digitale theologische Öffentlichkeiten. Perspektiven aus Theorie und Praxis (zusammen mit Thomas Renkert) Cursor_ 08.11.2018, https://cursor.pubpub.org/workasprogress
  • »Facebook ist das Opium des Volkes«. Politische Meinungsbildung in sozialen Netzwerken als Herausforderung theologischer Ethik. In: Wabel, Thomas/Stamer, Torben/Weider, Jonathan (Hg.): Zwischen Diskurs und Affekt. Vergemeinschaftung und Urteilsbildung in der Perspektive Öffentlicher Theologie (ÖTh 35). Leipzig 2018, 149-166.

Dr. Frederike van Oorschot

Dr. Frederike van Oorschot

 

Schmeilweg 5, D-69118 Heidelberg
Telefon: 06221. 9122-0;
Fax: 06221. 167257
E-Mail: frederike.van.oorschot@fest-heidelberg.de

Fachrichtung

Evangelische Theologie

 

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Arbeitsschwerpunkte

Aktuelle Projekte
Mitgliedschaften
Vita
Publikationen
Herausgeberschaft
Aufsätze
Rezensionen
  • Politische und soziale Strukturmodelle angesichts des digitalen Wandels
  • Digitale Hermeneutik
  • Wissen(schafts)kommunikation
  • Öffentliche Theologie
  • Theologische Schrifthermeneutik

 

Aktuelle Forschungsprojekte

Politische und soziale Strukturmodelle angesichts des digitalen Wandels

Digitale Hermeneutik

Wissen(schafts)kommunikation

Öffentliche Theologie

Theologische Schrifthermeneutik

Mitgliedschaften und Funktionen

  • American Academy of Religion (AAR)
  • Gesellschaft für Evangelische Theologie (GET)
  • Forschungsnetzwerk „Theorie und Methode der Schriftbindung evangelischer Theologie“
  • Herausgeberkreis des theologischen Open Access Journals Cursor_
  • Projektleitung „Thementag Mission“, Deutscher Evangelischer Kirchentag 2017
  • Mitglied der Projektleitung der Podienreihe „Globale Partnerschaft“ des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2015
  • Youth-Consultation der Conference of Protestant Churches in Europe (CPCE) zum Thema: New Challenges of Social Justice for the Protestant Churches in Europe (2007-2008)

Vita

2018 – 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ökumenischen Institut (Prof. Dr. Friederike Nüssel) an der Theologischen Fakultät der Ruprecht Karls Universität Heidelberg
2018-2019 Theologische Mitarbeiterin im Büro des Landesbischofs Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Evangelischer Oberkirchenrat Karlsruhe
2013-2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Systematische Theologie (Prof. Dr. Marco Hofheinz) an der Leibniz Universität Hannover
2011-2013 Lehrbeauftrage für das Ethisch-Philosophische Grundlagenstudium an der Universität Heidelberg
2010-2013 Promotion in Heidelberg zum Thema „Öffentliche Theologie angesichts der Globalisierung. Die public theology von Max L. Stackhouse“
2002-2010 Studium der Regionalwissenschaften Lateinamerika und Evangelische Theologie in Köln, Göttingen und Heidelberg
2002 Abitur in Jena

Publikationsverzeichnis

Herausgeberschaften

Aufsätze

  • Digitale theologische Öffentlichkeiten. Perspektiven aus Theorie und Praxis (zusammen mit Thomas Renkert). In: Ilaria Hoppe u.a. (Hg.): Bubbles & Bodies. Zur materiellen Basis der Öffentlichkeit. [in Vorbereitung]
  • Geltungsanspruch und Autoritätszuschreibung. Autorität zwischen Schrift, Schriftausleger und Schriftauslegung (Zusammen mit Carolin Ziethe). In: Christiane Tietz (Hg.): Interpretation und Geltung. Zürich 2019. [in Vorbereitung]
  • Fragmentierte Öffentlichkeiten und geteilte Realität. Zum osmotischen Potential theologischer Modellierung von differenzierten Kommunikationsräumen. In: Höhne, Florian et al (Hg.): Digitaler Strukturwandel der Öffentlichkeit. Ethik und politische Partizipation in interdisziplinärer Perspektive (Kommunikations- und Medienethik 10). Baden-Baden 2019.
  • Hermeneutische Grundfragen zur Übersetzbarkeit theologischer Überzeugungen. In: van Oorschot, Frederike; Ziermann, Simone (Hg.): Theologie in Übersetzung? Religiöse Sprache und Kommunikation in heterogenen Kontexten. Leipzig 2019.
  • Einleitung. In: Dies./ Ziermann, Simone (Hg.): Theologie in Übersetzung? Religiöse Sprache und Kommunikation in heterogenen Kontexten (ÖTh 36). Leipzig 2019.
  • Making Public Theology Operational. Public Theology and the Church. International Journal on Public Theology 2019.
  • Digitale theologische Öffentlichkeiten. Perspektiven aus Theorie und Praxis (zusammen mit Thomas Renkert). Cursor_ 08.11.2018
  • Facebook ist das Opium des Volkes. Politische Meinungsbildung in sozialen Netzwerken als Herausforderung theologischer Ethik. In: Wabel, Thomas u.a. (Hg.): Zwischen Diskurs und Affekt (ÖTh 35). Leipzig 2018, 149-166.
  • Die Bedeutung der öffentlichen Theologie für die Freikirchen. Thesen in einem offenen Diskussionsfeld. Theologisches Gespräch 1.42 (2018), 3-17.
  • Respons. Systematisch-theologische Perspektiven auf die Möglichkeit und Notwendigkeit der heiligenden Schrift in religiöser Bildung. (ÖR.B 116). Leipzig 2017, 91-96.
  •  „Krieg ist unter allen Umständen Sünde“. Der pazifistische Einspruch in Theologie und Biographie des lutherischen „Neurealisten“ Otto A. Piper (gemeinsam mit Marco Hofheinz). In: Hofheinz, Marco; van Oorschot, Frederike (Hg.): Christlich-theologischer Pazifismus im 20. Jahrhundert. Studien zur Friedensethik 56. Münster 2016, 141-168.
  • Die Krise des Schriftprinzips als Krise der theologischen Enzyklopädie. EvTh 5.76 (2016), 386-400.
  • Täuferische Ekklesiologie und Ökumene. Herausforderungen und Perspektiven ökumenischer Hermeneutik der täuferischen Kirchen. Una Sancta 3.70 (2015), 214-227.
  • Confessio semper reformanda. Reformulierungen des Heidelbergers zwischen Erinnerung und Vergessen. In: Kuhn, Thomas; Stricker, Nicola (Hg.): Erinnert – Verdrängt – Verehrt. Was ist Reformierten heilig? Vorträge der 10. Emder Tagung zur Geschichte des reformierten Protestantismus. Neukirchen-Vluyn 2016, 215-226.
  • Einleitung (gemeinsam mit Florian Höhne). In: Grundtexte Öffentliche Theologie. Öffentliche Theologie Band 32. Leipzig 2015, 7-14.
  • Einleitung (gemeinsam mit Marco Hofheinz und Raphaela Meyer zu Hörste-Bührer). In: Reformiertes Bekennen heute. Bekenntnistexte der Gegenwart von Belhar bis Kappel. Neukirchen-Vlyun 2015, 1-16.
  • Gerechter Krieg – gerechter Frieden? Eine Verhältnisbestimmung, Zeitschrift für Theologie und Gemeinde 20 (2015), 121-134.
  • Kirche – Theologie – Politik – Öffentlichkeit. In: Arbeitshilfe für den evangelischen religionsunterricht an Gymnasien. Hg. von der Gymnasialpädagogischen Materialstelle der Evang.-luth. Kirche in Bayern. Nürnberg 2015, 27-40.
  • Realismus als theologische Reflexionskategorie internationaler Beziehungen? In: Manzeschke, Arne; Reuter, Lars (Hg.): Proceedings from the War and Peace 51^st Annual Conference of the Societa Ethica, August 21–24, 2014, Maribor, Slovenia (Linköping Electronic Conference Proceedings 117). Linköping 2015, 45-64. http://www.ep.liu.se/ecp_home/index.en.aspx?issue=117
  • Common grace as a Hermeneutical Approach to Globalization? Kuyper’s Teaching of Common Grace in Current Public Theological Reflection on Globalization. Philosophia Reformata 1.80 (2015), 78-98.
  • Verstehst du auch, was du da liest? Übersetzung religiöser Überzeugungen im öffentlichen Raum im Anschluss an Schleiermacher. In: Hofheinz, Marco; Noormann, Harry (Hg.): Was ist Bildung im Horizont von Religion? Festschrift für Friedrich Johannsen zum 70. Geburtstag. Religion im kulturellen Kontext Band 3. Stuttgart 2014. S. 175-188.
  • Öffentliche Theologie und öffentliche Vernunft. Zur Entwicklung der public theology in den USA auf dem Hintergrund des politischen Liberalismus. In: Etzelmüller, Gregor; Springhart, Heike (Hg.): Gottes Geist und menschlicher Geist. Leipzig 2013. S. 317-324.
  • Public theology facing globalization. In: Bedford-Strohm, Heinrich; Höhne, Florian; Reitmeier, Tobias (Hg.): Contextuality and Intercontextuality in Public Theology. Proceedings from the Bamberg Conference 23.-25.06.11. Theology in the Public Square/Theologie in der Öffentlichkeit Band 4. Münster 2013. S. 225-231.
  •  Reinhold Niebuhrs Einfluss auf die public theology. In: Schössler, Dietmar; Plathow, Michael (Hg.): Öffentliche Theologie und Internationale Politik. Zur Aktualität Reinhold Niebuhrs. Transatlantische Beziehungen Band 1. Wiesbaden 2013. S. 75-94.

Rezensionen

  • Rezension zu Paul Metzger. Sie über sich. Eine exegetische Untersuchung zur Autorität der Schrift in ökumenischer Perspektive. Tübingen 2018. JEAC 1 (2019), 101-102. https://jeac.de/ojs/index.php/jeac
  • Rezension zu Nürnberger, Klaus: Faith in Christ Today. Invitation to Systematic Theology. Vol II: Involved in God’s Project. Dartford/Pietermaritzburg 2016. PTSc 2.5 (2018), 281-283.
  • Rezension zu Day, Katie; Kim, Sebastian (Hg.): A Companion to Public Theology. Leiden/Boston 2017. ThLZ 9.143 (2018), 949-951.
  • Rezension zu Söding, Thomas (Hg.): Der Spürsinn des Gottesvolkes. Eine Diskussion mit der Internationalen Theologischen Kommission (QD 281). Freiburg 2016. ThLZ 11.143 (2018), 1194-1196.
  • Rezension zu Paddison, Angus (Hg.): Theologians on Scripture. London/New York 2016. ThLZ 4.142 (2018), 402f.
  • Rezension zu Nürnberger, Klaus: Faith in Christ Today. Invitation to Systematic Theology. Vol II: Involved in God’s Project. Dartford/Pietermaritzburg 2016. PTSc 2018. [im Druck]
  • Rezension zu Paeth, Scott R.; Breitenberg, Harold E. Jr.; Lee, Hak Joon (Hg.): Shaping Public Theology. Selections from the Writings of Max L. Stackhouse. Grand Rapids 2014. Theologische Revue 1.111 (2015),  58f.
  • Rezension zu Ahrens, Petra-Angela/ Wegner, Gerhard: Soziokulturelle Milieus und Kirche. Lebensstile – Sozialstrukturen – kirchliche Angebote. Stuttgart 2013. Theologische Revue 110.5 (2014), 433f.
  • Rezension zu De Gruchy, John W.; Plant, Stephen; Tietz, Christiane (Hg.): Dietrich Bonhoeffers Theologie heute. Ein Weg zwischen Fundamentalismus und Säkularismus?/ Dietrich Bonhoeffers Theology Today. A Way Between Fundamentalism and Secularism? Gütersloh 2009. ThZ 2.70 (2014). S. 189-190.
  • Rezension zu Willem Fourie, Communicative Freedom. Wolfgang Huber’s Theological Proposal. Theologie in der Öffentlichkeit Band 3. Wien/Berlin/Münster 2012. ThLZ 6. 138 (2013). S. 729-731.

Dr. Juliane Kanitz

Dr. Juliane Kanitz

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Religion, Recht und Kultur

Forschungsprojekt
Religion in neuen Stadtquartieren

Schmeilweg 5, D-69118 Heidelberg
Telefon: 06221/9122-0; Durchwahl: -29
Fax: 06221/167257
E-Mail: juliane.kanitz@fest-heidelberg.de

Fachrichtung
Europäische Ethnologie, Islamwissenschaften

Arbeitsschwerpunkte und Forschungsinteressen
Religiöse Akteure in der Stadtentwicklung
Mode religiöser Akteure
Zirkus in der DDR
Religiöses Kapital als eigenständige Kapitalsorte im Bourdieuschen Sinne
Feldforschung mit Kind
Religionsethnologie, Modetheorie, Migrationstheorie

Forschende Tätigkeiten

02/2017 – heute wissenschaftliche Mitarbeiterin für ethnologische Forschung beim Forschungsprojekt „Religion in neuen Stadtquartieren“ an der FEST Heidelberg

04/2011 – 01/2015 Promotion: Humboldt Universität Berlin Dissertationsschrift: „Das Kopftuch als Visitenkarte. Stil- und Ausdrucksformen transnationaler Musliminnen. Eine qualitative Fallstudie in Berlin“

08/2008 – 07/2009 Auslandsstudium Universität Damaskus Studium Arabisch und Islamisches Recht, Qualitative Forschung in Damaskus für Magisterarbeit „Der Kopftuchcode“

02/2008 – 04/2008 Praktikum: Institut für Gerontologische Forschung Berlin Literaturrecherche, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Fokusgruppen mit sozial benachteiligten älteren Menschen im Rahmen des Forschungsprojektes „Primärpräventive Wirkungen der Arbeit des Netzwerkes Märkisches Viertel“ im Auftrag des BMBF

10/ 2006 – 10/2007 Hauptstudium: Humboldt Universität Berlin Forschungsprojekt „Wohnquartiere als Integrationskerne für Einheimische und Ausländer“ im Märkischen Viertel, Leitung: Prof. Barbara John

Vorträge und Wissenschaftstransfer
01.12.2018

DGSKA-Zwischentagung FEST Heidelberg AG Materielle Kultur „Wie Dinge zur Religion kommen. Säkularisierung und Sakralisierung des Materiellen“
15.10.2018
dgv – Zwischentagung JGU Mainz Kommision für Religion, „Über das schwierige Verhältnis von Stadtplanungsrecht und demokratischen Beteiligungsstrukturen“
15.03.2018
DGSKA-Zwischentagung GU-Frankfurt/M AG Stadtethnologie: „Heuristik der Stadtethnologie“
10.11.2017
KAFFE Berlin Buchvorstellung „Das Kopftuch als Visitenkarte“
05.10.2017
DGSKA-Tagung FU-Berlin Panel AG Materielle Kultur
18.03.2017
Workshop MSH Paris-Nord La figure du consommateur immigré en Europe: regards franco-allemands, „Hijab als Schönheitspraktik“
06.04.2017
Workshop TU-Berlin Der Soziale Raum der postmigrantischen Gesellschaft „Kopftuch und Raumwahrnehmung“
06.06.2016
Fachgespräch in der Familienberatung Balance e.V., Berlin, „Sexualität und Migration. Muslimische Familien in Deutschland“


Lehre
2013–2016 Tutorin
Forschungsassistenz Geschichtswissenschaften: Sichtung und Erläuterung von deutschen Quellen und Erläuterung im Arabischen für die Dissertation von
Suaad al-Ghafal am ZMO
2010– heute Tutorin
Lektorat und Wissensvermittlung mit Studierenden: Korrekturlesen von Hausarbeiten und Abschlussarbeiten, Vorbereitung von Prüfungen, Vermitteln von Programmiertechniken beim Setzen von Qualifikationsarbeiten mit dem Textsatzprogramm LATEX
2001 – 2005 Nachhilfelehrerin
Langfristiger Unterricht in Mathematik, Englisch und
Deutsch, Vorbereitung der Schüler*innen auf ihre Abschlus-
sprüfungen

Publikationen
Monografien und Sammelbände
Kanitz, Juliane (2017a). Das Kopftuch als Visitenkarte. Wiesbaden: Springer VS.

Kanitz, Juliane (2017b). Zwischenbericht „Religion in neuen Stadtquartieren – eine vergleichende Studie“. Zusammen mit Julia Thiesbonenkamp-Maag, Thorsten Moos und Christopher Zarnow. Heidelberg.

Kanitz, Juliane (Im Erscheinen). Hijab as a calling card. Leiden: Brill.

Buchbeiträge
Kanitz, Juliane (2018). „Der Raum der Kopftuchdiskurse“. In: Der Soziale Raum der postmigrantischen Gesellschaft. Hrsg. von Oliver Tewes und Garabeth Gül. Zusammen mit Oliver Tewes. Weinheim Basel: Beltz Juventa, S. 168–193.

Kanitz, Juliane (Im Erscheinen). „Hijabi Fashion, Migration, and Youth in Germany“. In: Cosmopolitism from below ? Immigrant Female Youth as powerful agent of change of European beauty practices and consumption. Hrsg. von Virginie Silhouette-Dercourt und Vincenzo Cicchelli. Leiden: Brill.

Fachzeitschriften
Kanitz, Juliane (2013). „Mehrsprachigkeit statt Migrationshintergrund“. In: Hinterland. Zusammen mit Farida Heuck-Yoo 24, S. 65–69. url: http://www.hinterland-magazin.de/pdf/24-65.pdf.

Kanitz, Juliane (2019). „Tagungsbericht Religion and Urbanity: ‚Theorising Mutual Formations‘, 06.11.2018-08.11.2018 Erfurt“. In: H-Soz-Kult. Zusammen mit Carmen González Gutiérrez.

Familie im Recht

Familie im Recht

Gesellschaftliche Vorstellungen über Familie und die Familienrealität haben sich in den letzten Jahrzehnten fundamental verändert. Das Ideal der Hausfrauenehe, bis zur Eherechtsreform (1976) gesetzlich vorgeschrieben, ist heute zugunsten einer individuellen, zwischen den Ehepartnern selbst verhandelten Rollenverteilung aufgegeben worden. Diese theoretische Entscheidungskompetenz hängt in der Praxis maßgeblich von der gesetzlichen Ausgestaltung im Steuerrecht, Sozialversicherungsrecht und Scheidungsrecht ab, da Familienmodelle erst dann gelebt werden können, wenn sie ökonomisch abgesichert sind. Weitere fundamentale Änderungen des Familienrechts sind durch die rechtlich veränderte Stellung des Kindes bedingt. Während das Kind früher mehr als „Objekt“ zwischen dem Elternrecht und Wächteramt des Staates stand, ist heute das Kindeswohl verfassungsrechtlich als elementarer Bestandteil von Art. 6 GG anerkannt und hat tiefe Spuren im Familienrecht hinterlassen. Schließlich hat sich das Familienrecht durch neue Familienformen verändert und steht gegenwärtig vor der Herausforderung, auf die technischen Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin zu reagieren (siehe hierzu die Forschungslinie „Ethische und rechtliche Fragen der Fortpflanzungsmedizin“). Die hier aufgeworfenen Problemfelder werden vor allem verfassungsrechtlich und vor dem Hintergrund der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte reflektiert.


Fragestellungen

Der Arbeitsschwerpunkt „Familie in Recht & Gesellschaft“ ist eine Zusammenführung verschiedener Fragestellungen auf verschiedenen Ebenen.

  • Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind Voraussetzung für eine echte Entscheidungsfreiheit familiärer Rollenverteilungen?
  • Wie kann das Kindeswohl als Kerngehalt von Art. 6 GG auch bei gleichberechtigter Erwerbstätigkeit beider Elternteile rechtlich gefördert werden, indem gesicherte Räume für die Sorge entstehen? Welche gesetzlichen Schutzvorschriften sind nötig, welche gesellschaftlichen Umdenkungsprozesse hilfreich?
  • Wie ist auf die zunehmenden Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin (wie z.B. social freezing oder umfangreiche Pränataldiagnostik bei späten Schwangerschaften) zu reagieren?


Verantwortlich

  • Dr. Katarina Weilert

Arbeitsformen

  • Vorträge
  • Publikationen
  • AEM Arbeitsgruppe


Vorträge

  • Weilert, Evangelische Akademie Baden; Seminar „Öffentliches Familientreffen“ in Karlsruhe, „Ehe und Familie im Recht im Wandel der Zeit“ (19.09.2014)
  • Weilert, Landesversammlung des Evangelischen Arbeitskreises (EAK), Thesen und Moderation der Podiumsdiskussion „Moderne Familienpolitik auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes“ (Diskutanten: Dorothee Bär, MdB; Birgit Kelle; Prof. Dr. Alfred Seiferlein) (24.11.2012)


Publikationen

Weilert, A. Katarina (2014): „Die Bedeutung des Kindeswohls im Rahmen der Rechtfertigung körperlicher Eingriffe“, in: Recht der Jugend und des Bildungswesens. (RdJB) 3/2014, 381-399.

Weilert, A. Katarina (2012): „Das Kindeswohl und die Knochenmarkspende Minderjähriger aus verfassungsrechtlicher Perspektive“, in: Rechtswissenschaft. Zeitschrift für rechtswissenschaftliche Forschung 2012 (3), 292-329.

Weilert, A. Katarina (2010): „Verfassungsrechtliche Überlegungen zur Berechnung des Elterngeldes“, in: Deutsches Verwaltungsblatt 2010, 164-172.


Arbeitsgruppe

Dr. Katarina Weilert ist Mitglied der AEM-Arbeitsgruppe „Ethische Fragen am Lebensanfang“, die sich unter anderem mit dem Thema „social freezing“ befasst.

International Health Governance

International Health Governance

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International Workshop

„The Contested Authority of International Institutions in Global Health: National Decouplings, Regional Stumbling Blocks and International Collisions“

Heidelberg, Germany, 13 -14 November 2019

Keynote Speaker:
Prof. Till Bärnighausen
Director, Heidelberg Institute of Global Health

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Programm Workshop 2019

Call for Abstracts  –

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Project management

The Forschungstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. / Institute for Interdisciplinary Research (FEST) and the Max Planck Institute for Comparative Public Law and International Law (MPIL) are engaged in a research project on International Health Governance. It will use the International Public Authority (IPA) approach in order to characterize and explain IHG in the face of ongoing structural changes in public international law.

International organizations play a central role in the formation of structures – organizations also have a considerable influence on the governance of international policy areas. This is also the case in international health policy. Despite many successful cases, the action of organizations can be associated with complications and blockages. For this reason, International Health Governance faces a growing set of obstacles in several topics, such as the protection against non-communicable diseases, or public health emergencies. This applies equally to the multilateral, regional and national levels.

In the ongoing project phase, thematic priorities are oriented along these three levels (multilateral, regional, national) of international health governance. These range from a hardly comprehensible field of actors with resulting coordination problems at the international level to poorly developed health systems at the national level, which can often be found in countries with a weak state monopoly on the use of force or even a defensive stance against the international health policy.

Research topics:

  1. Multilateral Level: Interinstitutional links between international organizations and its challenges for the international promotion of health
  2. Regional Level: Regional organisations and inter-state cooperation as a „Stepping Stone“ or a „Stumbling Block“ for the international promotion of health
  3. National Level: The challenges of relations between international organizations and weak and post-liberal states – consequences for the international promotion of health

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Previously

An initial international workshop took place on March 3-4, 2016. The workshop’s theme was International Health Governance of Disease Outbreaks, with Professor Michael Marx (managing director „evaplan International Health“ at the University Hospital in Heidelberg, Germany) as keynote speaker.

Contents: This IHG perspective purports to recognize the relevant actors involved in the goal of providing an adequate standard of health for persons. While the human right to health still focuses on the home-states to guarantee internationally agreed standards, IHG encompasses the broader picture of States, International Organizations, NGOs, private actors and public-private partnerships, all of them acting within the purview of their legal norms as well as under ethical convictions. The recent West African Ebola crisis provides a relevant example for examining the response of different actors who aid States unable to safeguard their own citizens. What are the responsibilities of IHG actors and how does law coordinate their actions? Does the human right to health include research in health issues as an obligation of States? With the ultimate goal of delivering timely and effective aid, the interplay between regulatory provisions and structural shortcomings and their effect on coordinated aid delivery by various actors requires further scrutiny.

For the initial phase of our research, we selected three sub-areas of IHG:

  1. Responsibilities of IHG actors
  2. Coordination of IHG actors
  3. Publicly-financed research

Please find a long concept paper for our IHG project here.

International Workshop for Researchers, Post-docs, Doctoral Students and International Health Practitioners in general:
Infectious Disease Epidemics Control from an IPA perspective
3 and 4 March 2016 at the MPIL in Heidelberg, Germany
Keynote speaker: Prof. Dr Michael Marx (Managing director evaplan International Health at the University Hospital Heidelberg, Germany)

It is possible to join the workshop without a paper. However, it is necessary to register with Ute Koder-Binder, Ass. jur., M.A.: sekreavb@mpil.de;
Phone: +49 6221 482-602 ;Fax: +49 6221 482 288 (early registration is advised as there are limited places)
Project Management:

  • Leonie Vierck (MPIL)
  • Pedro Villarreal, UNAM (Universidad Nacional Autónoma de México / National Autonomous University of Mexico)
  • Dr. iur. A. Katarina Weilert, LL.M. (FEST)

International Health Governance im Völkerrechtsblog

Stellung transnationaler Unternehmen im Völkerrecht

Stellung transnationaler Unternehmen im Völkerrecht

Die Transnationalität von Unternehmen bedeutet eine Herausforderung für nationales und internationales Recht. Um diese mächtigen Akteure rechtlich zu binden, wird ihre völkerrechtliche Stellung kontrovers diskutiert. Das Projekt untersucht, welche Möglichkeiten es gibt, transnationale Unternehmen völkerrechtlich einzubinden.


Fragestellungen

  • Wie wurde und wird auf Ebene der Vereinten Nationen mit den durch Transnationale Unternehmen hervorgerufenen rechtlichen und tatsächlichen Problemen umgegangen?
  • Inwieweit ist die Verantwortlichkeit für die Kontrolle transnationaler Unternehmen auf nationaler Ebene angesiedelt?
  • Wie gestaltet sich der Konflikt zwischen einerseits der dezentralisierten Durchsetzung völkerrechtlicher Vorgaben und darüber hinausgehender nationaler Maßstäbe durch die einzelnen Staaten und andererseits dem völkerrechtlichen Prinzip der Nicht-Einmischung?


Ziel

Weg bereiten für Lösungen, die gewährleisten, dass einerseits transnationale Unternehmen nicht im rechtsfreien Raum schweben, und andererseits Staaten die Rechtsdurchsetzung nicht missbrauchen, um ihre eigenen wirtschaftlichen und Machtinteressen gegen andere Länder auszuspielen.


Verantwortlich

  • Dr. Katarina Weilert


Arbeitsformen

  • Publikationen
  • Vorträge, u.a. „Zähmung der Unzähmbaren? Die Stellung transnationaler Unternehmen im Völkerrecht“, Tagung „Mitgestaltung der (inter-)nationalen Wirtschaftsordnung und -praxis“, März 2012, Paulus-Akademie Zürich


Publikationen

  • Weilert, Katarina A. (2010): Taming the Untamable? Transnational Corporations in United Nations Law and Practice, in: Max Planck Yearbook of United Nations Law, Vol. 14, 445–506, Heidelberg 2010, online unter: http://www.mpil.de/ww/de/pub/forschung/forschung_im_detail/publikationen/institut/mpyunl/volume_14__2010.cfm
  • Weilert, Katarina A. (2009): „Transnationale Unternehmen im rechtsfreien Raum? Geltung und Reichtweite völkerrechtlicher Standards“, in: Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (ZaoRV) 69, 883–917, online unter: http://www.zaoerv.de/69_2009/vol69.cfm
  • Weilert, Katarina A. (2009): „Transnationale Unternehmen zwischen Völkerrecht und soft law“, in: Internationale Gerechtigkeit. Theorie und Praxis, hg. von Hartung, Gerald/ Stephan Schaede, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 207–238.
  • Weilert, Katarina A./Teichert, Volker/Rodenhäuser, Dorothee (2009): „Die Bearbeitung von zivilen Konflikten zwischen transnationalen Unternehmen und ihren Stakeholdern“, in: Friedensgutachten 2009, hg. von Jochen Hippler/Christiane Fröhlich/Margret Johannsen/Bruno Schoch/Andreas Heinemann-Grüder, Münster: LIT, 293–305.