Frieden und Nachhaltige Entwicklung


Die Arbeit des Arbeitsbereiches Frieden und Nachhaltige Entwicklung findet in mehreren Themenfeldern statt:
 

Im Arbeitsbereich "Frieden und Nachhaltige Entwicklung" werden Projekte durchgeführt, die die spezifische Forschungs- und Beratungskompetenz des Instituts in politiknahen Themenbereichen nutzen und weiterentwickeln. In der Orientierung des Arbeitsbereichs ist der im Institut bewährte interdisziplinäre Ansatz weiterhin bestimmend: Interdisziplinarität ist nicht nur eine Auseinandersetzung zwischen den methodischen Herangehensweisen der beteiligten Disziplinen, sondern bedeutet auch zu versuchen, Fragestellungen nicht vorrangig aus der Logik der Einzeldisziplinen zu entwickeln. Dieser Ansatz kann für viele aktuelle Forschungsfragen und für den Beratungsbedarf von Kirchen und anderen gesellschaftlichen Institutionen fruchtbar gemacht werden. 

Dass Frieden zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung wurde, ergab sich aus der Betroffenheit über die Erfindung und den erstmaligen Gebrauch von Nuklearwaffen zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Als Alternative sowohl zu statisch definierten Friedensbegriffen als auch zu einem primär über Kriterien der Außen- und Sicherheitspolitik definierten Friedensverständnis wurde im Institut ein mehrdimensionales Modell entwickelt: Frieden als ein geschichtlicher Prozess der Minimierung von Not, der Eindämmung von Gewalt und der Verminderung von Unfreiheit.

Zwischenstaatliche Spannungen sind häufig überlagert und durchdrungen von sozialen Disparitäten innerhalb von Gesellschaften sowie von dem globalen Konflikt zwischen Nord und Süd, aber auch von zunehmender Ressourcenverknappung und der Zerstörung natürlicher Lebensgrundlagen. Vor diesem Hintergrund müssen die Bedingungen für die Möglichkeit einer nachhaltigen Entwicklung herausgearbeitet werden. Entwicklungsforschung ist in diesem Sinne der Versuch, auf der Grundlage "aufgeklärter Utopien" zukunftsfähiger Gesellschaften konkrete Planungen zu entwerfen, die mit den Erfordernissen von Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft vereinbar sind.

Diesen Forschungsfragen gemeinsam ist die Frage nach Beiträgen, die die ökumenische Gemeinschaft der Christenheit zu einer neuen politischen Weltordnung leisten kann. Gerade in jüngster Zeit ergingen hier aus den Landeskirchen und der EKD mehrere Anfragen an die FEST, aus der sich das Bedürfnis nach einer längerfristigen Beratung kirchlicher Gremien in einigen Themenfeldern des Arbeitsbereichs erkennen lässt.

Darüber hinaus sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsbereiches persönliche Mitglieder kirchlicher Gremien in den Bereichen Frieden, Umwelt und Entwicklung (vgl. aktuellen Jahresbericht).

 
 

Dem Arbeitsbereich gehören an:

VERANSTALTUNGEN
"Das Friedensgutachten 2017. Vorstellung und Podiumsdiskussion", Abendforum der Evangelischen Akademie zu Berlin, 30. Mai 2017, 18.00-20.00 Uhr, Französische Friedrichstadtkirche in Berlin

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"Neue Ostpolitik – entspannen, eindämmen, abschrecken?", Vorstellung des Friedensgutachtens 2017 und Podiumsdiskussion in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, 1. Juni 2017, 18:30 bis 20:00 Uhr, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin

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