Religion, Recht & Kultur

Der Arbeitsbereich „Religion, Recht und Kultur“ bündelt theologische, juristische und kulturwissenschaftliche Forschungsperspektiven und bezieht diese aufeinander. Die Arbeiten richten sich dabei insbesondere auf drei Themenkreise: Medizin- und Bioethik, öffentliche Religion und institutioneller Wandel.

 

1. Medizin- und Bioethik

Im Themenfeld Medizin- und Bioethik werden Grundlagen der Medizin- und Bioethik, aber auch einzelne bioethische Themen aus theologischer, juristischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive auf drei Ebenen analysiert. Dabei ist Raum sowohl für die langfristige Verfolgung bioethischer Themen und für die Analyse aktueller Fragestellungen sowie für die Begleitung gegenwärtiger parlamentarischer Prozesse.

Normative Fragen

Im Zentrum der Analyse stehen folgende bio- und medizinethische Fragestellungen:

Empirische Forschungen

Mit den Methoden der qualitativen Sozialforschung werden bio- und medizinethische Themen untersucht:

Grundbegriffliche Klärungen

Unter dieser Rubrik werden Begriffe betrachtet und analysiert, in denen ethische Debatten geführt werden:

  • Randzonen des Willens
  • Bioethische Grundbegriffe
  • Theologische Deutungen von Naturwissenschaften und Technik
  •  Krankheitsbegriff

 

2. Öffentliche Religion

Religion ist nicht nur eine Sache privater Innerlichkeit, sondern tritt nach außen: in Symbolen, Organisationen, Überzeugungen und in Gestalt öffentlicher religiöser Akteure. Die Projekte des Teilbereichs haben das Öffentlichwerden von Religion (und dabei jeweils die Frage nach dem Status von „Öffentlichkeit“) zum Gegenstand.

Glaubens- und Gewissensfreiheit

Mit der Gewissensfreiheit hat die Rechtsordnung eine Anschlussstelle für das Öffentlichwerden innerer, stark bindender Überzeugungen. Diese wird aus verschiedenen Perspektiven untersucht:

Aspekte öffentlicher Religion

Diese Rubrik versammelt Einzelfragen öffentlicher Religion:

Kultur und Recht der Diakonie

Die Diakonie ist ein zentrales Element öffentlichen Christentums. An ihr werden Probleme öffentlicher Religion der säkularen Gesellschaft besonders deutlich.

  

3. Institutioneller Wandel / Institutionen im Wandel

Der dritte Themenbereich ist der Analyse zentraler Institutionen des sozialen Zusammenlebens und ihrem Wandel gewidmet. Dabei stehen die Wechselwirkungen und Kontaktflächen zwischen Staat, Zivilgesellschaft und Einzelnen im Zentrum.

Wandel des Wohlfahrtssektors

Der institutionelle Wandel hat Auswirkungen auf die innere Gestaltung der Staatlichkeit Deutschlands, einem Land, das in seiner jüngeren Geschichte vom „Wohlfahrtsstaat“ über den „aktiven Staat“ bis hin zum privatisierenden „Gewährleistungsstaat“ verschiedene Konzepte einer gemeinwohl- und steuerungsorientierten Staatlichkeit durchlaufen hat.

Staat und Gesellschaft in nationaler und internationaler Perspektive

Als Institution kann auch der Staat selbst angesehen werden. Die Staatlichkeit der Bundesrepublik Deutschland ist durch innere und äußere Prozesse in einem vielschichtigen Wandel begriffen. Die Staaten der Europäischen Union sind institutionell, rechtlich und politisch in einer neuartigen Weise verbunden, die ohne Vorläufer ist.

Individuum und Institution

Es ist Thema der Rechtswissenschaft, der Kulturwissenschaften und der Theologie, wie der Einzelne sich zu den Institutionen verhält, die ihn umgeben, einhegen, lenken und zwingen. Verschiedene Projekte des Arbeitsbereichs tragen bei zu einer phänomen- und perspektivreichen Anthropologie der Institution:

 


 

Dem Arbeitsbereich gehören an:

VERANSTALTUNGEN
"Das Friedensgutachten 2017. Vorstellung und Podiumsdiskussion", Abendforum der Evangelischen Akademie zu Berlin, 30. Mai 2017, 18.00-20.00 Uhr, Französische Friedrichstadtkirche in Berlin

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"Neue Ostpolitik – entspannen, eindämmen, abschrecken?", Vorstellung des Friedensgutachtens 2017 und Podiumsdiskussion in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, 1. Juni 2017, 18:30 bis 20:00 Uhr, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin

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