Religion, Recht & Kultur

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Religion, Recht & Kultur

Der Arbeitsbereich „Religion, Recht und Kultur“ bündelt theologische, juristische, politikwissenschaftliche und kulturwissenschaftliche Forschungsperspektiven und bezieht diese aufeinander. Die Arbeiten richten sich dabei aktuell insbesondere auf vier Themenkreise: Digitaler Wandel, öffentliche Theologie und Religion, institutioneller Wandel und Bio- und Medizinethik. (Am Ende finden Sie bereits abgeschlossene Projekte.)

1. Digitaler Wandel


Das Themenfeld „Digitaler Wandel“ fokussiert auf eine interdisziplinär fundierte und theologisch-ethisch pointierte Reflexion auf gesellschaftliche, politische und soziale Herausforderungen, die mit der Verbreitung digitaler Technologien und Medien verbunden sind. Zentral ist dafür eine sorgfältige Analyse: Eine unspezifische Reflexion auf „die“ Digitalisierung ist ebenso wenig sinnvoll wie eine Reflexion auf „die“ analoge Welt. Die verbreitete Rede vom „digitalen Wandel“ impliziert etwas Neues – doch was ist eigentlich neu und was kommt nur im neuen Gewand innovativer Technologien daher? Dies setzt eine interdisziplinär breit aufgestellte Analyse voraus. In diesem Neuen sollen auch neue ethische Implikationen erhellt und reflektiert werden

Schwerpunkte liegen dabei auf den Veränderungen demokratischer Kultur und Herausforderungen für die Wissenschaftstheorie und -praxis. Die Projekte sind derzeit in Vorbereitung.

2. Öffentliche Theologie und Religion


Religion ist nicht nur eine Sache privater Innerlichkeit, sondern tritt nach außen: in Symbolen, Organisationen, Überzeugungen und in Gestalt öffentlicher religiöser Akteure. Die Projekte des Teilbereichs haben das Öffentlichwerden von Religion (und dabei jeweils die Frage nach dem Status von „Öffentlichkeit“) zum Gegenstand. Diese werden zum anderen unter dem Leitbegriff „Öffentliche Theologie“ reflektiert und konzeptionalisiert.
Mit der Gewissensfreiheit hat die Rechtsordnung eine Anschlussstelle für das Öffentlichwerden innerer, stark bindender Überzeugungen. Dies wird aus verschiedenen Perspektiven untersucht.

3. Institutioneller Wandel / Institutionen im Wandel


Der dritte Themenbereich ist der Analyse zentraler Institutionen des sozialen Zusammenlebens und ihrem Wandel gewidmet. Dabei stehen die Wechselwirkungen und Kontaktflächen zwischen Staat, Zivilgesellschaft und Einzelnen im Zentrum.

Als Institution kann auch der Staat selbst angesehen werden. Die Staatlichkeit der Bundesrepublik Deutschland ist durch innere und äußere Prozesse in einem vielschichtigen Wandel begriffen. Die Staaten der Europäischen Union sind institutionell, rechtlich und politisch in einer neuartigen Weise verbunden, die ohne Vorläufer ist.

4. Bio- und Medizinethik


Im Themenfeld Medizin- und Bioethik werden Grundlagen der Medizin- und Bioethik, aber auch einzelne bioethische Themen aus theologischer, juristischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive analysiert. Dabei ist Raum sowohl für langfristige Verfolgung bioethischer Themen und für die Analyse aktueller Fragestellungen sowie für die Begleitung gegenwärtiger parlamentarischer Prozesse.

5. Abgeschlossene Projekte



Dem Arbeitsbereich gehören an: