FNE-Richtung Nachhaltigkeit – Indikatoren, Ziele und Empfehlungen für Deutschland

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Richtung Nachhaltigkeit – Indikatoren, Ziele und Empfehlungen für Deutschland

Hans Diefenbacher, Oliver Foltin, Benjamin Held, Dorothee Rodenhäuser, Rike Schweizer, Volker Teichert, Marta Wachowiak, Heidelberg, 2011.  

richtung-nachhaltigkeit182 S., mit zahlr. Abb. u. Tab., Broschiert, ISBN 978-3-88257-061-X, 15,00 €.

Ist Deutschland auf dem Weg in Richtung Nachhaltigkeit? Eine Arbeitsgruppe der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) Heidelberg hat zum Dritten Mal eine Studie vorgelegt, die mit 64 Indikatoren dieser Frage nachgeht. Die Veröffentlichung versteht sich – wie schon 2004 und 2008 – als Beitrag zur Diskussion um die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesrepublik.

 

  • Exakt die Hälfte der Indikatoren werden 2011 mit der „roten Ampel“ für einen schlechten Zustand bewertet, etwas weniger als vor vier Jahren; die geringste Zahl schlechter Bewertungen finden sich im Bereich Soziales, die meisten schlechten Bewertungen im Bereich Ökologie. Eine „grüne Ampel“ hat fast weniger als ein Zehntel der Indikatoren.
  • 25 Indikatoren haben sich verbessert, die Bereiche mit den meisten positiven Veränderungen in der letzten Zeit sind wiederum die Bereiche Ökologie und Soziales. Die wenigsten positiven  Veränderungen hat der Bereich Ökonomie vorzuweisen. Die negativen Veränderungen sind – quantitativ betrachtet – recht gleich verteilt.
  • Insgesamt fällt auf, dass die Bewertung der Entwicklung erneut deutlich besser ausfällt als die Bewertung des Ist-Zustandes.

Im Rahmen der Bildungsinitiative „Mut zur Nachhaltigkeit“ und mit Förderung der Stiftung Forum für Verantwortung wurden nun erstmals auf der Grundlage der aktuellen Entwicklung dieser Indikatoren Empfehlungen für eine Nachhaltigkeitspolitik in Deutschland erarbeitet. Sie zeigen im Detail, dass der Weg zur Nachhaltigkeit beschritten werden kann, dass auf den oben genannten Politikfeldern aber ganz erhebliche Anstrengungen vonnöten wären, um das Ziel bis zur Mitte dieses Jahrhunderts zu erreichen. Der Band versteht sich als Diskus-sionsvorschlag zu Problemfeldern, die auf diesem Weg keinesfalls ausgespart werden können.

„Die Diskussionen um die Strategie der Transformation unserer Gesellschaft mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung haben eines mit Sicherheit gezeigt: Es wäre völlig vermessen, ein Programm aufstellen zu wollen, das die Illusion zu erwecken sucht, es gäbe die eine, große, schöne Lösung aller Probleme. Trotzdem kann ein Gesamtentwurf einer nachhaltigen oder zukunftsverträglichen Ökonomie in Form einer konkreten Utopie vor-gelegt werden. Um was geht es? Unter anderem um eine soziale und ökologische Steuerreform, um ein konsistentes Ressourcenmanagement, um die Regelung der Grundsicherung, um Teilhabe durch Bildung, um die Strukturen der lokalen Ökonomie wie um die Regulierung der Finanzmärkte – kurz: um die Ausrichtung der Wirtschaft an den Bedürfnissen der jetzt lebenden Menschen, der zukünftigen Generationen und an der Be-wahrung der Natur.“
Übersicht der Indikatorenbewertung

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Inhaltsverzeichnis der Studie und weitere Informationen

 

Bestellungen an: info@fest-heidelberg.de