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stattgefundene Veranstaltungen


Wie Dinge zur Religion kommen. Sakralisierung und Säkularisierung des Materiellen, 30.November/01.Dezember 2018, Workshop der AG Materielle Kultur der DGSKA und der FEST, Veranstaltungsort: FEST Heidelberg

Religiöse Dinge und sakrale Räume sind Gegenstand der Aushandlung. Dinge und Räume, die noch vor wenigen Jahren eine eindeutige Zuweisung durch eine Religion hatten, werden profan oder säkular.
Andere, früher alltägliche Objekte, gelten nun als Abzeichen von Religiosität. Die religiöse Aufladung, wie auch der umgekehrte Prozess, nämlich die Säkularisierung von Dingen, bieten empirische Felder, die dichotomische Trennung zwischen Religion und Säkular zu hinterfragen. Beispiele für solche Prozesse sind die Umwandlung von Kirchen ebenso wie die Sakralisierung von Büro- und Gewerberäumen oder Turnhallen. Weitere Beispiele wären das Kopftuch, das Tattoo oder auch religiöse Aufkleber. Aber auch die museale Umwandlung von Objekten der Religion zu solchen der Ausstellung gehören dazu.
Der Workshop umfasst ein breites Spektrum unterschiedlicher Themen, von archäologischen Fragen, über historische Diskurse bis hin zur Diskussion gegenwartsbezogener Phänomene. Der gemeinsame rote Faden aller Beiträge sind Aushandlungen und Unsicherheiten über den vermeintlich „sakralen“ Status bestimmter Gegenstände oder die Gegenüberstellung unterschiedlicher Bewertungen im Hinblick auf dessen sakral Charakter.


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Hans-Peter Hahn, Uni Frankfurt
Juliane Kanitz, FEST Heidelberg

Dr. Juliane Kanitz, +496221912229, juliane.kanitz@fest-heidelberg.de




"Altern als Aufgabe: Zwischen Resonanz und Verletzlichkeit.", 8.März 2018, 18:15 Uhr, Öffentliche Diskussion, Aula der Alten Universität.

Öffentlichtliche Diskussion im Rahmen der Tagung "Altern als Aufgabe. Interdisziplinäre Perspektiven auf die Imperative und die soziale Wirklichkeit des Alterns", 07.–09. März 2018.

Plakat

Der Heidelberger Psychologe und Gerontologe Andreas Kruse, Mitglied des Deutschen Ethikrats und Vorsitzender der Altenberichtskommission der Bundesregierung, fragt in seinem jüngsten Buch nach den Bedingungen der Weltgestaltung im hohen Lebensalter. In der öffentlichen Abendveranstaltung „Bleib empfänglich!“ diskutiert er mit dem Jenaer Soziologen Hartmut Rosa, Autor des viel diskutierten Buches „Resonanz. Eine Theorie der Weltbeziehungen“, über die Altersimplikationen von Resonanz und Entfremdung unter den Bedingungen von Verletzlichkeit und Reife in späten Lebensjahren.




Altern als Aufgabe. Interdisziplinäre Perspektiven auf die Imperative und die soziale Wirklichkeit des Alterns, 07.–09. März 2018, öffentliche Tagung, Marsilius-Kolleg der Universität Heidelberg

Plakat

Programmheft

„Altern“ ist ein dichtes Konzept, in dem Deskriptives und Normatives, Somatisches und Soziales eng ineinander greifen. Das Altern ist gleichermaßen Gegenstand von Hoffnungen, Ängsten und Wünschen wie von politischen Regulierungen und sozialen Vorgaben, die sich in Zielformulierungen für Alternde niederschlagen. „Bleib gesund!“ – „Steigere dich!“ – „Bring dich ein!“ – „Werde du selbst!“: Ohne dass sie immer explizit formuliert würden, stellen solche Imperative Hintergrundplausibilitäten des Alterns dar. Sie prägen gesellschaftliche Diskurse, Selbstwahrnehmungen und Alltagspraktiken und sie materialisieren sich in Prämissen der Sozial-, Gesundheits- und Demografiepolitik. Altern ist sowohl eine existenzielle, hochgradig diverse Herausforderung für jede einzelne Person als auch eine gesellschaftliche Aufgabe, die kaum reicher an Kontroversen sein könnte. In der Thematisierung des Alterns artikulieren sich die Ambivalenzen spätmoderner Gesellschaften. Weiterlesen

Ansprechpartner an der FEST
PD Dr. Magnus Schlette, Tel. +49 6221 9122-37, E-Mail: magnus.schlette@fest-heidelberg.de




"Experten, Propheten oder Lobbyisten? Die Rolle von Kirchenvertretern in politikberatenden Gremien", 15./16. September 2017, Tagung an der Evangelischen Akademie Loccum

Zur bundesdeutschen Konstellation von Kirche, Politik und Gesellschaft gehört es, dass Vertreter und Vertreterinnen aus Kirche und Theologie sich von Zeit zu Zeit und auf verschiedenen Wegen zu politischen Themen äußern. Besondere Beachtung verdient dabei die kirchliche Mitwirkung in Gremien, die zur politischen Entscheidungsfindung beitragen – wie in Enquete-Kommissionen oder Rundfunkräten.
Angesichts des gesellschaftlichen und religiösen Wandels ist diese Mitwirkung alles andere als selbstverständlich. So werden kirchliche Repräsentanten deutlicher als früher mit Anfragen konfrontiert, etwa von Befürwortern des laizistischen Modells. Vor diesem Hintergrund zielt die Tagung darauf, die Art der kirchlichen Mitwirkung, ihre Legitimationsgrundlagen und ihr Proprium genauer zu untersuchen.
Für wen bzw. in wessen Namen spricht eine Theologieprofessorin, ein Bischof, eine Ratsvorsitzende?
Welche Rollenbilder und welche wechselseitigen Erwartungen erweisen sich als prägend?
Welche Interessen repräsentieren sie, und was zeichnet das genuin Theologische ihrer Einlassungen aus?
An Fallbeispielen soll rekonstruiert werden, wie sich Prozesse politischer Urteilsbildung unter kirchlicher Mitwirkung in der Vergangenheit vollzogen haben und heute vollziehen. Diese empirischen Beobachtungen sollen dann sowohl in theologisch-ethischer als auch politologischer Hinsicht diskutiert und mit einem zeitgemäßen Verständnis von Kirche, Öffentlichkeit und politischem Diskurs verknüpft werden.
Sie sind herzlich eingeladen, sich in die Diskussion einzubringen!

PD Dr. Julia Koll, Tagungsleiterin, Ev. Akademie Loccum
Prof. Dr. Christian Albrecht, Ludwig-Maximilians-Universität München
Prof. Dr. Reiner Anselm, Ludwig-Maximilians-Universität München
PD Dr. Thorsten Moos, FEST Heidelberg
Dr. Katarina Weilert, FEST Heidelberg
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

Weitere Informationen, Tagungsprogramm und Anmeldung hier!

Ansprechpartner an der FEST:
PD Dr. Thorsten Moos , Telefon: 06221/9122-22, E-Mail: thorsten.moos@fest-heidelberg.de