„Bewahrung der Schöpfung“: Theologische Ethik und Ökologie

„Bewahrung der Schöpfung“: Theologische Ethik und Ökologie

Im Zeitalter des Klimawandels ist christliches Engagement für Ökologie und Nachhaltigkeit zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Doch in der gegenwärtigen systematischen Theologie in Deutschland findet das Thema kaum Beachtung. Dieses Missverhältnis zwischen Religionspraxis und theologischer Reflexion gilt es zu mildern.


Fragestellungen

  • Wie kann ein zeitgemäßer, interdisziplinär anschlussfähiger und theologisch niveauvoller Beitrag der Theologie zur ökologischen Ethik aussehen?
  • Wo werden ökologische Themen in der christlichen Theologie behandelt?
  • Welche Anschlusspunkte ergeben sich aus kulturgeschichtlichen, ökologischen, philosophischen Ansätzen sowie aus dem Gespräch mit Judentum und Islam für eine theologische Ethik?


Verantwortlich

  • PD Dr. Thorsten Moos


Arbeitsformen

  • Interdisziplinäres Fachgespräch „Bewahrung der Schöpfung: Theologische Ethik im interdisziplinären Gespräch“, 28.–29. September 2011, FEST Heidelberg
  • Einzelforschung


Publikationen

Moos, Thorsten (2014): „Rationalität der Sorge. Von den Chancen und Risiken theologischer Ethik angesichts des Klimawandels“, in: Hartung, Gerald/ Kirchhoff, Thomas (Hg.): Welche Natur brauchen wird? Analyse einer anthropologischen Grundproblematik des 21. Jahrhunderts, Freiburg 2014, 461–492.

Moos, Thorsten/ Diefenbacher, Hans (Hg.) (2013): Schöpfung bewahren – Theologische Ethik der Ökologie im interdisziplinären Gespräch. (Texte und Materialien, Reihe A, Band 55), Heidelberg: FEST.

Moos, Thorsten (2013): „Klimagerechtigkeit und Weltethos. Theologische Zugänge zur Frage der Zukunft der Menschheit“, in: Verantwortung und Gerechtigkeit im Zeitalter der Globalisierung. Hildesheim 2013, 9–24.

Diefenbacher, Hans (Hg.) (2011): Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Beiträge zu einem Gespräch zwischen den Religionen (Texte und Materialien, Reihe B, Band 37), Heidelberg: FEST.

Moos, Thorsten (2010): Gartenbau für Fortgeschrittene. Theologische Einsichten zu Klimawandel und Lebenswandel, in: Klimawandel/Lebenswandel. Arbeitsheft, hg. von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Eisenach 2010, 3–5; wieder in: Briefe 3/2010, hg. von der Forschungsstelle ökologische Bildung und Beratung, Wittenberg, 1–5.

Informationen zum Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G)

Informationen zum Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G)

Informationen zum Energiedienstleistungsgesetz für Einrichtungen der Diakonie und Caritas

Im Mai 2015 veröffentlichte das BAFA die neue Fassung des Merkblattes zur Umsetzung des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G). In diesem wird näher erläutert, welche Institutionen von der Verpflichtung des Gesetzes betroffen und welche Nachweise zu erbringen sind. Auch Einrichtungen aus dem Bereich von Diakonie und Caritas – wie Wohnstätten, Senioren- und Pflegeheime, Bäderbetriebe, Reha-Kliniken und Krankenhäuser – sind unter gewissen Voraussetzungen von den Anforderungen des Gesetzes betroffen. Bis zum 5. Dezember 2015 müssen betroffene Einrichtungen ein Energieaudit durchführen. Von der Auditpflicht befreit sind Einrichtungen, die ein Energiemanagementsystem nach der DIN EN ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem nach (EMAS) eingerichtet oder mit der Einführung bereits begonnen haben. Mit der vorliegenden Lesehilfe haben Energie&Kirche und die FEST den Versuch unternommen, die vorliegenden Informationen für die Zielgruppe der „kirchlichen Institutionen“ zu interpretieren.

 

Ansprechpartner für die Beratung und Durchführung von Energieaudits:

Dr. Oliver Foltin (Tel.: 06221/9122-33, E-Mail: oliver.foltin@fest-heidelberg.de)

Dr. Volker Teichert (Tel.: 06221/9122-20, E-Mail: volker.teichert@fest-heidelberg.de)


Tagungsrückblick „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“, 19.11.2012, Evangelische Akademie Bad Boll

Tagungsrückblick „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“, 19.11.2012, Evangelische Akademie Bad Boll

Die Universität Hohenheim und die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen haben 2011 mit der Einführung eines Umweltmanagementsystems nach EMAS begonnen. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg fördert dieses Konvoi-Projekt. Im Rahmen des Projektes analysieren beide Hochschulen, ob und wie Forschung und Lehre auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Dies deckt sich mit den Forderungen des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltänderungen, dass sich „Wissenschaft und Forschung noch stärker den Herausforderungen einer Transformation zur klimaverträglichen, nachhaltigen Gesellschaft widmen sollten.“ Doch welchen Zielen verschreiben sich damit Hochschulen und Forschungsinstitute? Welche Konsequenzen ergeben sich für die Forschungspolitik? Bei der Tagung wurden vorhandene Konzepte und geplante Vorhaben zu einer nachhaltigen Wissenschaft auf Bundes- und Landesebene vorgestellt und reflektiert. Mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung wurden vor allem die Möglichkeiten der zukünftigen Ausrichtung einer nachhaltigen Wissenschaft diskutiert.

Ansprechpartner an der FEST: Dr. Volker Teichert und Dr. Oliver Foltin

Programm der Tagung zum Download

Download der Vorträge

Begrüßung und Einführung Dr. Volker Teichert, FEST e.V., Heidelberg
Hochschulen für eine nachhaltige Entwicklung Prof. Dr. Lenelis Kruse-Graumann, Deutsche UNESCO-Kommission, Bonn
Forschungswende: ein Beitrag zur Transformation der Gesellschaft Dr. Steffi Ober, Projekt Forschungswende, Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW e.V.), Berlin
Wissenschaft für eine nachhaltige Entwicklung in Baden Württemberg Dr. Karin Boschert, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Stuttgart
Nachhaltige Entwicklung an der HfWU Dr. Uta Eser, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
Sustain Ability 2.0 Prof. Dr. Martin Kreeb, Universität Hohenheim
Studium Oecologicum und EMAS Elisa Semmler, Greening the University e.V.

Hedwig Ogrzewalla, Universität Tübingen

Bild: Universität Hohenheim/Schmid

Bild: Universität Hohenheim/Schmid

10 Jahre EMAS beim Deutschen Evangelischen Kirchentag

10 Jahre EMAS beim Deutschen Evangelischen Kirchentag

Berlin, 24. Mai 2017 – Anlässlich der 10-jährigen Teilnahme der Geschäftsstellen und der Veranstaltung des Deutschen Evangelischen Kirchentages am Umweltmanagement nach EMAS (Eco-Management und Audit Scheme) haben das Bundesumweltminisiterium und die Industrie- und Handelskammer das Engagement des Kirchentages mit einer Ehrenurkunde gewürdigt. Die fachliche Beratung des Kirchentags erfolgt seit dieser Zeit durch die FEST.

Download Umwelterklärung des 36. DEKT

Pressemitteilung der Geschäftsstelle des Umweltgutachterausschusses (UGA)

© DEKT/T.Adomeit

Dr. Volker Teichert (Zweiter von links) und Dr. Oliver Foltin (rechts) von der FEST bei der Übergabe der Ehrenurkunde (© Foto: DEKT/T.Adomeit)


TNW-Religion_engl

Religion

In western societies religion is going through a sustained transformation process, that can be characterise by the catchwords secularisation and the individualization of religious ways of life. In the Religion research group we examine the structural logic of this social transformation and its consequences for religious institutions, worldview and behaviour formation.
We focus on the tension between religious/theological views of human life-reality and scientific views, and the significance of this tension for processes of religious individualisation.

The aim of our research is to gain a better understanding of the preconditions under which a theoretical foundation can be provided for a plurality of perspectives on the interpretation of human reality of life. Likewise we would like to see theology, the humanities and the sciences entering into a mutually fruitful dialogue.

Berliner Memorandum „Sicherheit neu denken – Wege des Friedens in Europa“

Berliner Memorandum „Sicherheit neu denken – Wege des Friedens in Europa“

Europa ist gegenwärtig mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, die ein gezieltes Eintreten für den Aufbau einer tragfähigen gesamteuropäischen Sicherheitsarchitektur und Friedensordnung erfordern. Wie kann dieser aber angesichts der aktuellen Lage gelingen? Diese Frage steht im Fokus des vorliegenden Memorandums. Ihre Verfasser und Verfasserinnen hoffen, einen Beitrag zu einer kirchlichen und öffentlichen Diskussion zu leisten, die sie für dringend geboten halten. Die Idee zu diesem Memorandum geht zurück auf die Resolution, die ein Berliner Gesprächskreis von Christinnen und Christen beim Kirchentag in Stuttgart im Juni 2015 eingebracht hat, und ist das Ergebnis einer Arbeitsgruppe, die an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg tagte.

Download des Memorandums „Sicherheit neu denken – Wege des Friedens in Europa“

Download der Zusammenfassung


Übergabe des Klimaschutzkonzepts der EKBO bei der Frühjahrssynode 2017

Übergabe des Klimaschutzkonzepts der EKBO bei der Frühjahrssynode 2017

Berlin, 07. April 2017: Seit Januar 2016 hat die FEST zusammen mit der Projektgruppe Klimaschutz das Klimaschutzkonzept der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) erarbeitet. Das Konzept wurde im Rahmen der Tagung der Frühjahrssynode vorgestellt und der Präses der Synode übergeben.

Download der Kurzfassung

v.l.n.r.: Dr. Volker Teichert (FEST), Felicitas Wilcke (Kirchenleitung), Dr. Oliver Foltin (FEST), Sigrun Neuwerth (Präses der Synode), Hans-Georg Baaske (Umweltbüro der EKBO) (© Foto: EKBO/Thorsten Wittke)