FNE-Peace Report

Peace Report

The Peace Report is the joint yearbook of the five institutes for peace and conflict research in Germany: the Protestant Institute for Interdisciplinary Research in Heidelberg (FEST), the Institute for Peace Research and Security Policy in Hamburg (IFSH), the Peace Research Institute Frankfurt (PRIF), the Bonn International Center for Conversion (BICC) and the Institute for Development and Peace at the University of Duisburg-Essen (INEF). Thirty to forty researchers from different disciplines study the reality of international conflicts from a peace-policy perspective. The statement by the five editors is based on their analyses. It takes stock, sharpens the results and formulates recommendations for German and European foreign and security policy as well as for anyone interested in peace and security.

 

Here you will find more information about the Peace Reports to date:

Peace Report 2016

Peace Report 2015

Peace Report 2014

Peace Report 2013

Peace Report 2012

Peace Report 2011

Peace Report 2010

Peace Report 2009

FNE-Friedensgutachten

Friedensgutachten

Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Jahrbuch der fünf Institute für Friedens- und Konfliktforschung in der Bundesrepublik Deutschland: der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg (FEST), des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg (IFSH), der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt (HSFK), des Bonn International Center for Conversion (BICC) sowie des Instituts für Entwicklung und Frieden in Duisburg (INEF). Dreißig bis vierzig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen untersuchen die internationale Konfliktrealität aus friedenspolitischer Perspektive. Auf ihre Analysen stützt sich die Stellungnahme der fünf Herausgeber. Sie zieht Bilanz, pointiert die Ergebnisse und formuliert Empfehlungen für die Außen- und Sicherheitspolitik Deutschlands und Europas sowie für die friedens- und sicherheitspolitisch interessierte Öffentlichkeit.

Das Friedensgutachten 2017 hat den Schwerpunkt „Wie lässt sich Gewalt bändigen, wenn die kooperative Weltordnung zerfällt?“. Es wurde am 30. Mai 2017 in Berlin vorgestellt, u.a. auf der Bundespressekonferenz.

Unter den folgenden Links finden Sie bis 2010 die Friedensgutachten im Volltext, ab 2011 liegen bislang aus rechlichen Gründen nur Inhaltsverzeichnisse der Friedensgutachten digital vor. Weiterführende Informationen finden Sie im Archiv der Friedensgutachten, sowie im Gesamtverzeichnis (seit 1987).

 

Inhaltsverzeichnisse

Friedensgutachten 2017

Friedensgutachten 2016

Friedensgutachten 2015

Friedensgutachten 2014

Friedensgutachten 2013

Friedensgutachten 2012

Friedensgutachten 2011

Volltexte

Friedensgutachten 2010

Friedensgutachten 2009

Friedensgutachten 2008

Friedensgutachten 2007

Friedensgutachten 2006

Friedensgutachten 2005

Friedensgutachten 2004

Friedensgutachten 2003

Friedensgutachten 2002

Friedensgutachten 2001

Friedensgutachten 2000

FNE-Just Policing

Just Policing – eine Alternative zur militärischen Intervention?

Spätestens seit dem internationalen Gewaltverbot der Vereinten Nationen, das den Staaten jegliche Androhung und Anwendung von Gewalt untersagt, ist militärische Gewaltanwendung zu einem virulenten Thema friedenspolitischer und -ethischer Debatten geworden. Die humanitär begründeten militärischen Interventionen der 1990er Jahre haben diese wieder neu entfacht, aber auch mit der Responsibility to Protect setzen sich diese Kontroversen weiter fort.

Als Lösung, das Ideal der Gewaltfreiheit mit der internationalen Schutzverantwortung in Einklang zu bringen, wurde im friedensethischen Kontext Just Policing, verstanden als „gerechtes polizeiliches Handeln“, vorgeschlagen. Im Fokus dieses Ansatzes steht das Ziel der Gewaltdeeskalation und Gewaltminimierung. So würden sich Polizeieinheiten aufgrund ihres Aufgabenprofils und ihrer Ausstattung deutlich vom Militär unterscheiden. Angestrebt werde nicht – so Fernando Enns – ein „Sieg über andere“, vielmehr gehe es darum, „gerechte win-win-Lösungen zu ermöglichen“, und diese mit geringstmöglicher Zwangsausübung.

Welche friedenspolitischen Implikationen weist Just Policing aber im internationalen System auf? D.h. inwiefern kann Just Policing eine Alternative zu militärischen Einsätzen darstellen? Inwieweit ist das Konzept geeignet, bedrohte Menschengruppen zu schützen? Und auf welche Weise kann es zur Gewaltprävention und Eskalationsvermeidung beitragen? Ausgehend vom Entstehungskontext und seinen inhaltlichen Ausgangsüberlegungen werden im Projekt zwei Abgrenzungen vorgenommen: zwischen Militär und Polizei sowie zwischen Policing und Just Policing. D.h. worin liegen die grundsätzlichen Unterschiede zwischen militärischer und polizeilicher Gewaltanwendung und was macht Policing zu Just Policing? Empirisch reflektiert werden diese Ausführungen am Fallbeispiel des internationalen Einsatzes in Afghanistan. Intention ist es, die Chancen, aber auch Restriktionen, die diesem Konzept inhärent sind, in den Blick zu nehmen und einer kritischen Analyse zu unterziehen.

FNE-Konsultationsprozess

Konsultationsprozess

„Orientierungswissen zum gerechten Frieden –
Im Spannungsfeld zwischen ziviler gewaltfreier Konfliktprävention und rechtserhaltender Gewalt“

„Si vis pacem para pacem“ (Wenn du den Frieden willst, bereite den Frieden vor.) – unter dieser Maxime steht das Leitbild des gerechten Friedens, das in Deutschland, aber auch in großen Teilen der ökumenischen Bewegung als friedensethischer Konsens gelten kann. Damit verbunden ist ein Perspektivenwechsel: Nicht mehr der Krieg, sondern der Frieden steht im Fokus des neuen Konzeptes. So umfasst der gerechte Frieden „viel mehr als den Schutz von Menschen vor ungerechtem Einsatz von Gewalt“; er schließt „soziale Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit, Achtung der Menschenrechte und Sicherheit für alle Menschen“ mit ein (Ökumenischer Aufruf zum gerechten Frieden). Dennoch bleibt die Frage nach der Anwendung von Waffengewalt auch für den gerechten Frieden virulent, gilt diese nach wie vor als ultima ratio. Dabei erweist sich militärisches Handeln per se als problematisch, ist es durch das, was unter Menschen nicht sein soll, bestimmt: durch Gewalt (Klaus Ebeling).

Die EKD hat diesen Perspektivenwechsel zum gerechten Frieden einschließlich der rechtserhaltenden Gewalt vor fast zehn Jahren in ihrer Friedensdenkschrift festgeschrieben. Seitdem hat sich die Weltlage erheblich verändert: Vor fünf Jahren überraschte der „Arabische Frühling“ die Welt. Während in Libyen im Namen der Responsibility to Protect interveniert wurde, fand sie in Syrien keine Anwendung. Eine Lösung in der Region ist in weiter Ferne. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Die Frage, wie mit der Bedrohung durch den Islamischen Staat umzugehen ist, ist nach wie vor umstritten. Aber nicht nur die sogenannten nicht internationalen bewaffneten Konflikte und der transnationale Terrorismus fordern die internationale Gemeinschaft heraus, auch der Ukrainekonflikt, der gegenwärtig zwar nicht mehr im Fokus der Medien steht, ist nach wie vor existent und fordert eine gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur ein. Angesichts dieser Konflikte scheint eine zivile und vor allem gewaltfreie Konfliktbearbeitung eher ferne Vision als politische Realität. Zudem stellen qualitativ neuartige Entwicklungen – beispielsweise autonome Waffensysteme im Bereich der Rüstung oder auch der Cyberwar als eine neue Form der Kriegsführung – aktuelle Herausforderungen dar. All diese Aspekte verändern zugleich wesentliche Eckpunkte künftiger Außen- und Sicherheitspolitik. Die EKD-Denkschrift muss also auf Situationen reagieren, die sie friedensethisch nicht im Blick hatte bzw. haben konnte. Damit ergibt sich die Notwendigkeit, die Analysen fortzuführen, sie um neue Problemlagen zu erweitern sowie Konkretionen vorzunehmen.

Vier interdisziplinär zusammengesetzte Arbeitsgruppen sollen im Rahmen eines dreijährigen Konsultationsprozesses mit insgesamt 23 Konsultationen das in der Denkschrift entwickelte Leitbild des gerechten Friedens prüfen und weiterdenken. Ziel ist es, zentrale ethische, friedensethische sowie theologische Grundlagen zu klären, aktuelle Friedensgefährdungen und neue Problemlagen zu bestimmen sowie diese friedensethisch zu reflektieren.

Alle Informationen zum Konsultationsprozess finden Sie auf unserer Projekthomepage

www.konsultationsprozess-gerechter-frieden.de

 

Das Projekt „Orientierungswissen zum gerechten Frieden“ wird unterstützt vom Rat der EKD und gefördert von der Evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr.

 

Aktuelles aus dem Projekt

Auftaktveranstaltung

Am 30. Mai 2016 fand in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin die Auftaktveranstaltung des dreijährigen Studienprozesses „Orientierungswissen zum gerechten Frieden“ statt. Ausgangspunkt stellt das in der Friedensdenkschrift der EKD von 2007 entwickelte Leitbild des gerechten Friedens dar, welches nun auf Aktualität geprüft und weitergedacht werden soll. Durch die Veranstaltung führte der Direktor der Evangelischen Akademie zu Berlin, Dr. Rüdiger Sachau.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom evangelischen Militärbischof Dr. Sigurd Rink (Grußwort Dr. Sigurd Rink), der auf die Notwendigkeit der Erneuerung des friedensethischen Standpunktes der EKD verwies. Neue Kriegsformen (z.B. unter Einsatz von Drohnen, Cyber War) sowie einschneidende Ereignisse seit der Veröffentlichung der Friedensdenkschrift (u.a. die Libyen-Intervention 2011 und der syrische Bürgerkrieg) machten eine tiefere Reflexion über den friedensethischen Konsensus der EKD unausweichlich. Rink betonte den integrativen Charakter des Konsultationsprozesses, der die verschiedenen Akteure evangelischer Friedensethik gut einbinden solle.

Als Präses der Synode der EKD ergriff Dr. Irmgard Schwaetzer das Wort. Sie begrüßte, das geplante Projekt an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. (FEST) anzusiedeln. Auch sie verwies darauf, dass seit 2007 politisch viel geschehen sei und „damals anders gedacht wurde, weil die Welt eine andere war“. Frau Schwaetzer forderte, die Debatte um „mehr Verantwortung“ Deutschlands in der internationalen Politik im friedensethischen Diskurs mitzudenken.

Eine neue Perspektive auf das Verhältnis von Friedensethik und Friedensforschung eröffnete der Frankfurter Friedensforscher Prof. Dr. Christopher Daase (Vortrag Prof. Daase). In einer internationalen Ordnung, die normativ in einer Krise stecke, könne Friedensethik als Kompass fungieren, ohne jedoch „den Sinn für das Machbare“ zu vernachlässigen. Letztere Aufgabe käme der Friedensforschung zu, die nach den Handlungsfolgen fragen müsse. So gebe es einerseits Prinzipien normativer Gesinnung, denen man sich verpflichtet fühle, andererseits den Anspruch einer pragmatischen, verantwortungsethischen Handlungsweise. Aufgrund dieser Spannung käme es oft zu Kompromissen, die zu „mangelnder Entschiedenheit“ führten. Des Weiteren sprach er sich dafür aus, den starken Fokus auf die Rechtsethik zu überwinden. So sei das „Recht im internationalen Bereich schwach und seine Durchsetzung oft nicht gerecht“, weshalb die Leitvorstellung der Friedensdenkschrift, diese Friedensordnung könne und müsse primär mit den Mitteln des Rechts herbeigeführt werden, zu überdenken sei. Zudem verstelle der starke Fokus auf militärische Interventionen häufig den Blick auf anderweitige politische Einflussnahme. Wichtig sei es, die Aufmerksamkeit auf Zwänge zu lenken und statt legitimer Gewalt nach legitimem  Zwang zu fragen.

Auch der wissenschaftliche Leiter der FEST, Prof. Dr. Klaus Tanner, knüpfte an die prägende Konfliktgeschichte, die hinter dem spannungsgeladenen „magnus consensus“ stehe, an. So werde sich der entscheidende Konflikt um militärische Mittel auch nicht durch das Studienprojekt auflösen lassen. Der Heidelberger Theologe richtete sein Augenmerk vor allem auf den Begriff des Orientierungswissens. Dieses beinhalte eine Auseinandersetzung mit dem „Bild vom Ganzen“ und ermögliche Handlungsorientierung. Er erinnerte an den Wert verschiedener Erfahrungen und verwies darauf, dass letztendlich die „unerschöpfliche Bereitschaft zum Gespräch“ für den Konsultationsprozess essenziell sei.

Einen Einblick in den geplanten Ablauf des Konsultationsprozesses gab PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner, die diesen an der FEST moderieren wird. Sie betonte die Notwendigkeit, das friedensethische Leitbild der EKD zu prüfen und weiterzudenken, was in vier Arbeitsgruppen und über 20 interdisziplinären Konsultationen angegangen werde. Dabei soll sich eine erste Arbeitsgruppe ethischen Grundsatzfragen widmen; eine zweite soll das Verhältnis von gerechtem Frieden und Gewalt in den Blick nehmen; eine dritte Gruppe werde den Ansatz des gerechten Friedens durch Recht einer kritischen Fortschreibung unterziehen und die vierte Arbeitsgruppe soll sich dem Schwerpunkt gerechter Frieden und politische Friedensaufgaben zuwenden. Dabei sollen die Ergebnisse der Konsultationen dokumentiert und in einer 20-bändigen Reihe „Gerechter Frieden“ im Springer VS „veröffentlicht werden.

Die Veranstaltung stieß mit über 70 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, unter ihnen der parlamentarische Staatssekretär des Verteidigungsministeriums Markus Grübel sowie der Beauftragte des Rates der EKD bei der Bundesregierung Prälat Dr. Martin Dutzmann, auf breites öffentliches Interesse. Renke Brahms, der Friedensbeauftragte der EKD, sprach dasSchlusswort (Schlusswort Renke Brahms). Er bestärkte noch einmal die Vision eines zivilen Vorgehens – das beziehe sich nicht nur auf die Konfliktprävention, sondern auch auf die Konfliktbearbeitung.

Stefka Schmid

FNE-Gerechter Frieden

Gerechter Frieden

 Gerechter Frieden – ein globales Konzept?

 Die veränderte weltpolitische Konstellation und die neuen Rahmenbedingungen internationaler Politik stellen auch die Kirchen vor neuen Herausforderungen: Mit dem Wegfall der Bipolarität, dem veränderten Kriegstypus, den damit einhergehenden Reaktionen der internationalen Gemeinschaft sowie der zunehmenden Gefahr der Entgrenzung von Gewalt sind sie zum einen inhaltlich gefordert, neue friedensethische Bewertungsgrundlagen und Handlungskriterien zu entwickeln. Zum anderen sind sie strukturell herausgefordert. Angesichts des Fortschreitens von Globalisierung und Global Governance und der zunehmenden Bedeutung transnationaler Akteure gewinnen auch religiös basierte NGOs wie der Weltkirchenrat (WCC) in der internationalen Politik an Einfluss. Daraus leitet sich für den WCC die Chance – und ggf. auch die Verpflichtung – ab, in einem seiner wichtigsten Tätigkeitsfelder, der Friedensethik, international aktiv zu sein und Einfluss zu nehmen.

Mit dem Konzept des gerechten Friedens versuchen die Kirchen – auf internationaler Ebene der WCC, gleichfalls aber auch andere religiös basierte NGOs sowie der Vatikan –, darauf eine Antwort zu geben. Dabei umfasst der gerechte Frieden weitaus mehr als den Schutz von Menschen vor ungerechtem Einsatz von Gewalt; er schließt soziale Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit, Achtung der Menschenrechte und Sicherheit für alle Menschen mit ein. Dennoch bleibt die Frage nach der Anwendung von Waffengewalt auch für den gerechten Frieden von zentraler Bedeutung. Verlangt ist eine ethische Erwägungskompetenz, die angesichts der internationalen Forderung nach einer Responsibility to Protect eine ganz neue Brisanz gewinnt und zugleich auch die Friedensethik mehr denn je herausfordert.

Das Projekt „Der gerechte Frieden – ein globales Konzept?“ untersucht, wie die Kirchen vor dem Hintergrund ihrer eigenen friedensethischen Positionen das ökumenische Konzept des gerechten Friedens rezipieren und welche Rolle diesem auf der Ebene der internationalen Politik zukommen kann. Verfolgt wird ein empirisch-analytischer Ansatz mit dem Ziel, das ökumenische Konzept zum gerechten Frieden und seine Einflussnahme auf die internationale Politik zu untersuchen. Intention des Projektes ist es, die Chancen, aber auch Restriktionen, die diesem friedensethischen Konzept inhärent sind, in den Blick zu nehmen und einer kritischen Analyse zu unterziehen.

FNE-Religion und Konflikt

Religion und Konflikt

Forschungsverbund „Religion und Konflikt“

Der Forschungsverbund „Religion und Konflikt“ wurde 2006 von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. (FEST) in Heidelberg in Kooperation mit den Evangelischen Akademien in Deutschland und mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) ins Leben gerufen. Ziel ist es, Forscher verschiedenster Disziplinen zum Themenbereich Religion, Konflikt und Frieden zu vernetzen, den Austausch untereinander zu fördern und die Initiierung von Projekten zur Rolle von Religion in Konflikten zu unterstützen. So fokussiert sich der Forschungsverbund „Religion und Konflikt“ in seiner Arbeit auf drei konkrete Bereiche: 1. auf die Erfassung und Vernetzung von Forschungsprojekten zu Religion und Konflikt, 2. auf die Durchführung von Workshops, Tagungen und Konferenzen sowie 3. auf die Unterstützung bei der Initiierung von Projekten.

Aktuelles:

Anfang 2016 erschienen ist der erste Sonderband der Zeitschrift Friedens- und Konfliktforschung, der auf einen von der DSF geförderten Workshop zum Religionsbegriff in der Friedens- und Konfliktforschung und dessen Operationalisierung zurückgeht.

 

 

Werkner, Ines-Jacqueline (Hg.) (2016): Religion in der Friedens- und Konfliktforschung. Interdisziplinäre Zugänge zu einem multidimensionalen Begriff. Sonderband 1 der Zeitschrift für Friedens- und Konfliktforschung. Baden-Baden: Nomos.

 

Im November 2014 fand in Kooperation mit dem DVPW-Arbeitskreis „Politik und Religion“ eine Tagung zum Thema „Religiöse Identitäten in politischen Konflikten“ statt. Der Tagungsband ist Anfang Januar 2016 erschienen.

 

Religiose I.jpg - 6.22 KB Werkner, Ines-Jacqueline/ Hidalgo, Oliver (Hg.) (2016): Religiöse Identitäten in politischen Konflikten. Wiesbaden: Springer VS.

 

Homepage des Forschungsverbundes: www.religion-und-konflikt.de

Peace and sustainable development

Peace and sustainable development

This research group is divided into several topics:

 

“Peace and sustainable development” covers projects that use and expand the specific research and advice competence of the Institute in related policy areas. Again the time-honoured interdisciplinary approach is followed. Interdisciplinary work is not just a give-and-take between the methodologies of the disciplines involved, but also means trying to develop questions that do not primarily follow from the logic of the individual disciplines. This approach can be fruitfully employed for many current research questions and in advisory services for churches and other societal institutions.
Peace became a subject of academic research in reaction to the horror and dismay caused when nuclear weapons were invented and first used at the end of World War II. As an alternative both to statically defined concepts of peace and also to one defined primarily in terms of foreign and security policy, the Institute developed a multi-dimensional model: peace as a historical process of minimizing hardship, limiting violence and reducing lack of freedom.

Intergovernmental tensions are frequently overlaid and suffused with social disparities within societies. Other factors are the global North-South divide and increasing shortages of resources and destruction of livelihoods. Against this background, we need to bring out the conditions allowing for sustainable development. Research on development is the attempt, on the basis of „enlightened utopias“ of sustainable societies, to engage in practical planning compatible with environmental, economic and social needs.

All these research issues share the question as to the contributions the ecumenical community can make to a new political world order. Recently the Evangelical Church in Germany and some of its member churches addressed several inquiries to FEST that illustrate the need for a longer-term consultation service in a number of employment issues.

In addition, the individual members of this research group belong to church bodies concerned with peace, environment and development (see the current annual report).

 

 

Members of the research group:

Veranstaltungen FNE

Übersicht aller Veranstaltungen unseres Arbeitsbereiches

kommende Veranstaltungen


"Umsetzung kirchlicher Klimaschutzkonzepte", 10./11. November 2020, Fachtagung, Exerzitienhaus Himmelspforten, Würzburg

Fachtagung in Kooperation mit dem Büro für Umwelt und Energie der Ev. Landeskirche in Baden, dem Institut für Kirche und Gesellschaft der Ev. Kirche von Westfalen und dem Bistum Würzburg

Ansprechpartner: Dr. Oliver Foltin, Tel.: 06221/9122-33, E-Mail: oliver.foltin@fest-heidelberg.de



stattgefundene Veranstaltungen


"Umsetzung kirchlicher Klimaschutzkonzepte", 11./12. November 2019, Fachtagung, Burkardushaus - Tagungszentrum am Dom, Würzburg

Fachtagung in Kooperation mit dem Büro für Umwelt und Energie der Ev. Landeskirche in Baden, dem Institut für Kirche und Gesellschaft der Ev. Kirche von Westfalen und dem Bistum Würzburg

Ansprechpartner: Dr. Oliver Foltin, Tel.: 06221/9122-33, E-Mail: oliver.foltin@fest-heidelberg.de




Hans Immler: "Die Wirtschaft im Anthropozän", 20. November 2018, 18:00 Uhr c.t., öffentlicher Vortrag im Rahmen des JOUR FIXE an der FEST, Heidelberg

Informationen zum Vortragsthema und Referenten erhalten Sie durch Klicken auf das nebenstehende Bild.


(Beim Klicken auf das obige Bild werden Sie zum Video auf Youtube weitergeleitet)

Ort: FEST, Schmeilweg 5, 69118 Heidelberg
Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung erbeten unter: jour-fixe@fest-heidelberg.de




"Umsetzung kirchlicher Klimaschutzkonzepte", 08./09. November 2018, Fachtagung, Schmitthennerhaus, Heidelberg

Fachtagung in Kooperation mit dem Büro für Umwelt und Energie der Ev. Landeskirche in Baden und dem Institut für Kirche und Gesellschaft der Ev. Kirche von Westfalen

Informationen zur Klimaschutztagung erhalten Sie durch Klicken auf das nebenstehende Bild.

Ansprechpartner: Dr. Oliver Foltin, Tel.: 06221/9122-33, E-Mail: oliver.foltin@fest-heidelberg.de




6. Stuttgarter Forum für Entwicklung „Für weltweit gute Aussichten: Klimagerechtigkeit für alle!“, 19. Oktober 2018, 10 bis 18 Uhr, Haus der Wirtschaft in Stuttgart

Forum 12 (14.30 - 16.00 Uhr): "So geht’s! Faire und klimafreundliche Beschaffung in Kirche und Kommune"

Informationen zum 6. Stuttgarter Forum erhalten Sie durch Klicken auf das nebenstehende Bild.

Ansprechpartner an der FEST: Prof. Dr. Volker Teichert, Tel.: 06221/9122-20, E-Mail: volker.teichert@fest-heidelberg.de
Anmeldung zum 6. Stuttgarter Forum




Weniger ist oft mehr. Suffizienz für Lebensqualität und nachhaltige Entwicklung, 22./23. Februar 2018, öffentliche Fachtagung, Tagungszentrum Hohenheim

Tagungsprogramm

Unsere Gesellschaft steht in den nächsten Jahren vor gewaltigen Herausforderungen. Bis 2050 soll die Transformation zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft gelingen. Effizienz und Suffizienz sind hier die Schlagworte. In der politischen und praktischen Diskussion stehen beide Begriffe für unterschiedliche konzeptionelle Ansätze. Die Tagung will einen Beitrag zur Aufklärung dieser Konzepte leisten und Gestaltungsideen diskutieren.

Bei Effizienz geht es primär um einen möglichst verbesserten Energie- und Ressourceneinsatz sowie eine minimale Umweltbelastung durch Emissionen und Abfälle. Dieses Konzept wird von Politik, Wirtschaft und Allgemeinheit zumeist positiv bewertet. Man glaubt, mit Effizienz die bisherige Wirtschafts- und Lebens-weise, ja sogar das Wirtschaftswachstum fortsetzen zu können, wenn auch in „begrünter“ Form und ohne größere Einschnitte. Dem stehen allerdings vielfach so genannte Rebound-Effekte entgegen: Mögliche Effizienzgewinne werden zunichte gemacht, weil Effizienzsteigerungen durch erhöhte Nutzung und Güterproduktion kompensiert werden.

Das Konzept der Suffizienz dagegen stellt das vorherrschende „Immer weiter, immer schneller, immer mehr“ bewusst in Frage. Dabei kommt neben der Warenproduktion und Erwerbsarbeit der informelle Sektor neu in den Blick – also Eigenarbeit, Selbstversorgung, gemeinsame Nutzung und Tausch von Gütern.
In der öffentlichen Debatte werden Effizienz und Suffizienz oft als gegensätzliche, sich ausschließende Strategien aufgefasst. Effizienz gilt häufig als wachstumsfördernd, Suffizienz dagegen vom Prinzip her als wachstumsmindernd. Wie so oft wird aber das Entweder-Oder der komplexen Realität nicht gerecht.

In dieser Veranstaltung sollen verschiedene Aspekte der beiden Strategieansätze und ihr Zusammenwirken beleuchtet und analysiert werden. Denn Effizienz und Suffizienz sind nicht immer trennbar, insbesondere nicht im Zeitablauf. Anhand konkreter Beispiele werden im Rahmen dieser Veranstaltung die Zusammenhänge veranschaulicht.

Fachtagung in Kooperation zwischen der FEST, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Carl-Auer Akademie und Ute Clement Consulting.

Ansprechpartner an der FEST
Dr. Volker Teichert, Tel. +49 6221 9122-20, E-Mail: volker.teichert@fest-heidelberg.de
Dr. Oliver Foltin, Tel. +49 6221 9122-33, E-Mail: oliver.foltin@fest-heidelberg.de

Rückfragen und Anmeldung: Beate Schnarr (schnarr@akademie-rs.de)




"John Stuart Mill heute", 09./10. November 2017, 6. Tagung in der Reihe "Die Wirtschaft der Gesellschaft", FEST/NBI, Schmitthennerhaus, Heidelberg

Das Erscheinen mehrerer deutscher Mill-Ausgaben in den letzten Jahren deutet auf ein neu belebtes Interesse an dem bedeutenden britischen Nationalökonomen und Sozialphilosophen hin, der im 19. Jahrhundert wesentliche Grundlagen eines sozial verpflichteten Liberalismus gelegt hat. Es geht hierbei jedoch um mehr als ein allgemeines theoriegeschichtliches Interesse ohne unmittelbaren Gegenwartsbezug.

Gefragt ist vielmehr vor allem die Aktualität von Mills politisch-ökonomischen und sozialphilosophischen Überlegungen in einer radikal geänderten wirtschaftlichen und politischen Welt, in der klassische Freihandelsmaximen, wie das Theorem der komparativen Kosten, durch neue Formen internationaler Vereinbarungen zwischen transnationalen Unternehmen und einflussreichen Wirtschaftsblöcken, aber auch durch die Notwendigkeit einer globalen Wachstumsbegrenzung zunehmend in Frage gestellt werden. Was bedeutet es, unter solchen Bedingungen die Aktualität Mills im 21. Jahrhundert zu überprüfen und für die Zukunft fruchtbar zu machen?

Weitere Einzelheiten (ReferentInnen, Zeitplan, Vortragstitel, Veranstaltungsort, etc.) können Sie unserem Veranstaltungs-Flyer entnehmen.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.
Sollten Sie Interesse an der Tagung haben und teilnehmen wollen, bitten wir Sie sich bis spätestens zum 01. September 2017 anzumelden.

Wir freuen uns auf lebhafte Diskussionen und hoffen Sie bei der Tagung begrüßen zu können!

Ansprechpartner und Anmeldung bei: Prof. Dr. Hans Diefenbacher , hans.diefenbacher@fest-heidelberg.de , Tel: 06221/9122-34




"Umsetzung kirchlicher Klimaschutzkonzepte", 08./09. November 2017, Fachtagung, Schmitthennerhaus, Heidelberg

Fachtagung in Kooperation mit dem Büro für Umwelt und Energie der Ev. Landeskirche in Baden und dem Institut für Kirche und Gesellschaft der Ev. Kirche von Westfalen
Ort: Schmitthennerhaus, Heiliggeiststraße 17, 69117 Heidelberg

Tagungsprogramm

Eine ganze Reihe von Landeskirchen und Bistümern ist nach der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts in die Umsetzungsphase gegangen. Hierfür wurden zahlreiche vom Bundesumweltministerium geförderte Projektstellen für Klimaschutzmanagement eingerichtet. Weitere Landeskirchen und Bistümer sind dabei, sich ein solches Konzept erarbeiten zu lassen bzw. haben dies in den kommenden Monaten vor. Die Tagung richtet sich insbesondere an die Verantwortlichen in den Landeskirchen und Bistümern, die mit der Umsetzung von Klimaschutzkonzepten und Klimaschutzmaßnahmen befasst sind, sowie an alle Interessierten, die eine Erstellung eines Klimaschutzkonzepts oder dessen Umsetzung planen.

Die Tagung wird unterstützt durch: Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank)

Ansprechpartner: Dr. Oliver Foltin, Tel.: 06221/9122-33, E-Mail: oliver.foltin@fest-heidelberg.de




"J.S. Mill – der Philosoph als Moralist", öffentlicher Abendvortrag, 09. November 2017, 20 Uhr , FEST/NBI, Neue Universität Heidelberg, Hörsaal 9

Öffentlicher Abendvortrag am 09. November 2017 um 20.00 Uhr in der Neuen Universität Heidelberg im Hörsaal 9. Freier Eintritt. Findet im Rahmen der interdisziplinären Fachtagung "John Stuart Mill heute" in der Reihe "Die Wirtschaft der Gesellschaft" statt und wird zusammen von der FEST Heidelberg und dem an der Hochschule Sankt Georgen Frankfurt beheimateten NBI veranstaltet.

Ansprechpartner und Anmeldung bei: Prof. Dr. Hans Diefenbacher , hans.diefenbacher@fest-heidelberg.de , Tel: 06221/9122-34




"Soziale Prozesse", 17. Juli 2017, 9:15-16:00 Uhr, Workshop in Kooperation der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung an der FEST Heidelberg

Programm

Teilnehmende

Veranstaltungsort: Ort: FEST, Schmeilweg 5, 69118 Heidelberg

Ansprechpartner: PD Dr. Magnus Schlette, 06221/912237, magnus.schlette@fest-heidelberg.de




"Umweltmanagement konkret - Vom Umweltschutz zum nachhaltigen Wirtschaften", 30. Juni 2017, 14.00-16.30 Uhr, Transformationspavillon, Weltausstellung Reformation, 06886 Wittenberg, Neustraße 10 A

Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Reformationssommers 2017
Weitere Informationen
Programm zum Download

Ansprechpartner: Dr. Oliver Foltin, Tel.: 06221/9122-33, E-Mail: oliver.foltin@fest-heidelberg.de




"Das Friedensgutachten 2017. Vorstellung und Podiumsdiskussion", Abendforum der Evangelischen Akademie zu Berlin, 30. Mai 2017, 18.00-20.00 Uhr, Französische Friedrichstadtkirche in Berlin

Die Ansätze für eine kooperative Weltordnung erodieren, globale Ungleichheit nimmt zu, Hoffnungen auf das Völkerrecht sind zurückgeworfen. Syrien steht für das Versagen der Staatengemeinschaft, Kriegsverbrechen und massenhafte Gräueltaten zu unterbinden. Annahmen im Westen, man könne mittels Militär Bürgerkriege eindämmen oder gar Demokratie erzwingen, haben sich nach den Erfahrungen in Afghanistan, im Irak und in Libyen als Trugschluss erwiesen. Auch deshalb wurde in Syrien lange nicht interveniert. Die Logik imperialer Realpolitik der Groß- und Regionalmächte gewinnt Oberhand. Russlands militärisches Eingreifen in der Ukraine und in Syrien fordern Deutschland und Europa in besonderer Weise heraus. Donald Trumps Wahl markiert eine Zäsur ins Ungewisse: Beendet „America first" die seit 1941 verfolgte Weltordnungspolitik der USA mit Protektionismus und neuer Hochrüstung?
Ausführliches Programm

Ansprechpartner an der FEST:
Dr. Corinna Hauswedell
Email: corinna.hauswedell@fest-heidelberg.de




"'Mehr Verantwortung für den Frieden'. Deutsche Außenpolitik in Zeiten des Umbruchs", 26. Mai 2017, 11:00–13:00 Uhr, Podiumsdiskussion, DEKT Berlin Messehallen

Podiumsdiskussion mit dem Bundesaußenminister auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag

Ort:
CityCube, Ebene 2, Halle B, Messe Berlin, Charlottenburg

Programm:
Impuls
Sigmar Gabriel MdB
Bundesaußenminister, Berlin

Podium
Sigmar Gabriel MdB

Dr. Agnes Abuom
Vorsitzende Zentralausschuss Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK), Nairobi/Kenia

Prof. Dr. Nicole Deitelhoff
Leiterin Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt/M.

Renke Brahms
Schriftführer, Friedensbeauftragter Ev. Kirche in Deutschland (EKD), Bremen

Moderation
Dr. Corinna Hauswedell
Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST), Heidelberg

Ansprechpartner an der FEST:
Dr. Corinna Hauswedell, Email: corinna.hauswedell@fest-heidelberg.de



Frieden und Nachhaltige Entwicklung

Frieden und Nachhaltige Entwicklung

Die Arbeit des Arbeitsbereiches Frieden und Nachhaltige Entwicklung findet in mehreren Themenfeldern statt:

Im Arbeitsbereich „Frieden und Nachhaltige Entwicklung“ werden Projekte durchgeführt, die die spezifische Forschungs- und Beratungskompetenz des Instituts in politiknahen Themenbereichen nutzen und weiterentwickeln. In der Orientierung des Arbeitsbereichs ist der im Institut bewährte interdisziplinäre Ansatz weiterhin bestimmend: Interdisziplinarität ist nicht nur eine Auseinandersetzung zwischen den methodischen Herangehensweisen der beteiligten Disziplinen, sondern bedeutet auch zu versuchen, Fragestellungen nicht vorrangig aus der Logik der Einzeldisziplinen zu entwickeln. Dieser Ansatz kann für viele aktuelle Forschungsfragen und für den Beratungsbedarf von Kirchen und anderen gesellschaftlichen Institutionen fruchtbar gemacht werden.

Dass Frieden zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung wurde, ergab sich aus der Betroffenheit über die Erfindung und den erstmaligen Gebrauch von Nuklearwaffen zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Als Alternative sowohl zu statisch definierten Friedensbegriffen als auch zu einem primär über Kriterien der Außen- und Sicherheitspolitik definierten Friedensverständnis wurde im Institut ein mehrdimensionales Modell entwickelt: Frieden als ein geschichtlicher Prozess der Minimierung von Not, der Eindämmung von Gewalt und der Verminderung von Unfreiheit.

Zwischenstaatliche Spannungen sind häufig überlagert und durchdrungen von sozialen Disparitäten innerhalb von Gesellschaften sowie von dem globalen Konflikt zwischen Nord und Süd, aber auch von zunehmender Ressourcenverknappung und der Zerstörung natürlicher Lebensgrundlagen. Vor diesem Hintergrund müssen die Bedingungen für die Möglichkeit einer nachhaltigen Entwicklung herausgearbeitet werden. Entwicklungsforschung ist in diesem Sinne der Versuch, auf der Grundlage „aufgeklärter Utopien“ zukunftsfähiger Gesellschaften konkrete Planungen zu entwerfen, die mit den Erfordernissen von Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft vereinbar sind.

Diesen Forschungsfragen gemeinsam ist die Frage nach Beiträgen, die die ökumenische Gemeinschaft der Christenheit zu einer neuen politischen Weltordnung leisten kann. Gerade in jüngster Zeit ergingen hier aus den Landeskirchen und der EKD mehrere Anfragen an die FEST, aus der sich das Bedürfnis nach einer längerfristigen Beratung kirchlicher Gremien in einigen Themenfeldern des Arbeitsbereichs erkennen lässt.

Darüber hinaus sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsbereiches persönliche Mitglieder kirchlicher Gremien in den Bereichen Frieden, Umwelt und Entwicklung (vgl. aktuellen Jahresbericht).

Dem Arbeitsbereich gehören an: