Evaluation „BiodiversitätsCheck in Kirchengemeinden“

Quelle: Erzbistum Köln

Titel: Sozio-ökonomische Evaluation der Teilprojekte des Verbundvorhabens „BiodiversitätsCheck in Kirchengemeinden“ (BiCK) im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt
Laufzeit: 
2021 bis 2026
 Gefördert von: 
Erzbistum Köln, Evangelische Kirche von Westfalen, Haus kirchlicher Dienste der Landeskirche Hannovers 
 Bearbeitet von:
Dorothee Rodenhäuser, Benjamin Held, Lisa Stadtherr
 
Ökosysteme an unterschiedlichen Kirchorten zu fördern und zugleich das Bewusstsein und Engagement für den Schutz biologischer Vielfalt in Kirchengemeinden zu stärken – dieses Ziel verfolgt das Verbundprojekt „BiodiversitätsCheck in Kirchengemeinden“ (BiCK). Die Projekte der drei Verbundpartner Erzbistum Köln, Evangelische Kirche von Westfalen und Haus kirchlicher Dienste der Landeskirche Hannovers sind Teil des Bundesprogramms Biologische Vielfalt. Bis 2026 werden sie insgesamt rund 170 Kirchengemeinden dabei unterstützen, Maßnahmen für den Artenschutz und zur ökologischen Aufwertung von Freiflächen durchzuführen und dauerhaft zu pflegen. 
 
Eine besondere Rolle spielt dabei die Partizipation von ehrenamtlich Engagierten, die mit Unterstützung biologischer Fachkräfte Naturschutzmaßnahmen planen und vielfach selbst umsetzen. Ihr Engagement wird zudem durch die Schulung von „Schöpfungsbotschafter*innen“ als Multiplikator*innen für das Thema biologische Vielfalt und Vernetzungsmöglichkeiten gefördert. Auf diese Weise soll das Projekt auch dazu beitragen, das Bewusstsein für den Schutz biologischer Vielfalt möglichst über die Projektlaufzeit hinaus in den beteiligten Kirchengemeinden zu verankern.
 
Die FEST begleitet die Teilprojekte im Rahmen einer sozio-ökonomischen Evaluation. Mit dieser wird seit 2022 untersucht, inwieweit es durch die Angebote von BiCK gelingt, das Bewusstsein der Teilnehmenden und die Strukturen des Engagements für Biodiversität in den Kooperationsgemeinden zu stärken. Neben einem Monitoring der Angebote und ihrer Nutzung werden unterschiedliche Teilnehmendenbefragungen durchgeführt. So sollen Veränderungen von Wissen, Einstellungen und Handeln in Bezug auf Biodiversität auf individueller Ebene und auf der Ebene der Kirchengemeinden sichtbar gemacht und Wirkungen des Projekts plausibilisiert werden. Nutzungsorientierte Zwischenauswertungen unterstützen Weiterentwicklungen bereits im Projektverlauf. Am Ende der Projektlaufzeit soll die Zielerreichung insgesamt bewertet und analysiert werden.
 
Im Jahr 2023 stand zunächst die Zwischenauswertung der Datenerhebungen 2022 im Vordergrund, mit der einerseits die Bestandteile und Abläufe der Evaluation überprüft, andererseits erste Erkenntnisse für den weiteren Umsetzungsprozess durch Workshops und Zwischenberichte in die Teilprojekte eingespielt wurden. Darüber hinaus wurden die drei Teilprojekte im Jahresverlauf auf ihrem jeweiligen Entwicklungspfad begleitet. So wurde im Projekt der EKvW eine zusätzliche Umfrage für das Schöpfungsbotschafter*innen-Programm konzipiert Im Erzbistum Köln wurde der Austausch mit den biologischen Fachkräften intensiviert. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Zahl von BiCK-Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche wurde u. a. gemeinsam ein Modul entwickelt, mit dem niedrigschwellig Feedback eingeholt werden kann.
Ansprechpartner

Dorothee Rodenhäuser

Wissenschaftliche Referentin Arbeitsbereich "Nachhaltige Entwicklung"

Dr. Carolin Banašek-Richter

Quelle: C. Banašek-Richter

Wissenschaftliche Referentin Arbeitsbereich "Nachhaltige Entwicklung"

Dr. Benjamin Held

Leiter des Arbeitsbereichs “Nachhaltige Entwicklung”