Titel: Umweltmanagement in (kirchlichen) Einrichtungen
Laufzeit:
fortlaufend
gefördert durch:
Erbacher Hof, Akademie und Tagungszentrum des Bistums Mainz
Kommende Dortmund, Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn
Bischöfliches Seminar, Eichstätt
Dienststelle der Bevollmächtigten des Rates der EKD, Berlin
Kirchenamt der EKD, Hannover
Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT), Fulda
bearbeitet von:
Volker Teichert
Oliver Foltin
Mit dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) sind Organisationen in der Lage, ihre Umweltauswirkungen zu reduzieren. EMAS zählt hierbei zu dem weltweit anspruchsvollsten Umweltmanagementsystem. In verschiedenen Projekten wurden durch Mitarbeiter der FEST fortlaufend unterschiedlichste Einrichtungen bei der Einführung von Umweltmanagementsystemen und deren kontinuierlicher Weiterentwicklung begleitet.
Zudem zeigt sich, dass immer mehr Organisationen EMAS als ein Instrumentarium verstehen, um den Anforderungen an ein glaubwürdiges Klimamanagement gerecht zu werden. Unzählige Aktivitäten sind direkt oder indirekt mit dem Ausstoß von Treibhausgasemissionen verbunden: Von Gebäudeheizung und Stromverbrauch über die Mobilität bis zu beschafften Nahrungsmitteln und Gütern sowie deren Logistik ist bislang kein Bereich emissionsfrei. Daher sollte in allen Bereichen danach gestrebt werden, klimafreundlich zu handeln. Hierfür sind eine Klimastrategie und umfangreiche Prozesse notwendig, die an vielen Stellen mit entsprechenden Beteiligungsformaten einhergehen sollten, um die Handlungsnotwendigkeiten, Herausforderungen, aber auch Lösungsansätze möglichst für alle nachvollziehbar zu machen. Eine Klimastrategie ordnet Aktivitäten wie Ziele, Maßnahmen und Indikatoren in einen übergeordneten Rahmen ein.
Im Oktober hat das Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags beschlossen, dass dieser „nach gängigen Standards klimaneutral“ werden soll. Der Kirchentag nähert sich hierbei von zwei Seiten dem Thema: von kirchlicher Seite und aus Großveranstaltungsperspektive. Während EKD und Landeskirchen bereits Wege zur Treibhausgasneutralität eingeschlagen haben, stehen Großveranstaltungen in der Regel bei dem Thema noch am Anfang – eine Blaupause für Großveranstaltungen gibt es nicht. Perspektivisch plant der Kirchentag hierbei wieder – analog zum Umweltmanagement in den 2000er Jahren – Vorreiter zu werden. Die FEST berät und begleitet den Kirchentag in diesem Prozess auf dem Weg zu Klimaneutralität.


