kommende Veranstaltungen

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kommende Veranstaltungen

"’Natürliche Künstlichkeit’. Plessners anthropologisches Grundgesetz: Logik und Deutungskraft", 16./17. Februar 2018, Workshop, FEST, Heidelberg

Themenblöcke
1. Plessners Biophilosophie als Grundlage seiner Anthropologie (Kristian Köchy & Francesca Michelini)
2. Exzentrische Positionalität – das zentrale Konzept der plessnerschen Anthropologie (Olivia Mitscherlich-Schönherr & Volker Schürmann)
3. Natürliche Künstlichkeit – Plessners erstes anthropologisches Grundgesetz (Ralf Becker & Matthias Wunsch)

Als öffentlicher Abendvortrag:
4. Philosophische Anthropologie – ein Paradigma zwischen Konstruktivismus und Realismus (Joachim Fischer)

5. Vermittelte Unmittelbarkeit und Utopischer Standort – Plessners zweites und drittes anthropologisches Grundgesetz (Hans-Peter Krüger) + Kommentar (Christopher Hilbert)
6. Artificial by Nature. Reading Plessner in the Age of Converging Technologies (Jos de Mul) + Kommentar (Thomas Ebke)

Im Rahmen des Workshops steht eine begrenzte Anzahl von Plätzen für nicht-referierende Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Verfügung. Eine unangemeldete Teilnahme ist nicht möglich. Interesse an einer Teilnahme bitten wir per E-Mail zu bekunden an einen der untenstehenden Ansprechpartner an der FEST.

Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt der FEST, Arbeitsbereich Theologie und Naturwissenschaft, und der Universität Kassel, Institut für Philosophie.

Ansprechpartner an der FEST:
PD Dr. Thomas Kirchhoff, 06221. 912242, thomas.kirchhoff@fest-heidelberg.de
PD Dr. Magnus Schlette, 06221. 912237, magnus.schlette@fest-heidelberg.de

Ansprechpartner an der Universität Kassel:
Prof. Dr. Dr. Kristian Köchy
Dr. Francesca Michelini


Joachim Fischer: "Philosophische Anthropologie – ein Paradigma zwischen Konstruktivismus und Realismus", 16. Februar 2018, 20:00 Uhr c.t., öffentlicher Vortrag im Rahmen des JOUR FIXE an der FEST, Heidelberg

Referent: Prof. Dr. habil. Joachim Fischer, Institut für Soziologie, Technische Universität Dresden

Beginn: 20:00 Uhr c.t. (nicht 18:00 Uhr)

Flyer

Beim Terminus „philosophische Anthropologie“ ist von der philosophischen Disziplin (mit dem ’Menschen’ als Themenfokus) unter dem gleichen Titel das unikate moderne Paradigma zu unterscheiden. Letzteres schlägt eine charakteristische Verfahrensweise zwischen Naturalismus und Konstruktivismus vor, um einen zukunftsoffenen und -resilienten Begriff des Menschen freizulegen. An diesem Paradigma „Philosophische Anthropologie“ der „exzentrischen Positionalität“ des menschlichen Lebewesens hat eine beachtliche Denkergruppe des 20. Jahrhundert im Verbund auf je eigene Weise gearbeitet – unter anderem Max Scheler, Helmuth Plessner, Arnold Gehlen, Karl Löwith und Hans Jonas. Der Vortrag skizziert die theoriegeschichtliche Konstellation und die theoriesystematische Potenzialität des Paradigmas angesichts der Herausforderungen der conditio humana im 21. Jahrhundert.

Joachim Fischer ist seit 2012 Honorarprofessor für Soziologie an der Philosophischen Fakultät der TU Dresden, seit 2012 Gastprofessor für Theoriegeschichte der „sozialen und politischen Ideen“ an der Universität Innsbruck. Von 2011 bis 2017 war er Präsident der Helmuth Plessner Gesellschaft. Mit Gerald Hartung (Wuppertal) ist er seit 2016 Leiter eines DFG-Projektes zur Edition der „Cirkel-Protokolle“ (1920-1950) von Nicolai Hartmann.
Die Schwerpunkte seiner Forschung sind:
- Soziologische Theorie und Sozialontologie
- Kultursoziologie und Kulturphilosophie
- Philosophische Anthropologie
- Neue Ontologie
- Forschungen zu Max Scheler, Helmuth Plessner, A. Gehlen, N. Hartmann.

Joachim Fischer ist Autor des Buches „Philosophische Anthropologie. Eine Denkrichtung des 20. Jahrhunderts“ (2008) und des Buches „Exzentrische Positionalität. Studien zu Helmuth Plessner“ (2016).

Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung erbeten unter: jour-fixe@fest-heidelberg.de


Weniger ist oft mehr. Suffizienz für Lebensqualität und nachhaltige Entwicklung, 22./23. Februar 2018, öffentliche Fachtagung, Tagungszentrum Hohenheim

Tagungsprogramm

Unsere Gesellschaft steht in den nächsten Jahren vor gewaltigen Herausforderungen. Bis 2050 soll die Transformation zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft gelingen. Effizienz und Suffizienz sind hier die Schlagworte. In der politischen und praktischen Diskussion stehen beide Begriffe für unterschiedliche konzeptionelle Ansätze. Die Tagung will einen Beitrag zur Aufklärung dieser Konzepte leisten und Gestaltungsideen diskutieren.

Bei Effizienz geht es primär um einen möglichst verbesserten Energie- und Ressourceneinsatz sowie eine minimale Umweltbelastung durch Emissionen und Abfälle. Dieses Konzept wird von Politik, Wirtschaft und Allgemeinheit zumeist positiv bewertet. Man glaubt, mit Effizienz die bisherige Wirtschafts- und Lebens-weise, ja sogar das Wirtschaftswachstum fortsetzen zu können, wenn auch in „begrünter“ Form und ohne größere Einschnitte. Dem stehen allerdings vielfach so genannte Rebound-Effekte entgegen: Mögliche Effizienzgewinne werden zunichte gemacht, weil Effizienzsteigerungen durch erhöhte Nutzung und Güterproduktion kompensiert werden.

Das Konzept der Suffizienz dagegen stellt das vorherrschende „Immer weiter, immer schneller, immer mehr“ bewusst in Frage. Dabei kommt neben der Warenproduktion und Erwerbsarbeit der informelle Sektor neu in den Blick – also Eigenarbeit, Selbstversorgung, gemeinsame Nutzung und Tausch von Gütern.
In der öffentlichen Debatte werden Effizienz und Suffizienz oft als gegensätzliche, sich ausschließende Strategien aufgefasst. Effizienz gilt häufig als wachstumsfördernd, Suffizienz dagegen vom Prinzip her als wachstumsmindernd. Wie so oft wird aber das Entweder-Oder der komplexen Realität nicht gerecht.

In dieser Veranstaltung sollen verschiedene Aspekte der beiden Strategieansätze und ihr Zusammenwirken beleuchtet und analysiert werden. Denn Effizienz und Suffizienz sind nicht immer trennbar, insbesondere nicht im Zeitablauf. Anhand konkreter Beispiele werden im Rahmen dieser Veranstaltung die Zusammenhänge veranschaulicht.

Fachtagung in Kooperation zwischen der FEST, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Carl-Auer Akademie und Ute Clement Consulting.

Ansprechpartner an der FEST
Dr. Volker Teichert, Tel. +49 6221 9122-20, E-Mail: volker.teichert@fest-heidelberg.de
Dr. Oliver Foltin, Tel. +49 6221 9122-33, E-Mail: oliver.foltin@fest-heidelberg.de

Rückfragen und Anmeldung: Beate Schnarr (schnarr@akademie-rs.de)


Altern als Aufgabe. Interdisziplinäre Perspektiven auf die Imperative und die soziale Wirklichkeit des Alterns, 07.–09. März 2018, öffentliche Tagung, Marsilius-Kolleg der Universität Heidelberg

„Altern“ ist ein dichtes Konzept, in dem Deskriptives und Normatives, Somatisches und Soziales eng ineinander greifen. Das Altern ist gleichermaßen Gegenstand von Hoffnungen, Ängsten und Wünschen wie von politischen Regulierungen und sozialen Vorgaben, die sich in Zielformulierungen für Alternde niederschlagen. „Bleib gesund!“ – „Steigere dich!“ – „Bring dich ein!“ – „Werde du selbst!“: Ohne dass sie immer explizit formuliert würden, stellen solche Imperative Hintergrundplausibilitäten des Alterns dar. Sie prägen gesellschaftliche Diskurse, Selbstwahrnehmungen und Alltagspraktiken und sie materialisieren sich in Prämissen der Sozial-, Gesundheits- und Demografiepolitik. Altern ist sowohl eine existenzielle, hochgradig diverse Herausforderung für jede einzelne Person als auch eine gesellschaftliche Aufgabe, die kaum reicher an Kontroversen sein könnte. In der Thematisierung des Alterns artikulieren sich die Ambivalenzen spätmoderner Gesellschaften. Weiterlesen

Ansprechpartner an der FEST
PD Dr. Thorsten Moos, Tel. +49 6221 9122-22, E-Mail: thorsten.moos@fest-heidelberg.de
PD Dr. Magnus Schlette, Tel. +49 6221 9122-37, E-Mail: magnus.schlette@fest-heidelberg.de


"’Natürliche Künstlichkeit’. Herausforderungen der Philosophischen Anthropologie", 21./22. September 2018, Workshop, Universität Kassel

Vortragsthemen
Philosophische Anthropologie in der Kontroverse
1. ’Natürliche Künstlichkeit’. Einschätzungen aus pragmatistischer Perspektive (Michael Hampe)
2. ’Natürliche Künstlichkeit’. Einschätzungen aus Frankfurter Perspektive (Tilo Wesche)
3. ’Natürliche Künstlichkeit’. Einschätzungen aus poststrukturalistischer Perspektive (Christine Hauskeller)
4. ’Natürliche Künstlichkeit’. Einschätzungen aus systemtheoretischer Perspektive (Volkhard Krech)

Die Zukunft menschlicher Selbst- und Welttransformation
1. ’Natürliche Künstlichkeit’. Eine technikphilosophische Verortung (Nicole C. Karafyllis)
2. ’Natürliche Künstlichkeit’. Eine transhumanistische Verortung (Gesa Lindemann)
3. ’Natürliche Künstlichkeit’. Eine anthropozän-theoretische Verortung (Jürgen Manemann)

Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt der FEST, Arbeitsbereich Theologie und Naturwissenschaft, und der Universität Kassel, Institut für Philosophie.

Ansprechpartner an der Universität Kassel:
Prof. Dr. Dr. Kristian Köchy
Dr. Francesca Michelini

Ansprechpartner an der FEST:
PD Dr. Thomas Kirchhoff, 06221. 912242, thomas.kirchhoff@fest-heidelberg.de
PD Dr. Magnus Schlette, 06221. 912237, magnus.schlette@fest-heidelberg.de