FEST Forschung Band 1

Erster Band der neuen Reihe „FEST Forschung“ zum Thema „Digitalisierung: Neue Technik – neue Ethik?“ veröffentlicht

Heidelberg, 17.11.2021 – Neue Technik – neue Ethik? Der heute bei der UB Heidelberg veröffentlichte Band, der im interdisziplinären Dialog an der FEST entstanden ist, fragt vor diesem Hintergrund in unterschiedlichen Wissenschafts- und Handlungsfeldern nach dem „Neuen“ in und durch digitale Technologien: Was ist das wirklich Neue? Entstehen neuartige Gegenstände, Werkzeuge, Wahrnehmungsformen, Erkenntnismittel, Fragestellungen, Akteure und/oder Kommunikationsformen? Ist überhaupt „Neues“ erkennbar oder setzen sich bestehende Fragestellungen in anderen Medien fort?

Die Veröffentlichung erfolgt im Rahmen der neu etablierten Reihe “FEST Forschung” und ist Open-Access, die Bände stehen also kostenfrei zum Download zur Verfügung, können aber auch als Druckexemplar bestellt werden.

Link zum Download des ersten Bandes


Kirchen müssen Vorreiter sein

Kirchen müssen Vorreiter sein

Heidelberg, 11.11.2021 – Die Klimaschutzverantwortlichen aus deutschen (Erz-)Bistümern und Landeskirchen, die ein Klimaschutzkonzept in Planung, Vorbereitung oder Umsetzung haben, haben sich am Mittwoch und Donnerstag, 10. und 11. November, zu ihrer jährlichen Tagung getroffen. Diese fand aufgrund der Coronaschutzmaßnahmen virtuell statt. Auf dem Programm standen Fachvorträge zu gelingenden Projekten und Strategien, Neuigkeiten aus der Förderlandschaft und der Austausch der Beteiligten. Neben dem Dauerbrennerthema „Gebäude und Bauen“ lag ein Schwerpunkt auf den Neuerungen in der Förderrichtlinie (Kommunalrichtlinie) des Bundesumweltministeriums. Diese sei für die meisten Bistümer und Landeskirchen, die ein Klimaschutzkonzept haben, der bestimmende Rahmen.

Organisiert wurde die Fachtagung mit rund 80 Teilnehmenden auf Initiative der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft und dem dort angesiedelten Projektbüro Klimaschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Kooperation mit den Landeskirchen von Baden und Westfalen sowie dem Bistum Würzburg. weiterlesen


Veröffentlichung Positionspapier

Treibhausgas- und Klimaneutralität in Kirchen – Positionspapier veröffentlicht
Heidelberg, 02.11.2021 – Das im Arbeitsbereich “Nachhaltige Entwicklung” erarbeitete Positionspapier zum Thema “Treibhausgas- und Klimaneutralität in Kirchen” steht zum Download zur Verfügung. Es befasst sich mit der Definition von Klimaschutzzielen und Reduktionspfaden im kirchlichen Kontext und soll kirchlichen Akteuren bei der Auseinandersetzung mit diesen Themen Orientierung bieten. Das Anliegen des Papier ist es, zu einem Fundament beizutragen, auf dem wirksame Klimaschutzstrategien und entsprechende Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden können.

Download “Treibhausgas- und Klimaneutralität in Kirchen. Positionspapier zur Definition von Klimaschutzzielen und Reduktionspfaden im kirchlichen Kontext”


Konsultationsprozess “Religionen, Diplomatie und Frieden” 2. Konsultation (AG2)

Konsultationsprozess “Religionen, Diplomatie und Frieden”
Zweites Treffen der Arbeitsgruppe “Religion und Gewalt” 

Heidelberg, 22.10.2021 – Am 14. und 15. Oktober ging es nach der Sommerpause weiter im Konsultationsprozess „Relgionen, Diplomatie und Frieden“ – die Arbeitsgruppe „Religion und Gewalt“ tagte digital (abermals Corona bedingt) und starte damit die zweite Runde der Veranstaltungsreihe. Dabei diskutierten die TeilnehmerInnen weiter zur Relevanz religiöser Gewaltphänomenen für die deutsche Außenpolitik. Mit kurzen Inputs und anschließenden lebhaften, wie ausgewogenen Diskussionen wurden die Bedeutung Heiliger Schriften und religiöser Traditionen für theologische Gewaltdiskurse der Gegenwart sowie Frage eines konstruktiven Umgangs mit religiösen Gewaltphänomenen verhandelt. Unterstützt wurde die Arbeitsgruppe diesmal von Gastbeiträgen durch Prof. Dr. Lars Berger, Dr. Michael Blume, Dr. Hans-Michael Haußig, Prof. Dr. Ruud Koopmans und Prof. Dr. Daniel Munteanu. Die Arbeitsgruppen „Religion und Recht“ sowie „Religion und Frieden“ werden vom 10. – 11. beziehungsweise vom 12. – 13. November zum zweiten Mal tagen.


Klimaschutz in der EKD und ihren Gliedkirchen

Klimaschutz in der EKD und ihren Gliedkirchen – Sachstandsbericht und Empfehlungen für die Weiterarbeit der neuen EKD-Synode

Heidelberg/Hannover (01.10.2021) – Seit November 2020 liegt der vierte EKD-Klimabericht vor. Er wurde auf Bitte des Rates und des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland für die EKD-Herbstsynode 2020 von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) erarbeitet. In dem aktuellen Klimabericht werden zunächst die Ergebnisse hinsichtlich der Frage analysiert, ob die von der EKD-Synode empfohlenen Ziele einer Reduktion von Treibhausgasen (THG) um 25 Prozent von 2005 bis 2015 sowie um 40 Prozent bis 2020 erreicht wurden.

Beide Ziele wurden deutlich verfehlt. Auf der virtuellen Synode 2020 wurde über die Zielverfehlung und daraus abzuleitende Konsequenzen – etwa eine deutliche Intensivierung der Klimaschutzmaßnahmen – allerdings nicht weitergehend diskutiert. Immerhin ist festzuhalten, dass inzwischen in fast allen Landeskirchen im Bereich Klimaschutz systematisch etwas gemacht wird. Aber das reicht nicht aus! Entscheidend wird vor allem sein, in den kommenden 5-10 Jahren die Treibhausgasemissionen drastisch zu senken. Dazu bedarf es auch einer klareren und drängenderen Sprache von Seiten der EKD-Synode und der Leitungspersonen von EKD und den Gliedkirchen.

In dem nun veröffentlichen Sachstandsbericht zum Klimaschutz in der EKD und ihren Gliedkirchen empfehlen die Autor/innen folgende Punkte:

1) Deutliche Verbesserung und zeitliche Beschleunigung auf der Umsetzungsebene, klarere Ansagen von Seiten der EKD

2) Anpassung der Klimaziele der EKD auf 2045 oder 2035 und Festlegung jährlicher Minderungsziele

3) Sofortprogramm für eine kirchliche Photovoltaikkampagne initiieren, um den Ausstoß von Treibhausgasemissionen sichtbar zu vermindern

4) Klimaschutz als Querschnittsthema dauerhaft in die Transformations- und Zukunftsprozesse von EKD und Gliedkirchen integrieren

Sachstandsbericht zum Download


“Jenseits des Patriarchats. Ansätze feministischer Theologien”

FEST kompakt. Analysen – Stellungnahmen – Perspektiven, Band 2

Jenseits des Patriarchats. Ansätze feministischer Theologien”

Heidelberg, 17.09.2021 – „Wenn Gott männlich ist, muß das Männliche Gott sein“ – so formulierte die amerikanische feministische Theologin Mary Daly 1973. Seitdem ist viel geschehen: Unterschiedliche Konzepte feministischer Theologie haben zentrale Zusammenhänge christlicher Theologie neu gedacht und von einer gerechteren Welt für Männer und Frauen geträumt. Dieses Buch stellt die zentralen Entwicklungslinien feministischer Theologien von ihren Anfängen bis in die Gegenwart dar. Zugleich skizziert es einen eigenen Ansatz, der die Möglichkeiten einer gegenwärtigen queeren geschlechterbewussten Theologie auslotet. weiterlesen

Download “Jenseits des Patriarchats. Ansätze feministischer Theologien”

Zur Autorin

Dr. Sarah Jäger ist evangelische Theologin. Sie war von 2016 bis 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. (FEST) im Rahmen des Konsultationsprozesses „Orientierungswissen zum gerechten Frieden – Im Spannungsfeld zwischen ziviler gewaltfreier Konfliktprävention und rechtserhaltender Gewalt“. Gegenwärtig arbeitet sie als Juniorprofessorin für Systematische Theologie/Ethik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Kontakt: sarah.jaeger@uni-jena.de


Gutachten “Sozialverträgliche Kompensation der CO2-Bepreisung im Verkehr” im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands erschienen

Gutachten “Sozialverträgliche Kompensation der CO2-Bepreisung im Verkehr” im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands erschienen

Heidelberg, 01.09.2021 – Im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hat die FEST zusammen mit dem Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft (FÖS) das Gutachten “Sozialverträgliche Kompensation der CO2-Bepreisung im Verkehr” veröffentlicht. Darin geht es um die Verteilungswirkungen der CO2-Bepreisung im Rahmen des Nationalen Emissionshandels (nEHS) im Bereich Mobilität, sowie die der in diesem Zuge beschlossenen Entlastungsmaßnahmen (Erhöhung der Entfernungspauschale, Einführung der Mobilitätsprämie, Senkung der EEG-Umlage). Zudem werden Maßnahmen vorschlagen, die zu einer sozialverträglichen Mobilitätswende beitragen.

Pressemitteilung zum und Download des Gutachtens “Sozialverträgliche Kompensation der CO2-Bepreisung im Verkehr”


Unterricht der Zukunft: BNE und Digitalisierung in der schulischen Bildungspraxis

Unterricht der Zukunft: BNE und Digitalisierung in der schulischen Bildungspraxis

Heidelberg, 15.07.2021 – Das Forum Schule der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung hat in den letzten Monaten zu den Möglichkeiten der Verknüpfung von Digitalisierung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Schulen ein Positionspapier erarbeitet. Festzustellen ist, dass sich für die schulische Bildung durch die Digitalisierung einerseits enorme Bildungschancen eröffnen, andererseits aber auch Risiken entstehen. Das Forum Schule hält daher eine Reflexion der Digitalisierung in der jetzigen Corona-Situation vor allem aus dem Blickwinkel der Schüler*innen, aber auch der Lehrer- und Elternschaft für sehr wichtig, damit der Digitalisierungsprozess nicht pädagogischen, schulpraktischen und BNE- bzw. NH-Kriterien zuwiderläuft. Digitalisierung ist das erste Schwerpunktthema des nationalen BNE-Prozesses im neuen UNESCO Programm „BNE-2030“. Download des Papiers

 


Auf dem Weg zur sozial-ökologischen Transformation Wie Nachhaltigkeit in der Evangelischen Kirche in Deutschland gelingt

Geschichten des Gelingens – Auf dem Weg zur sozial-ökologischen Transformation

Heidelberg, 01.07.2021 – Viele Grenzen der Belastbarkeit des Planeten sind überschritten – mit schwerwiegenden Folgen für das Leben auf dieser Erde. Die besorgniserregenden Folgen des Klimawandels und Artensterbens zeigen, dass es dringend umzusteuern gilt. Vor diesem Hintergrund sieht sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) als „Mahnerin, Mittlerin und Motor“ für eine nachhaltige Entwicklung. In Sachen Nachhaltigkeit geht sie in einigen Bereichen bereits mit gutem Beispiel voran. Wie das gehen kann, wird in der jüngst erschienenen Publikation „Auf dem Weg zur sozial-ökologischen Transformation“ gezeigt. In diesem Heft, das von dem Projektbüro für Klimaschutz und dem Referat Nachhaltigkeit der EKD herausgegeben wird, werden 32 „Geschichten des Gelingens“ vorgestellt. weiterlesen


 

Corona als Riss

“Corona als Riss: Perspektiven für Kirchen, Politik und Ökonomie”

Heidelberg, 23.09.2020 – In kaum vorstellbarer Weise hat die Corona-Pandemie unseren individuellen und kollektiven Alltag verändert. Sie hat unser privates und öffentliches Leben, unser wirtschaftliches, politisches und kulturelles Handeln in einen Ausnahmezustand versetzt. Vieles von dem, was bisher selbstverständlich war, ist es nicht mehr. Lebensweltliche Kontinuitäten haben Risse bekommen. Wie können wir auf die Corona-Pandemie und auf die mit ihr verbundenen Probleme, Herausforderungen und Dilemmata reagieren?

Für Kirche, Politik und Ökonomie entwickeln die Autorinnen und Autoren des Bandes „Corona als Riss“ Analysen und Perspektiven für die Zeit mit und nach Corona.

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Mit dem ersten Band ist auch der Beginn der neuen Reihe „FEST kompakt: Analysen – Stellungnahmen – Perspektiven“ verbunden. Dieser und auch die zukünftigen Bände werden auch online verfügbar sein: https://bit.ly/35z7DqD.

Interviews mit AutorInnen

„Religiöser Übermut ist unangebracht!“

Der Reiz der „Online-Church“