Sylvia Wittmer vom Thinktank polis180 zu Gast beim AB Frieden

Sylvia Wittmer vom Thinktank polis180 zu Gast beim AB Frieden

Heidelberg, 28.04.2021 – Bei der Arbeitsbereichssitzung des AB Frieden war am Dienstag Sylvia Wittmer, Mitbegründerin und Projektverantwortliche von Polis180, dem Grassroots-Thinktank für Außen- und Europapolitik, zu Gast. Sie ist dort für den Schwerpunkt „Religion und Außenpolitik“ mitverantwortlich, so dass sich gerade zum FEST-Projekt Religionen, Diplomatie und Frieden ein spannender Austausch entwickeln konnte.

 


 

Dr. André Ritter vom Europäischen Institut für interreligiöse und interkulturelle Forschung zu Gast beim Arbeitsbereich Frieden

Dr. André Ritter vom Europäischen Institut für interreligiöse und interkulturelle Forschung zu Gast beim Arbeitsbereich Frieden

Heidelberg, 24.02.2021 – Bei der letzten virtuellen Sitzung des Arbeitsbereiches Frieden war Dr. André Ritter vom Europäischen Institut für interreligiöse und interkulturelle Forschung zu Gast. Das Institut wurde 2004 gegründet und ist vor kurzem von Lichtenstein nach Heidelberg in die direkte Nachbarschaft der FEST umgezogen. Zurzeit ist das Institut vor allem in zwei Kooperationsprojekten mit Ring for Peace involviert, u.a. mit dem Fokus auf religiöse Bildungsarbeit. Das Institut ist dabei meist beratend und projektbegleitend tätig. Im Gespräch schienen viele gemeinsame Momente, sowohl thematisch als auch von den Vorgehensweisen auf. Beide Seiten wollen deshalb auch zukünftig im regelmäßigen Austausch bleiben und auch dauerhafte, feste Kooperationen anstreben.


 

Reflexion der Friedenssynode 2019 und deren Implikationen für die evangelische Seelsorge in der Bundeswehr

Reflexion der Friedenssynode 2019 und deren Implikationen für die evangelische Seelsorge in der Bundeswehr
Zweites Treffen der Arbeitsgruppe „Gewaltfreiheit zwischen Anspruch und Realität“

Heidelberg, 16.02.2021 – Im Rahmen des Konsultationsprozesses zur Reflexion der „Friedenssynode“ der EKD 2019 hat sich die Arbeitsgruppe „Gewaltfreiheit zwischen Anspruch und Realität“ am 12. und 13. Februar zum zweiten Mal (digital) getroffen und die Reihe der Konsultationstreffen beschlossen. In engagierten und lebhaften Diskussionen wurden die aus den Diskussionen des ersten Treffens hervorgegangenen Textentwürfe besprochen, die sich mit der Komplementarität und Komparativität von Gewaltfreiheit und rechtserhaltender Gewalt, der Frage nach der Bedeutung der Forderung nach Gewaltfreiheit für die Bundeswehr als Institution und die Soldatinnen und Soldaten als Personen sowie die evangelische Seelsorge in der Bundeswehr beschäftigten. Ebenso in Blick kamen die möglichen Auswirkungen einer Ausbildung zur Gewaltanwendung auf das gesellschaftliche Gewaltpotential. Am Ende des Treffens standen zwei zusätzliche Inputs, die Wege über die dichotomische und gelegentlich aporetische Aufstellung des Diskurses aufzeigen wollten.


 

Pluralität und Pluralismus in der evangelischen Friedensethik

Reflexion der Friedenssynode 2019 und deren Implikationen für die evangelische Seelsorge in der Bundeswehr
Zweites Treffen der Arbeitsgruppe „Pluralität und Pluralismus in der evangelischen Friedensethik“

Heidelberg, 27.01.2021 – Corona-bedingt digital hat sich die Arbeitsgruppe „Pluralität und Pluralismus in der evangelischen Friedensethik“ zum zweiten Mal getroffen, um dieses Mal vor allem die seit dem letzten Treffen entstandenen Texte in der Gruppe zu diskutieren. Die Fragen nach der Rolle der Kirche in der Öffentlichkeit, zu den Adressaten kirchlicher Kundgebungen, zur Frage nach einer einheitlichen Stimme der Kirche für den Frieden und nach Bedeutung des Gewissens für kirchliche Verlautbarungen wurden auch in der zweiten Runde intensiv und engagiert diskutiert. Zwei neue Teilnehmer:innen gaben Inputs zu weiterführenden Fragen, zum einen nach den staatskirchenrechtlichen Aspekten der öffentlichen Rolle der Kirche, zum anderen zu den Adressaten der kirchlichen Äußerungen aus publizistischer Perspektive. Im nächsten Schritt wird nun die Publikation eines Bandes mit den entstandenen Texten vorbereitet.


 

Militär und Frieden

Militär und Frieden

Die Verbindung von Militär und Frieden erscheint ambivalent. Zunächst steht das Militär für ein bzw. sogar für das Instrument der Kriegsführung, ermöglichen häufig erst bewaffnete Einheiten gewaltsame Konflikte und Kriege. Als Teil der Exekutive des Staates und Instrument des staatlichen Gewaltmonopols kommt ihm aber auch eine zivilisierende und friedensfördernde Funktion zu, stellt das staatliche Gewaltmonopol nach dem zivilisatorischen Hexagon (Dieter Senghaas) eine von sechs wesentlichen Friedensbedingungen dar. Mit dem Themenkomplex „Militär und Frieden“ verbinden sich verschiedenste aktuelle Anfragen: Wehrstrukturen beispielsweise verweisen auf die innere Verfasstheit von Streitkräften und ihre Stellung in der Gesellschaft, supranationale Streitkräfte verändern sicherheits- wie rüstungspolitische Diskurse, autonome Waffen wiederum stellen bisherige ethische Standards infrage. Entwicklungen dieser Art werden in den einzelnen Projekten auf ihre militärsoziologischen und sicherheitspolitischen Konsequenzen hin beleuchtet und friedensethisch reflektiert.

Projekte

Wie weiter? Die Bundeswehr 10 Jahre nach Aussetzung der Wehrpflicht (2021)

Lehrbuch „Militärsoziologie – Eine Einführung“, 3. Auflage (2020–2021)

Religion und Frieden

Religion und Frieden

Ausgehend vom Säkularisierungsparadigma haben die Sozialwissenschaften der Religion lange Zeit keinerlei Bedeutung beigemessen. Mittlerweile ist von einer Renaissance der Religion und des Religiösen die Rede. Das betrifft auch die Friedens- und Konfliktforschung, die – mit dem Ende des Kalten Krieges, dem Aufbrechen von ethnischen und Identitätskonflikten sowie Ereignissen wie die Anschläge vom 11. September 2001 – begonnen hat, sich mit dem Einfluss von Religion auf Gewaltkonflikte zu beschäftigen. Dabei ist vor allem das Gewaltpotenzial von Religionen in den Fokus der Aufmerksamkeit getreten. Ihre friedensstiftende Rolle geriet dagegen bisweilen in den Hintergrund. Diese wird – ohne die Ambivalenz des Religiösen zu vernachlässigen – in den Blick genommen und tiefergehenden Analysen zugeführt.

Projekte

Religionen, Diplomatie und Frieden (11/2020–07/2023)

Friedenspotenziale religiöser Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit (2019–2022)

Die Rolle von Religion in der Außenpolitik (2019–2020)

Gerechter Frieden

Gerechter Frieden

„Si vis pacem para pacem“ – unter dieser Maxime steht das Leitbild des gerechten Friedens, das in Deutschland, aber auch in großen Teilen der ökumenischen Bewegung als friedensethischer Konsens gelten kann. Damit verbindet sich ein Perspektivenwechsel: Nicht mehr der Krieg, sondern der Frieden steht im Fokus des neuen Konzeptes. So umfasst der gerechte Frieden „viel mehr als den Schutz von Menschen vor ungerechtem Einsatz von Gewalt“; er schließt „soziale Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit, Achtung der Menschenrechte und Sicherheit für alle Menschen“ mit ein (Ökumenischer Aufruf zum gerechten Frieden). Dennoch bleibt die Frage nach der Anwendung von Waffengewalt auch für das Konzept des gerechten Friedens virulent, gilt diese für einen Großteil seiner Vertreterinnen und Vertreter nach wie vor als ultima ratio.

Projekte

Reflexion der „Friedenssynode“ 2019 und deren Implikationen für die evangelische Seelsorge in der Bundeswehr (2020–2021)

Konsultationsprozess „Orientierungswissen zum gerechten Frieden“ (2016–2019)