Mobilitätsnetzwerk „Mobilität und Kirche“

Mobilitätsnetzwerk „Mobilität & Kirche“ – Wie könnte eine nachhaltige Mobilitätskultur aussehen?

Die Rolle der Kirchen

Die Menschen müssen die Natur respektieren, sie schützen und für sie Sorge tragen. Aber unser exzessiver Verbrauch fossiler Brennstoffe und anderer Ressourcen tut Menschen und der Erde große Gewalt an. Der Klimawandel, der nur eine der Folgen des menschlichen Lebensstils und nationaler Politik ist, bedroht Gerechtigkeit und Frieden auf der ganzen Welt.“

So formuliert es die Erklärung über den Weg des gerechten Friedens der 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen. Die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland, mit ihrer engmaschigen Präsenz im städtischen und ländlichen Raum, können ein wichtiger „Motor“ einer nachhaltigen Mobilitätskultur sein und sollten diese Chance auch nutzen. Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen sind Orte, um Perspektiven nachhaltiger Entwicklung Praxis werden zu lassen. Hierbei können gewohnte kulturelle Muster auf ihre Universalisierbarkeit hin hinterfragt und alternative Erfahrungsfelder geschaffen werden. Viele einzelne erprobte Aktivitäten sind aus ihrem Nischen-Dasein in die kirchliche und gesellschaftliche Praxis zu holen, denn Mobilität ist zurzeit nicht nachhaltig: So hat sich zum Beispiel der Energieverbrauch des Verkehrs in Deutschland seit 1960 mehr als verdreifacht, indem nicht mehr nur ein Fahrzeug pro Haushalt, sondern durchaus auch zwei oder drei Pkw pro Haushalt eingesetzt werden (so genannter Rebound-Effekt). Nahezu 30 Prozent des nationalen Endenergiebedarfs entfallen auf den Sektor Verkehr, davon basieren über 90 Prozent auf Erdöl.

Aus diesen grundsätzlichen Überlegungen heraus ist das Mobilitätsnetzwerk zum Thema „Mobilität & Kirche“ entwickelt worden.

Wir werden Sie auf dieser Seite regelmäßig über die Arbeits des Netzwerks informieren. Alle Informationen zur Gewinnungsphase des Netzwerks (Förderkennzeichen: 03K11413 – Bewilligungszeitraum: 01.09.2019 – 31.08.2020) finden Sie hier: https://wp.me/p8shLP-140

Die Idee: das Klimaschutznetzwerk „Mobilität & Kirche“

Der Verkehrssektor ist in erheblichem Maße für den Klimawandel verantwortlich. Rund ein Fünftel der in Deutschland ausgestoßenen CO2-Emissionen gehen auf das Konto der Mobilität. 84 Prozent stammen direkt aus den Auspuffen von Autos, Lastwagen und Motorrädern. Während sie in anderen Bereichen seit 1990 rückläufig sind, steigen die durch Mobilität verursachten CO2-Emissionen beständig an. Wenn man sich vor Augen führt, dass der CO2-Ausstoß langfristig um bis zu 80 Prozent reduziert werden muss, wird klar, vor welchen Herausforderungen wir stehen.

Uns war wichtig, dass sich das Netzwerk „Mobilität & Kirche“ einerseits inhaltlich klar von den Arbeitsinhalten der bestehenden Unterstützungsstrukturen, wie dem Projektbüro Klimaschutz, dem Netzwerk „Energie & Kirche“ und auch dem Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit unterscheidet. Andererseits sollen diese Aktivitäten alle ineinandergreifen und die Arbeit in den Landeskirchen und Bistümern durch das neue Netzwerk unterstützen.

Das Thema „Mobilität im kirchlichen Kontext“ scheint uns vor diesem Hintergrund ideal: Es ist in fast allen Klimaschutzkonzepten zwar eines der Kernthemen, dennoch bleibt hier noch viel zu tun. Es gibt bislang viele Ideen, jedoch wenig Erreichtes. Das Thema Mobilität betrifft zudem viele Mitarbeitende und Kirchenmitglieder – von der Leitungsspitze bis in die Kirchengemeinden. Fast alle Landeskirchen und Bistümer sind ähnlich weit mit der Bearbeitung des Themas, nur vereinzelte Akteure sind Vorreiter. – Ideale Voraussetzungen für eine strukturierte Zusammenarbeit.

Womit das nächste Stichwort gefallen ist: Die Förderung bietet die Chance einen strukturierten Austausch aufzubauen bzw. eine Zusammenarbeit zu etablieren. Die Richtlinie fordert regelmäßige Treffen mit einem „Arbeiten an dem Thema“ in der eigenen Organisation. Hierzu sind auch im Rahmen dieses Klimaschutznetzwerkes externe Unterstützungen vorgesehen. Die Netzwerktreffen sollen den regelmäßigen fachlichen Input liefern, damit man neue Ansätze findet und im Projekt weiterkommt.

Die netzwerkteilnehmenden Landeskirchen und Bistümer (Stand: 22.12.2020)

Bistum Aachen, Bistum Trier, Bremische Evangelische Kirche, Erzbistum Köln, Erzbistum München und Freising, Erzdiözese Freiburg, Ev. Kirche in Mitteldeutschland, Ev. Landeskirche in Baden, Ev. Kirche Hessen und Nassau, Ev. Kirche von Westfalen, Ev. Landeskirche in Württemberg, Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers, Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland 

Ständige Gäste: Deutscher Caritasverband und Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung

Netzwerkinterne Auftaktveranstaltung am 19.01.2021

Programm zum Download

Ansprechpartner Netzwerkmanagement

Lisa Stadtherr (Netzwerkmanagerin und Projektleitung), Tel.: 06221/9122-13, E-Mail: lisa.stadtherr@fest-heidelberg.de

Dr. Oliver Foltin (admininstrativer Ansprechpartner) , Tel.: 06221/9122-33, E-Mail: oliver.foltin@fest-heidelberg.de

Förderkennzeichen: 03K14156 – Bewilligungszeitraum: 01.11.2020 – 31.10.2023

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Klimaschutzziele jetzt angehen

Klimaschutzziele jetzt angehen

Heidelberg, 17.11.2020 – Die Klimaschutzverantwortlichen aus deutschen (Erz-)Bistümern und Landeskirchen, die ein Klimaschutzkonzept in Planung, Vorbereitung oder Umsetzung haben, haben sich am 10./11.11. zu ihrer jährlichen Tagung getroffen. Diese fand aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen virtuell statt. Organisiert wurde die Fachtagung auf Initiative der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft und dem dort angesiedelten Projektbüro Klimaschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Kooperation mit den evangelischen Landeskirchen von Baden und Westfalen sowie dem Bistum Würzburg. weiterlesen


 

Florian Stienen

Florian Stienen (wissenschaftliche Hilfskraft)

 

Wissenschaftliche Hilfskraft im Arbeitsbereich Frieden, Projekt „Religionen, Diplomatie und Frieden“

E-Mail: florian.stienen@fest-heidelberg.de

Fachrichtung
Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung

 

Arbeitsschwerpunkt

Friedens- und Konfliktforschung
Religion in internationalen und innerstaatlichen Konflikten
Nuklearwaffen und nukleare Abrüstung

Aktuelle Forschungsprojekte

Vita

  • 2011–2015 Bachelor-Studium „Governance and Public Policy – Staatswissenschaften“, Universität Passau; Schwerpunkte: Politikwissenschaft, Global Governance
  • 2015–2020 Master-Studium „Internationale Studien/Friedens- und Konfliktforschung“, Goethe Universität Frankfurt am Main und Technische Universität Darmstadt

Publikationen

Stienen, Florian (2014): „Kolumbiens Staatlichkeit – Inwiefern kann in Kolumbien von einer sich stabilisierenden Staatlichkeit gesprochen werden?“ in: Passauer Journal für Sozialwissenschaften Heft 1/2014, 30 – 43.

Dr. Madlen Krüger

Dr. Madlen Krüger

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Frieden, Projekt „Religionen, Diplomatie und Frieden“

Schmeilweg 5, D-69118 Heidelberg
Telefon: 06221-9122-46
Fax: 06221-167257

E-Mail: madlen.krueger@fest-heidelberg.de

Fachrichtung
Religionswissenschaft, Indologie

 

Arbeitsschwerpunkt

Religion und Politik
Religiöse Vielfalt; Pluralismusdiskurse; Säkularitäten
Religion und Gewalt; Religiöser Fundamentalismus
Interreligiöser Dialog
Hindu-Religionen, Buddhismus, Asiatisches Christentum, Islam in Süd – und Südostasien

Aktuelle Forschungsprojekte

Vita

  • 1998–2006 Studium der Religionswissenschaft, Indologie und Zentralasienwissenschaften an der Universität Leipzig und der Jawaharlal Nehru University New Delhi, Indien
  • 2008–2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Religionswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Käte Hamburger Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“ der Ruhr-Universität Bochum
  • 2013–2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehrforschungsprojekt „No Problem! Indien im globalen Kontext“. inSTUDIES – Ruhr-Universität Bochum
  • 2015 Promotion in Fach Religionswissenschaft (Dr. phil.) an der Ruhr-Universität Bochum
  • 2015–2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG – Forschungsprojekt „Religiöser Pluralismus im Diskurs – Buddhisten, Christen und Muslime in Myanmar und ihr Umgang mit religiöser Pluralität“ am Seminar für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie an der WWU Münster
  • 2018 Senior Research Fellow der Kolleg-Forschergruppe „Multiple Secularities – Beyond the West, Beyond Modernities“ der Universität Leipzig mit dem Projekt: „Notions of Secularity within the Discourse of Democratization in Myanmar“
  • Seit 2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Frieden der FEST

Lehrtätigkeit

Zahlreiche Lehrveranstaltungen an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Akademie für Verfassungsschutz, Universität Leipzig, Hochschule Bochum, Phillips-Universität Marburg und der Ruhr-Universität Bochum.

Aktuelle Veranstaltung:

WiSe 2020/2021 Seminar „Das Verhältnis religiöser Mehrheiten und Minderheiten in pluralen Gesellschaften – Selbstwahrnehmungen und Grenzziehungen“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Publikationen

Monographien und Herausgeberschaften

Krüger, Madlen (2019): Das Verhältnis von Buddhismus und Politik in Sri Lanka. Narrative Kontinuität durch Traditionskonstruktion (Reihe Religionswissenschaft, Band 22). Frankfurt a.M.: Peter Lang.

Krüger, Madlen (2021): Großhans, Hans-Peter/ Krüger, Madlen/ Ngun Ling, Samuel/ Schmidt-Leukel, Perry (Hg.): Contested Identities: Ethnic and Religious Diversity in Myanmar. New York: Bloomsbury Academic. (in Bearbeitung)

Buchbeiträge

Krüger, Madlen (2021): „Entanglements of Ethnicity, Religion and Region“, in: Großhans, Hans-Peter/ Krüger, Madlen/ Ngun Ling, Samuel/ Schmidt-Leukel, Perry (Hg.): Contested Identities: Ethnic and Religious Diversity in Myanmar, New York: Bloomsbury Academic. (in Bearbeitung)

Krüger, Madlen (2021): „Being Mon – Buddhist-Muslim Relations“, in: Großhans, Hans-Peter/ Krüger, Madlen/ Ngun Ling, Samuel/ Schmidt-Leukel, Perry (Hg.): Contested Identities: Ethnic and Religious Diversity in Myanmar. New York: Bloomsbury Academic. (in Bearbeitung)

Krüger, Madlen (2020): „The Emergence of Different Conceptions of Religious Pluralism in Myanmar“, in: Fahy, John (ed.): Emergent Religious Pluralism, London: Palgrave Macmillan.

Krüger, Madlen (2017): „Theravada Buddhism and Politics“, in: Großhans, Hans-Peter et al. (Hg.): Buddhist and Christian Attitudes to Religious Diversity. Yangon: Ling’s Family Publications, 234–244.

Krüger, Madlen (2014): „Unser Indien oder euer Indien? Indien in der europäischen Wahrnehmung“, in: Hans Günter Golinski (Hg.): Sparsha – Berührung der Sinne. Ritual und zeitgenössische Kunst in Indien. Leipzig: E.A. Seemann Verlag, 98–103.

Krüger, Madlen/ Wortmann, Sven/ Wolf, Ann-Kathrin/ Wevelsieb, Lisa (2012): „Krishna – Indische Miniaturen und Palmblätter“, in: Poßegger, Iris/ Bretfeld, Sven (Hg.): Von Thangka bis Manga. Bild-Erzählungen aus Asien, Leipzig: E.A. Seemann Verlag, 107–143.

Krüger, Madlen (2009): „‚Sangha Power!‘ – Legitimationsstrategien politischer Mönche in Sri Lanka“, in: Hase, Thomas (Hg.), Mauss, Buddhismus, Devianz, Festschrift für Heinz Mürmel zum 65. Geburtstag, Marburg: diagonal-Verlag, 217–231.

Zeitschriftenbeiträge

Krüger, Madlen (2021): „Stereotyping the Other – Buddhists, Muslims, Christians and Hindus and their Perception of the Other in Contemporary Myanmar“. The Journal of Burma Studies (under review)

Krüger, Madlen (2016): „Demarcation Versus Conjunction. Challenged Interdependencies of Religious and Secular Notions in Pre-Colonial, Colonial and Post-Colonial Times in Sri Lanka“. Special Issue: Religion as a Colonial Concept in Modern History (America, Asia), SMSR 82 (2), 2016, 814–838.

Almedina Fakovic, M.A.

Almedina Fakovic, M.A.

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Frieden, Projekt „Religionen, Diplomatie und Frieden“

Schmeilweg 5, D-69118 Heidelberg
Telefon: 06221-9122-45
Fax: 06221-167257

E-Mail: almedina.fakovic@fest-heidelberg.de

Fachrichtung
Islamische Theologie, Philosophie, Ethnologie

 

Arbeitsschwerpunkt

Islamische Mystik (Geschichte und Gegenwart)
Dialog der Religionen

Aktuelle Forschungsprojekte

Vita

  • 2005 Abitur in Rüsselsheim am Main
  • 2005–2013 Studium der Philosophie und Ethnologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, Abschluss: Magistra Artium (M.A.)
  • 2013–2017 Kollegiatin des Graduiertenkollegs „Islamische Theologie“ der Stiftung Mercator
  • 2013–2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Islamische Theologie (ZITh) an der Eberhard Karls Universität in Tübingen
  • seit 2013 Promotionsstudium, Thema der Dissertation: „Islamisch-mystische Netzwerke in Europa. Das Beispiel der Sufi-Bewegung Hazrat Inayat Khans“
  • seit 11/2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FEST im Arbeitsbereich Frieden, Projekt „Religionen, Diplomatie und Frieden“

Lehrtätigkeit

Zentrum für Islamische Theologie (ZITh), Eberhard Karls Universität Tübingen

  • SS 2016 „Mystik in der Moderne“ (Übung)
  • SS 2016 „Women and Religion“ (Seminar)
  • SS 2016 „Women and Religion“ (Ringvorlesung)
  • SS 2018 „Mystik in der Moderne“ (Übung)
  • SS 2018 „Gott ist schön und Er liebt die Schönheit“ – Grundlagen der Ästhetik (Seminar)
  • WS 2018/2019 „Lektüre mystischer Literatur“ (Seminar)

Neue Technik – neue Ethik? Interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den Folgen der digitalen Transformation

Neue Technik – neue Ethik? Interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den Folgen der digitalen Transformation

Die gemeinsame Auseinandersetzung des FEST-Kollegiums mit der digitalen Technik stellt sich der Frage, was das wirklich Neue dieser Technik ist. Zum einen sind an neuartige Gegenstände, die sie hervorbringt, sowie die Möglichkeiten, diese als Werkzeuge einzusetzen, zu denken. Auch ist davon auszugehen, dass mit dieser Entwicklung neue Wahrnehmungsformen, Er-kenntnismittel und Fragestellungen einhergehen werden. Schließlich können daraus auch neue Typologien von Akteuren und/oder Kommunikationsformen entstehen. Zum anderen bleibt aber kritisch zu hinterfragen, ob die Neuartigkeit der Technik und ihrer Folgen wirklich so grundle-gend ist? Spätestens, wenn auch die Konfiguration von Akteuren Teil der Veränderungen ist, stellen sich ethische Fragen. Zu bedenken sind mögliche Veränderungen von ethischen Normen, Werten, Prinzipien, gute Praxen und Kategorien, aber auch von grundlegenden Narrativen und Auffassungen der Gegenstände. Diese können Anpassungen erfordern oder aber auch gänzlich neue ethische Fragestellungen beinhalten. Dieser Problemzusammenhang soll aus den jeweili-gen Perspektiven der Mitglieder des FEST-Kollegiums interdisziplinär verhandelt werden.

Format: Kollegiumsarbeit, Publikation in der Reihe FEST Forschung
Mitarbeitende des Arbeitsbereichs: Dr. Johannes Frühbauer und Dr. Hendrik Stoppel

Jana Nordbruch, M.A.

Jana Nordbruch, M.A.

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Frieden

Schmeilweg 5, D-69118 Heidelberg
Telefon: 06221-9122-38
Fax: 06221-167257

E-Mail: jana.nordbruch@fest-heidelberg.de

Fachrichtung
Politikwissenschaft

 

Arbeitsschwerpunkte

Universitäre Ausbildung

  • 2013-2017 Studium der Germanistik und Sozialwissenschaften, Universität Münster
  • 2017-2020 Studium der Politischen Wissenschaft (Schwerpunkt Internationale Beziehungen) und Bildungswissenschaften, Universität Heidelberg

Publikationen

Buchbeiträge

2020

Werkner, Ines-Jacqueline/ Ilka, Henrike/ Frühbauer, Johannes/ Nordbruch, Jana/ Stoppel, Hendrik/ Toropova, Maria (2020): "Die Corona-Pandemie - eine Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit?", in: Held, Benjamin/ Kirchhoff, Thomas/ van Oorschot, Frederike/ Stoellger, Philipp/ Werkner, Ines-Jacqueline (Hg.): Corona als Riss. Perspektiven für Kirche, Politik und Ökonomie. Heidelberg: Universitätsbibliothek Heidelberg.


Corona als Riss

„Corona als Riss: Perspektiven für Kirchen, Politik und Ökonomie“

Heidelberg, 23.09.2020 – In kaum vorstellbarer Weise hat die Corona-Pandemie unseren individuellen und kollektiven Alltag verändert. Sie hat unser privates und öffentliches Leben, unser wirtschaftliches, politisches und kulturelles Handeln in einen Ausnahmezustand versetzt. Vieles von dem, was bisher selbstverständlich war, ist es nicht mehr. Lebensweltliche Kontinuitäten haben Risse bekommen. Wie können wir auf die Corona-Pandemie und auf die mit ihr verbundenen Probleme, Herausforderungen und Dilemmata reagieren?

Für Kirche, Politik und Ökonomie entwickeln die Autorinnen und Autoren des Bandes „Corona als Riss“ Analysen und Perspektiven für die Zeit mit und nach Corona.

Online-Version abrufen                               Print-Version kaufen

Mit dem ersten Band ist auch der Beginn der neuen Reihe „FEST kompakt: Analysen – Stellungnahmen – Perspektiven“ verbunden. Dieser und auch die zukünftigen Bände werden auch online verfügbar sein: https://bit.ly/35z7DqD.

Interviews mit AutorInnen

„Religiöser Übermut ist unangebracht!“

Der Reiz der „Online-Church“


 

Lehrbuch „Militärsoziologie – Eine Einführung“

Lehrbuch „Militärsoziologie – Eine Einführung“ (2020–2021)

Das Lehrbuch „Militärsoziologie – Eine Einführung“, herausgegeben von Nina Leonhard und Ines-Jacqueline Werkner, ist 2005 im Springer VS erschienen. Eine zweite aktualisierte und ergänzte Auflage erfolgte 2012. Nun steht das Lehrbuch vor seiner dritten Auflage. Auch in dieser sollen die Beiträge nicht nur aktualisiert, sondern – entsprechend dem Fortschreiten des Forschungsstandes – um weitere Themen ergänzt werden.

Format: Lehrbuch in der 3. aktualisierten und ergänzten Auflage
Projektverantwortlich: PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner in Kooperation mit PD Dr. Nina Leonhard (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam)

digital. parochial. global. Was ist Kirche heute?

Digital – parochial – global?! Ekklesiologische Perspektiven im Digitalen

Positionspapier zur digitalen Ekklesiologie: Präsent sein.


Bildnachweis: Mrak – adobe.com

Leib Christi, Institution, Unternehmen, Verein, Netzwerk, Gemeinschaft der Heiligen – die Vorstellungen davon, was Kirche ist und was sie sein könnte, waren schon immer vielfältig, widersprüchlich und strittig. In der evangelischen Tradition ist Kirche dort, wo „das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente laut dem Evangelium gereicht werden“ (CA VII).

Angesichts steigender kirchlicher Online-Aktivitäten und Netzwerke gerade angesichts der außerordentlichen Herausforderungen durch die pandemiebedingten Einschränkungen des analogen kirchlichen Lebens stellen sich viele Fragen neu und dringlicher: Wo, wer oder was ist eigentlich Kirche? Wo und wie wird gepredigt und werden die Sakramente gereicht? Wie verändert sich das religiöse Bewusstsein? Wie stehen die unterschiedlichen Formen von Offline- und Online-Kirche zueinander? Was verändert sich, wenn die „Zirkulation des religiösen Bewusstseins“ auch im digitalen Raum in Gang kommt? Was heißt „Priestertum aller Gläubigen“? Wie viel Professionalität, Ordnung und Hierarchie sind nötig?

Die Workshopreihe greift diese ekklesiologischen Fragen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis auf. Praktiker*innen, Wissenschaftler*innen und Kirchenleitende kommen in drei Workshops über diese Fragen miteinander ins Gespräch. Nach Impulsen aus der Praxis und der Dogmatik möchten wir gemeinsam ein Thesenpapier zu diesen Fragen zu erarbeiten, das für die weitere Diskussion in Theologie und Kirche(n) online und offline genutzt werden kann.

Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Evangelischen Akademie im Rheinland und der Evangelischen Akademie in der Pfalz statt.

Die Workshops finden digital statt. Die Anmeldung zu den Workshops ist formlos möglich per E-Mail an Selina Fucker.

Workshop I – Gottesdienst, Liturgie und Verkündigung
16. Oktober 2020, 11-17 Uhr, digital

Referent*innen: Prof. Dr. Helmut Schwier (Praktische Theologie/Homiletik, Heidelberg), OKR Matthias Kreplin (Ev. Oberkirchenrat Karlsruhe), Wolfgang Loest (Lippische Landeskirche), Prof. Dr. Ilona Nord und Prof. Dr. Thomas Schlag (CONTOC)

Eine Dokumentation des Workshops mit allen Vorträgen finden Sie hier.

Workshop II – Abendmahl
29. Januar 2021, 11-17 Uhr, digital

Referent*innen: Prof. Dr. Friederike Nüssel (Ökumenische Theologie, Heidelberg), Prof. Dr. Christoph Markschies (Christentumsgeschichte, Berlin), Landesbischof Prof. Dr. Cornelius-Bundschuh (Ev. Oberkirchenrat Karlsruhe), Dr. Frank Vogelsang (Ev. Akademie im Rheinland, Düsseldorf)

Workshop III – Amt und Gemeinschaft
9. April 2021, 11-17 Uhr, digital

Referent*innen: Prof. Dr. Kristin Merle (Praktische Theologie, Hamburg), Dr. Horst Gorski (Kirchenamt der EKD), Nico Ballmann (Ev. Kirche im Rheinland), Prof. Dr. Ilona Nord und Prof. Dr. Thomas Schlag (CONTOC)

Workshop ÖKT
12.-16. Mai 2021, Frankfurt

Tagung „Digital – lokal – parochial? Was ist Kirche heute?“
17.-18. September 2021, Landau (Ev. Akademie in der Pfalz)