Lehrbuch „Militärsoziologie – Eine Einführung“

Lehrbuch „Militärsoziologie – Eine Einführung“ (2020–2021)

Das Lehrbuch „Militärsoziologie – Eine Einführung“, herausgegeben von Nina Leonhard und Ines-Jacqueline Werkner, ist 2005 im Springer VS erschienen. Eine zweite aktualisierte und ergänzte Auflage erfolgte 2012. Nun steht das Lehrbuch vor seiner dritten Auflage. Auch in dieser sollen die Beiträge nicht nur aktualisiert, sondern – entsprechend dem Fortschreiten des Forschungsstandes – um weitere Themen ergänzt werden.

Format: Lehrbuch in der 3. aktualisierten und ergänzten Auflage
Projektverantwortlich: PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner in Kooperation mit PD Dr. Nina Leonhard (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam)

digital. parochial. global. Was ist Kirche heute?

Digital – parochial – global?! Ekklesiologische Perspektiven im Digitalen

Positionspapier zur digitalen Ekklesiologie: Präsent sein.

Leib Christi, Institution, Unternehmen, Verein, Netzwerk, Gemeinschaft der Heiligen – die Vorstellungen davon, was Kirche ist und was sie sein könnte, waren schon immer vielfältig, widersprüchlich und strittig. In der evangelischen Tradition ist Kirche dort, wo „das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente laut dem Evangelium gereicht werden“ (CA VII).

Angesichts steigender kirchlicher Online-Aktivitäten und Netzwerke gerade angesichts der außerordentlichen Herausforderungen durch die pandemiebedingten Einschränkungen des analogen kirchlichen Lebens stellen sich viele Fragen neu und dringlicher: Wo, wer oder was ist eigentlich Kirche? Wo und wie wird gepredigt und werden die Sakramente gereicht? Wie verändert sich das religiöse Bewusstsein? Wie stehen die unterschiedlichen Formen von Offline- und Online-Kirche zueinander? Was verändert sich, wenn die „Zirkulation des religiösen Bewusstseins“ auch im digitalen Raum in Gang kommt? Was heißt „Priestertum aller Gläubigen“? Wie viel Professionalität, Ordnung und Hierarchie sind nötig?

Die Workshopreihe greift diese ekklesiologischen Fragen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis auf. Praktiker*innen, Wissenschaftler*innen und Kirchenleitende kommen in drei Workshops über diese Fragen miteinander ins Gespräch. Nach Impulsen aus der Praxis und der Dogmatik möchten wir gemeinsam ein Thesenpapier zu diesen Fragen zu erarbeiten, das für die weitere Diskussion in Theologie und Kirche(n) online und offline genutzt werden kann.

Die Anmeldung zu den Workshops ist in Kürze möglich.

Workshop I – Gottesdienst, Liturgie und Verkündigung
16. Oktober 2020, FEST Heidelberg

Workshop II – Abendmahl
29. Januar 2021, FEST Heidelberg

Workshop III – Amt und Gemeinschaft
9. April 2021, FEST Heidelberg

Workshop ÖKT
12.-16. Mai 2021, Frankfurt

Tagung „Digital – lokal – parochial? Was ist Kirche heute?“
17.-18. September 2021, Landau (Ev. Akademie in der Pfalz)

Mensch 4.0

Mensch 4.0. Theologische Anthropologie in veränderten medialen Konstitutionsbedingungen

Dass der digitale Medienwandel mit grundlegenden Veränderungen der Konstitutionsbedingungen des Menschen einher geht, scheint sozialwissenschaftlich und philosophisch Konsens zu sein. Auch in der Theologie wächst das Bewusstsein, dass das Erleben von Raum, Zeit und gegenständlicher Realität primär medial vermittelt ist. Digitale Medialität und das Leben in digital-analogen Hybridräumen bestimmt daher sowohl das Selbsterleben als auch die Sozialität menschlichen Lebens. Ansätze zur Bearbeitung dieser Fragen gibt es im Feld der Theologie bislang v.a. aus der Perspektive der Praktischen Theologie und Bildungstheorie. In der Systematischen Theologie stehen die Konzepte von Personalität und Leiblichkeit im Vordergrund. Bestehende philosophische und kulturwissenschaftliche Debatten kommen kaum in den Blick.

Offen ist derzeit eine theologische Auseinandersetzung mit diesen Fragen, die sowohl die Breite der disziplinären Perspektiven verbindet als auch das interdisziplinäre Gespräch sucht. Um diesem Desiderat zu begegnen ist ein Konsultationsprozess geplant, der diese Fragen in der Perspektive der unterschiedlichen theologischen Disziplinen und ihres Zugriffs auf anthropologische Fragestellungen in den Blick nimmt. Themenspezifisch werden philosophische, sozialwissenschaftliche, psychologische und medientheoretische Perspektiven mit diesen ins Gespräch gebracht.

Verantwortet wird der Konsultationsprozess von Prof. Dr. Michael Moxter, Prof. Dr. Peter Lampe, Prof. Dr. Jürgen van Oorschot, Dr. Lars Allolio-Näcke und Dr. Frederike van Oorschot. Die Arbeitsgruppe ist derzeit im Aufbau.

Neue Theologie?!

Neue Theologie?!

Unter dem Titel „Neue Theologien“ firmiert die beim EKD-Netzwerk „Digitalisierung“ im März 2020 eingesetzte Arbeitsgruppe zur Frage, wie sich theologische Arbeitsweisen und Inhalte durch den digitalen Wandel verändern. Unter der Leitung von Dr. van Oorschot, Dr. Florian Höhne (Berlin) und Prof. Kristin Merle (Hamburg) wird diese Arbeitsgruppe an die FEST angebunden sein. Workshops für 2021 sind derzeit in Planung.

Cursor_ Zeitschrift für explorative Theologie

Cursor_ Zeitschrift für explorative Theologie

Verbunden ist diese Reflexion auf die Wissenschaftstheorie mit einem Projekt zur digitalen Wissenschaftspraxis: Das theologische Open-Access Journal „Cursor_ Zeitschrift für explorative Theologie“, an dem Dr. van Oorschot als Herausgeberin beteiligt ist, erkundet Formen und Potentiale digitaler Wissenskommunikation. In Kooperation mit heiUP (Heidelberg University Publishing) werden digitale Diskussions- und Partizipationsformate genutzt, um theologische und kirchliche Debatten innovativ zu vernetzen. Die Zeitschrift wird durch die Evangelische Landeskirche in Baden gefördert.(https://cursor.pubpub.org/)

Verantwortlich für den Schwerpunkt ist Dr. Frederike van Oorschot.

Vorträge:

  • Digitale Theologische Öffentlichkeiten, Tagung „Bubbles and Bodies. Zur materiellen Basis der Öffentlichkeit“, 09.11.2018, Linz

Perspektiven aus der FEST zur Corona-Pandemie

Perspektiven aus der FEST zur Corona-Pandemie

Heidelberg, 21.04.2020 – Bereits heute ist absehbar, dass Covid-19 die Welt verändern wird. Die Konsequenzen einer ungezähmten Ausbreitung des Virus sind so dramatisch, dass viele Gesellschaften zunächst einmal bislang nicht für möglich gehaltene Veränderungen und Einschränkungen ihres alltäglichen Lebens hinnehmen. Menschen haben aber mittlerweile begonnen, über Wege aus der Krise nachzudenken. Wer durch die Krise nicht ganz die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft verliert, der muss das auch tun. Und es ist auch verständlich, dass jede und jeder zuallererst in der Perspektive seiner Welt, in der Perspektive der Themen, die sie oder ihn bislang umgetrieben haben, versucht zu begreifen, was die Corona-Krise dafür bedeutet und wie sie zu den Problemen ins Verhältnis zu setzen ist, die uns seit langen Jahren beschäftigen. Auch die Mitarbeitenden der FEST versuchen in ihren Disziplinen die Corona-Pandemie in Beziehung zu ihren bisherigen Fragestellungen zu bringen. Eine Auswahl dieser Überlegungen ist nachfolgend zusammengestellt.

Gerd Altmann/Pixabay

 

Frederike van Oorschot: Cursor_Viral (Special Issue): Dieses Sonderheft beschäftigt sich mit der Corona/COVID-19-Pandemie. Sukzessive und in kurzen Abständen werden neue Beiträge mit unterschiedlichen theologischen Perspektiven auf die Corona-Krise veröffentlicht: Link zum Sonderheft

Frederike van Oorschot: Präsent sein. Ekklesiologische Perspektiven auf das kirchliche Leben unter den Bedingungen des Infektionsschutzes und in seiner Folgen. Download hier und epd-Dokumentation 23/2020 (im Erscheinen)

Thomas Lange: Steuerungsprobleme der öffentlichen Gesundheit auf internationaler, regionaler und nationaler Ebene: Forschungsperspektiven für die Governance der COVID-19-Krise: Link

Volker Teichert, Hans Diefenbacher und Oliver Foltin: Corona-Pandemie und Klimaschutz – einige Anregungen zur Diskussion: Download hier und epd-Dokumentation 22/2020

Volker Teichert, Hans Diefenbacher und Oliver Foltin: Corona-Pandemie und Klimaschutz. Corona Sustainability Compass: Der Wissenschaftsblog von Umweltbundesamt, Future Earth, International Science Council und Stiftung 2°: Link

Volker Teichert, Hans Diefenbacher und Oliver Foltin: Menschenwürdiges Leben für alle gewährleisten. Stellungnahme für einen nachhaltigen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft beim Neustart nach dem Lockdown veröffentlicht: Link

Hans Diefenbacher: Umweltexperte für nachhaltigeres Wirtschaften nach Corona-Krise: Link

Ines-Jacqueline Werkner, Johannes Frühbauer, Henrike Ilka, Jana Nordbruch, Hendrik Stoppel und Maria Toropova: Die Corona-Pandemie – eine Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit? Ein Beitrag zur aktuellen Debatte. Download hier und Amos international 2/2020 und epd-Dokumentation 22/2020


 

Anerkennungsurkunde beim Wettbewerb „Büro & Umwelt“ für die FEST

Anerkennungsurkunde beim Wettbewerb „Büro & Umwelt“ für die FEST

Frankfurt am Main, 28.01.2020 – Die FEST wurde erneut für das Engagement für öko-soziale Beschaffung mit einer Anerkennungsurkunde beim Wettbewerb „Büro & Umwelt“ 2019 von B.A.U.M. in der Kategorie Behörden, andere öffentliche Verwaltungsstellen und weitere Einrichtungen ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 28. Januar 2020 im Rahmen des Sustainable Office Day auf der „paperworld in Frankfurt statt. weiterlesen

 

Übergabe der Urkunde an Dr. Volker Teichert (FEST)

Übergabe der Urkunde an Dr. Volker Teichert (FEST)

Dr. Hendrik Stoppel

Dr. Hendrik Stoppel

 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Frieden

Schmeilweg 5, D-69118 Heidelberg
Telefon: 06221-9122-41
Fax: 06221-167257

E-Mail: hendrik.stoppel@fest-heidelberg.de

Fachrichtung
Theologie

 

Arbeitsschwerpunkt

Friedensethik
Mythos und Orientierung

Aktuelle Forschungsprojekte

Vita

  • 1998 Abitur in Rodgau-Dudenhofen
  • 1998–2005 Studium der evangelischen Theologie in Oberursel und Tübingen
  • 2010–2017 Promotion bei Prof. Dr. Erhard Blum in Tübingen und wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt „Die Rahmentexte des Deuteronomiums und die Genese des Pentateuchs“
  • seit 2017 Habilitationsprojekt bei Prof. Dr. Philipp Stoellger
  • 2017–2019 Wissenschaftlicher Angestellter beim Projekt „InterReligio“
  • 2018–2019 Wissenschaftlicher Angestellter im Marsilius-Kolleg-Projekt „Verkörperung als Paradigma einer evolutionären Kulturanthropologie“
  • seit 2019 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Frieden der FEST

Lehrtätigkeit

  • WiSe 2014/2015 Proseminar Ethik und EPG 1 „Das christliche Sühneverständnis anhand des Romans Schuld und Sühne von Fjodor Dostojewski“ gemeinsam mit Benjamin Häfele an der Eberhard Karls Universität Tübingen
  • WiSe 2016/2017 Proseminar Dogmatik „Sola Scriptura!? Das Schriftprinzip in der protestantischen Theologie“
  • SoSe 2017 Proseminar Dogmatik „W. Pannenbergs Schöpfungslehre“
  • WiSe 2017/2018 Proseminar Dogmatik „Atheismen, Theismen und Gott“
  • SoSe 2018 Übung „Menschenbild(er) bei Friedrich Nietzsche aus religionsphilosophischer und religionspädagogischer Sicht“
  • WiSe 2018/2019 Anfänger*innenprojekt BA mit und ohne Lehramtsoption

Publikationen

Publikationsliste bei heiBib
ORCID Profil

2020

Intentio auctoris – Systematische und philosophische Überlegungen zu einer ahistorischen Kategorie. In Eigensinn und Entstehung der Hebräischen Bibel. Erhard Blum zum 70. Geburtstag, hrsg. von Joachim J. Krause, Wolfgang Oswald und Kristin Weingart, 571-588. Tübingen.

2019

Die Nation, die Gesellschaft und andere Mythen. Transzendenz und Immanenz in der Politik. In Transzendenz und Rationalität, hrsg. von Elisabeth Gräb-Schmidt, Benjamin Häfele und Christian Hölzchen, 317-346. Leipzig: EVA.

Das mythische Subjekt. In Figurationen des Menschen. Studien zur Medienanthropologie, hrsg. von Philipp Stoellger, 179-201. Würzburg: Königshausen & Neumann.

2018

Von Angesicht zu Angesicht. Ouvertüre am Horeb. Deuteronomium 5 und 9–10 und die Textgestalt ihrer Folie. Zürich: Theologischer Verlag Zürich. 469 S.

Bewahrung der Schöpfung ist für Christen ohne Alternative

Klimaschutzkonzept für das Erzbistum Paderborn an Generalvikar Alfons Hardt überreicht

Paderborn, 16. November 2019 – Das Erzbistum Paderborn hat einen wichtigen Schritt zu mehr Klimafreundlichkeit gemacht: Am Wochenende wurde Generalvikar Alfons Hardt das integrierte Klimaschutzkonzept überreicht, das die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. (FEST) seit Mitte August 2018 erarbeitet hat. weiterlesen

Generalvikar Alfons Hardt (3.v.r.) mit dem FEST-Team und Mitgliedern der Projektgruppe Klima. Foto: Lisa Stadtherr