Kirchen möchten klimafreundlicher mobil sein

Kirchen möchten klimafreundlicher mobil sein

Dreizehn Landeskirchen und Bistümer starten mit dem ökumenischen Netzwerk „Mobilität & Kirche“ eine intensive Zusammenarbeit. Die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) fördert das dreijährige Projekt.

Heidelberg 21.01.2021 – Mit einer digitalen Auftaktveranstaltung ist das neu gegründete Mobilitätsnetzwerk „Mobilität & Kirche“ an den Start gegangen. Die acht beteiligten Landeskirchen und fünf Bistümer haben zusammen mit Gästen des Deutschen Caritasverbandes und der Diakonie Deutschland den Grundstein gelegt, um in den kommenden drei Jahren ihre Treibhausgasemissionen durch eine nachhaltige Mobilität zu reduzieren. Damit möchten sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz in Deutschland leisten. weiterlesen

Mitteilung des Bundesumweltministeriums zum Auftakt am 19.01.2021

EKD-Mitteilung vom 21.01.2021: Kirchen starten ökumenisches Netzwerk „Mobilität & Kirche“

evangelisch.de vom 21.01.2021: Kirchen starten ökumenisches Netzwerk „Mobilität & Kirche“ 

Förderkennzeichen: 03K14156 – Bewilligungszeitraum: 01.11.2020 – 31.10.2023

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.


Mobilitätsnetzwerk „Mobilität und Kirche“

Mobilitätsnetzwerk „Mobilität & Kirche“ – Wie könnte eine nachhaltige Mobilitätskultur aussehen?

Die Rolle der Kirchen

Die Menschen müssen die Natur respektieren, sie schützen und für sie Sorge tragen. Aber unser exzessiver Verbrauch fossiler Brennstoffe und anderer Ressourcen tut Menschen und der Erde große Gewalt an. Der Klimawandel, der nur eine der Folgen des menschlichen Lebensstils und nationaler Politik ist, bedroht Gerechtigkeit und Frieden auf der ganzen Welt.“

So formuliert es die Erklärung über den Weg des gerechten Friedens der 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen. Die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland, mit ihrer engmaschigen Präsenz im städtischen und ländlichen Raum, können ein wichtiger „Motor“ einer nachhaltigen Mobilitätskultur sein und sollten diese Chance auch nutzen. Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen sind Orte, um Perspektiven nachhaltiger Entwicklung Praxis werden zu lassen. Hierbei können gewohnte kulturelle Muster auf ihre Universalisierbarkeit hin hinterfragt und alternative Erfahrungsfelder geschaffen werden. Viele einzelne erprobte Aktivitäten sind aus ihrem Nischen-Dasein in die kirchliche und gesellschaftliche Praxis zu holen, denn Mobilität ist zurzeit nicht nachhaltig: So hat sich zum Beispiel der Energieverbrauch des Verkehrs in Deutschland seit 1960 mehr als verdreifacht, indem nicht mehr nur ein Fahrzeug pro Haushalt, sondern durchaus auch zwei oder drei Pkw pro Haushalt eingesetzt werden (so genannter Rebound-Effekt). Nahezu 30 Prozent des nationalen Endenergiebedarfs entfallen auf den Sektor Verkehr, davon basieren über 90 Prozent auf Erdöl.

Aus diesen grundsätzlichen Überlegungen heraus ist das Mobilitätsnetzwerk zum Thema „Mobilität & Kirche“ entwickelt worden.

Wir werden Sie auf dieser Seite regelmäßig über die Arbeits des Netzwerks informieren. Alle Informationen zur Gewinnungsphase des Netzwerks (Förderkennzeichen: 03K11413 – Bewilligungszeitraum: 01.09.2019 – 31.08.2020) finden Sie hier: https://wp.me/p8shLP-140

Die Idee: das Klimaschutznetzwerk „Mobilität & Kirche“

Der Verkehrssektor ist in erheblichem Maße für den Klimawandel verantwortlich. Rund ein Fünftel der in Deutschland ausgestoßenen CO2-Emissionen gehen auf das Konto der Mobilität. 84 Prozent stammen direkt aus den Auspuffen von Autos, Lastwagen und Motorrädern. Während sie in anderen Bereichen seit 1990 rückläufig sind, steigen die durch Mobilität verursachten CO2-Emissionen beständig an. Wenn man sich vor Augen führt, dass der CO2-Ausstoß langfristig um bis zu 80 Prozent reduziert werden muss, wird klar, vor welchen Herausforderungen wir stehen.

Uns war wichtig, dass sich das Netzwerk „Mobilität & Kirche“ einerseits inhaltlich klar von den Arbeitsinhalten der bestehenden Unterstützungsstrukturen, wie dem Projektbüro Klimaschutz, dem Netzwerk „Energie & Kirche“ und auch dem Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit unterscheidet. Andererseits sollen diese Aktivitäten alle ineinandergreifen und die Arbeit in den Landeskirchen und Bistümern durch das neue Netzwerk unterstützen.

Das Thema „Mobilität im kirchlichen Kontext“ scheint uns vor diesem Hintergrund ideal: Es ist in fast allen Klimaschutzkonzepten zwar eines der Kernthemen, dennoch bleibt hier noch viel zu tun. Es gibt bislang viele Ideen, jedoch wenig Erreichtes. Das Thema Mobilität betrifft zudem viele Mitarbeitende und Kirchenmitglieder – von der Leitungsspitze bis in die Kirchengemeinden. Fast alle Landeskirchen und Bistümer sind ähnlich weit mit der Bearbeitung des Themas, nur vereinzelte Akteure sind Vorreiter. – Ideale Voraussetzungen für eine strukturierte Zusammenarbeit.

Womit das nächste Stichwort gefallen ist: Die Förderung bietet die Chance einen strukturierten Austausch aufzubauen bzw. eine Zusammenarbeit zu etablieren. Die Richtlinie fordert regelmäßige Treffen mit einem „Arbeiten an dem Thema“ in der eigenen Organisation. Hierzu sind auch im Rahmen dieses Klimaschutznetzwerkes externe Unterstützungen vorgesehen. Die Netzwerktreffen sollen den regelmäßigen fachlichen Input liefern, damit man neue Ansätze findet und im Projekt weiterkommt.

Die netzwerkteilnehmenden Landeskirchen und Bistümer (Stand: 22.12.2020)

Bistum Aachen, Bistum Trier, Bremische Evangelische Kirche, Erzbistum Köln, Erzbistum München und Freising, Erzdiözese Freiburg, Ev. Kirche in Mitteldeutschland, Ev. Landeskirche in Baden, Ev. Kirche Hessen und Nassau, Ev. Kirche von Westfalen, Ev. Landeskirche in Württemberg, Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers, Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland 

Ständige Gäste: Deutscher Caritasverband und Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung

Netzwerkinterne Auftaktveranstaltung am 19.01.2021

Programm zum Download

Ansprechpartner Netzwerkmanagement

Lisa Stadtherr (Netzwerkmanagerin und Projektleitung), Tel.: 06221/9122-13, E-Mail: lisa.stadtherr@fest-heidelberg.de

Dr. Oliver Foltin (admininstrativer Ansprechpartner) , Tel.: 06221/9122-33, E-Mail: oliver.foltin@fest-heidelberg.de

Förderkennzeichen: 03K14156 – Bewilligungszeitraum: 01.11.2020 – 31.10.2023

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Klimaschutzziele jetzt angehen

Klimaschutzziele jetzt angehen

Heidelberg, 17.11.2020 – Die Klimaschutzverantwortlichen aus deutschen (Erz-)Bistümern und Landeskirchen, die ein Klimaschutzkonzept in Planung, Vorbereitung oder Umsetzung haben, haben sich am 10./11.11. zu ihrer jährlichen Tagung getroffen. Diese fand aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen virtuell statt. Organisiert wurde die Fachtagung auf Initiative der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft und dem dort angesiedelten Projektbüro Klimaschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Kooperation mit den evangelischen Landeskirchen von Baden und Westfalen sowie dem Bistum Würzburg. weiterlesen


 

Klimabericht für die EKD

Klimabericht für die EKD

Heidelberg, 09.11.2020 – Der von KollegInnen des Arbeitsbereichs Nachhaltige Entwicklung erstellte Klimabericht für die Evangelische Kirche in Deutschland 2020 wurde heute auf der EKD-Synode erstmalig öffentlich vorgestellt und beraten. Anknüpfend daran hat die Synode alle Landeskirchen und die EKD mit ihren Einrichtungen aufgerufen, eine Emissionsminderung um 60 Prozent (Basis 2005) bis 2030 zu realisieren und Klimaneutralität im gesamten evangelisch-kirchlichen Bereich bis spätestens 2050 zu erreichen.

Download Klimabericht   

Beschluss der 12. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland auf ihrer 7. Tagung zu „Mehr Klimaschutz für eine resiliente Gesellschaft“ vom 9. November 2020

zeitzeichen v. 10.12.2020: „Zweimal verfehlt – Kirche und Klima: Die Gliedkirchen der EKD erreichen ihre Ziele nicht“

KVI im Dialog 01/2021: „Der vierte Klimabericht für die Evangelische Kirche in Deutschland“

 


 

Klimafolgenanpassung

Klimafolgenanpassung

Online-Informationsveranstaltung: Das Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ des BMU – Relevanz und Möglichkeiten für kirchliche soziale Einrichtungen“ am 28. Januar 2021

Die Onlineveranstaltung informiert zum einen über die Art der und die Relevanz von Klimawandelfolgen für kirchliche soziale Einrichtungen und stellt beispielhaft mögliche Anpassungsmaßnahmen vor, zum anderen stellt sie das Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ des BMU vor und gibt Tipps und Hinweise zur konkreten Nutzung. Neben den Präsentationen gibt es auch Raum für Fragen, gegebenenfalls auch nach der Veranstaltung, entweder direkt im Anschluss oder über die Vereinbarung eines weiteren Termins.

Auf Grund der hohen Nachfrage gibt es inzwischen zwei Termine mit identischem Programm:
a. 28. Januar 2021, 10-12 Uhr : Programm
b. 09. Februar 2021, 9-11 Uhr : Programm

Die Folien der Präsentationen können Sie unter folgenden Links herunterladen:

Ansprechpartner: Dr. Benjamin Held

Beratung zur Antragsstellung: Projektbüro Klimaschutz der EKD

Weitere Informationen zum Förderprogramm erhalten Sie auch auf der Website der Projektträgers ZUG:
Website zum Förderprogramm beim Projektträger ZUG


Klimaanpassung von Großveranstaltungen

Der Deutsche Evangelische Kirchentag ist bereits seit vielen Jahrzehnten bestrebt, umweltfreundliche Aspekte in der Planung der Veranstaltung zu berücksichtigen und umzusetzen. Beim 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund wurden neben Klimaschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel der Vermeidung von CO2-Emissionen in der Planung und Durchführung der Veranstaltung, erstmals auch konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung getestet, ausgewertet und die resultierenden Erfahrungen publiziert. Die FEST wurde mit der Evaluierung des Projektes beauftragt.

Die Notwendigkeit, Großveranstaltungen an den Klimawandel anzupassen, ergibt sich aus der Zunahme von Extremwetterereignissen. Dadurch steigen auch die Herausforderungen und Risiken für die Organisatoren von Großveranstaltungen und die Veranstaltungsteilnehmenden. Das KlAnG-Projekt hat diese Risiken untersucht und die Wirkung von Anpassungsmaßnahmen beim Kirchentag 2019 in Dortmund erprobt. Unter anderem wurden geltende Sicherheitskonzepte überprüft und an die sich verändernden Risiken angepasst. Um Hitzeperioden zu begegnen, wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kirchentages Trinkwasserzapfmöglichkeiten angeboten sowie auf ausreichende Ruhe- und Schattenplätze bei den verschiedenen Standorten und der Wegeplanung geachtet. Der Kirchentag war mit einem umfassenden Wettermonitoring ausgestattet, das dem Veranstalter rechtzeitige Warnungen vor aufkommendem Unwetter zur Verfügung stellte. Warnhinweise wurden dann durch die KlAnG Push-App über das Mobiltelefon an die Teilnehmenden weitergeleitet. Zusätzlich wurden Wetterinformationen mit Verhaltenshinweisen über Sonnenschutz und ausreichende Trinkwasserversorgung während der Programmpausen auf den Monitoren und Bühnenleinwänden eingespielt. Zur Prävention von Überflutungen half eine Fließwegekarte für das Stadtgebiet Dortmund, besonders gefährdete Standorte und Senken zu vermeiden. Abgeleitet von den erprobten Maßnahmen können beispielgebende Impulse für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels auch an andere Veranstaltungsorganisatorinnen und -organisatoren gegeben werden.

Projettitel: Klimaanpassung von Großveranstaltungen am Beispiel des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2019 in Dortmund (KlAnG)

Laufzeit: 01.11.2017 bis 31.05.2020

Projektseite: www.klimaangepasst.de

Bearbeitet von: Lisa Stadtherr und Dr. Oliver Foltin


Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung am Beispiel der Metropolregion Rhein-Neckar

Da sich die Auswirkungen des Klimawandels vor allem regional zeigen, zählen die Kommunen zu den zentralen Akteuren zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels – sie müssen einen Großteil der Maßnahmen entwickeln und umsetzen. Vor diesem Hintergrund hat die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) mit der Unterstützung des Heidelberg-Center for the Environment (HCE) eine Online-Umfrage an die 290 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) gerichtet. Ziel der Befragung war es, am Beispiel der Metropolregion Rhein-Neckar, den aktuellen Stand der Kommunen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu erfassen.

Bericht Rhein-Neckar-Zeitung v. 09.12.2020: „Zwischen Anpassung und Bekämpfung – Studie erfasst Umgang der Kommunen mit dem Klimawandel“

Beitrag in econo v. 04.12.2020: „Querschnittsaufgabe auf allen Ebenen“

Studie ist online verfügbar als Langfassung sowie als Zusammenfassung.

 

Projettitel: Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung am Beispiel der Metropolregion Rhein-Neckar

Laufzeit: 01.11.2019 bis 31.10.2020

Bearbeitet von: Lisa Stadtherr, Dr. Volker Teichert und Dr. Oliver Foltin

Unterstützung von Kommunen bei der Umsetzung der SDG

Titel: Erstellung von Tools (Dashboard, Bestandsaufnahmen, Interviewauswertungen) zur Unterstützung von Kommunen bei der Umsetzung der SDG
Laufzeit: September 2017 – Dezember 2020
gefördert von: Servicestelle Kommunen in der Einen Welt / Engagement Global gGmbH
bearbeitet von: Benjamin Held


Copyright: Jo Hempel

Beschreibung/Bericht

Zur Unterstützung von Kommunen bei der Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG) arbeitet die FEST in mehreren Projekten mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) zusammen.
So wurden im Rahmen eines Projekts zu diesem Zwecke zwei Dashboards konzipiert und erstellt. Bei diesen handelt es sich um Excel-Files, mit deren Hilfe Kommunen zum einen bestehende Beschlüsse, Dokumente und Projekte bezüglich ihrer Verbindungen und Relevanz zu und für die SDG überprüfen können (qualitatives Dashboard) und zum anderen indikatorengestützt feststellen können, ob und inwiefern die Kommune zur Erreichung der SDG beiträgt (quantitatives Dashboard).
Beiden Dashboards gemein ist, dass sie es den Kommunen auf möglichst einfache, aber doch fundierte Art und Weise ermöglichen sollen, sich mit den SDG auseinanderzusetzen. Zudem bieten sie eine ansprechende und übersichtliche Visualisierung. Während das qualitative Dashboard dabei vor allem für die interne Auseinandersetzung der Kommune mit den SDG konzipiert wurde, ist das quantitative Dashboard auch für die öffentliche Kommunikation geeignet.
Im Jahr 2019 stand die Vorstellung, Erprobung und Verbesserung der Dashboards im Fokus. Dazu wurde das quantitative Dashboard unter anderem auf dem Workshop „SDG-Monitoring für Global Nachhaltige Kommunen“ vorgestellt. Die Erprobung und darauf aufbauende Verbesserung der Tools mit ausgewählten Modellkommunen ist angelaufen und wird im Jahr 2020 fortgesetzt.
Neben den Dashboards wurde außerdem ein weiteres Tool entwickelt. Dieses unterstützt Kommunen dabei einen Überblick über die lokale Akteurslandschaft bezüglich der Themen Migration und Entwicklung zu gewinnen, in dem Interviewdaten automatisch ausgewertet, grafisch aufbereitet und in Form von Steckbriefen übersichtlich zusammengestellt werden. Damit soll die Vernetzung zwischen Kommunen, migrantischen Organisationen und Eine-Welt-Akteuren gefördert werden. Eine erste Version des Tools ist fertiggestellt und soll im Jahr 2020 erprobt und weiterentwickelt werden.

Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung am Beispiel der Metropolregion Rhein-Neckar

Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung am Beispiel der Metropolregion Rhein-Neckar

Heidelberg, 12.10.2020 – Da sich die Auswirkungen des Klimawandels vor allem regional zeigen, zählen die Kommunen zu den zentralen Akteuren zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels – sie müssen einen Großteil der Maßnahmen entwickeln und umsetzen. Vor diesem Hintergrund hat die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) mit der Unterstützung des Heidelberg-Center for the Environment (HCE) eine Online-Umfrage an die 290 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) gerichtet. Ziel der Befragung war es, am Beispiel der Metropolregion Rhein-Neckar, den aktuellen Stand der Kommunen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu erfassen.

Studie ist online verfügbar als Langfassung sowie als Zusammenfassung.

 


 

NWI 2020

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wohlfahrt – neue Veröffentlichung zum Nationalen Wohlfahrtsindex (NWI 2020) erschienen

Heidelberg/Düsseldorf, 14.08.2020 – Gefördert vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung hat die FEST den Nationalen Wohlfahrtsindex (NWI) aktualisiert. Die Betrachtung der Wohlfahrtsentwicklung in Deutschland wird dabei in diesem Jahr von den Folgen der Corona-Pandemie überschattet. Zum aktuellen Zeitpunkt ist noch keine genaue quanttifizierte Prognose der Auswirkungen möglich. Absehbar ist jedoch, dass die diesjährigen Veränderungen in unterschiedliche Richtungen wirken. Welche dies genau sind, wird in dem frei verfügbaren Forschungsbericht ausführlich erläutert. Diesen Bericht (IMK Policy Brief 96), die Pressemitterilung des IMK, sowie einen Artikel der ZEIT (Ausgabe 34/2020) finden Sie unter folgenden Links:

NWI 2020 – Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wohlfahrt (IMK Policy Brief 96)

Pressemitteilung des IMK „Corona mindert Wohlstand, Rückgang wird aber etwas weniger drastisch ausfallen als beim Wirtschaftswachstum“

ZEIT-Artikel „Maßloser Wohlstand“ (ZEIT Ausgabe 34/2020, nur für Abonnenten kostenfrei)

Weitere Informationen zum NWI und seiner regionaler Variante, dem Regionalen Wohlfahrtsindex finden Sie auf unserer Themenseite „Wohlfahrtsindizes„.


 

Broschüre: „Wie man beginnen kann – Umwelt- und Klimaschutz in Kirchengemeinden“

Broschüre: „Wie man beginnen kann – Umwelt- und Klimaschutz in Kirchengemeinden“

Heidelberg, 10.07.2020 – Die vorliegende Broschüre soll Anregungen vermitteln, wie man sich in der praktischen Arbeit in einer Gemeinde den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit zuwenden kann. Auch in Zeiten der Corona-Pandemie ist diese Arbeit unvermindert wichtig. In den letzten Jahren, teilweise schon Jahrzehnten, ist schon viel geschehen, was den Einsatz für die Umwelt und für Nachhaltigkeit betrifft, wenngleich es noch in keiner Weise ausreicht. Das Heft ist mit Förderung des Umweltbundesamtes und in Kooperation mit dem Verein Schöpfung bewahren konkret e.V. (Jürgen Harder) entstanden.

Hinweisen möchten wir noch auf eine fast zeitgleich erschienene Broschüre der Initiative Energie & Kirche, „Klimaschutz in unserer Kirchengemeinde“ von Sabine Jellinghaus; die beiden Hefte ergänzen sich auf eine gute Weise.

Sollten Sie weitere Hefte für Ihre Arbeit gebrauchen können, sie sind bei der FEST (per Mail an: franziska.strohmaier@fest-heidelberg.de) zum Preis von 2,– € pro Heft erhältlich. Wir wünschen der Beratung von „Anfängern“ im kirchlichen Umwelt- und Klimaschutz eine gute Verbreitung und hoffen, dass sie uns auf unserem gemeinsamen Weg auch in schwierigen Zeiten ein gutes Stück voran bringen.

Download der Broschüre


 

„Solidarisch Leben“: Bistum Eichstätt will klimaneutral werden

„Solidarisch Leben“: Bistum Eichstätt will klimaneutral werden

Eichstätt, 25.06.2020 – Als zweite Diözese in Deutschland soll Eichstätt nach Wunsch von Bischof Gregor Maria Hanke klimaneutral werden. Ein Maßnahmenkatalog und einen Zeitplan, um den Ausstoß von CO2-Emissionen in Einrichtungen und Kirchengemeinden der Diözese rechnerisch auf Null zu senken, werden zusammen mit der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) Heidelberg erarbeitet. weiterlesen

Von links nach rechts (vorne): Nachhaltigkeitsreferentin Lisa Amon, Oliver Foltin (FEST), Bischof Gregor Maria Hanke und Umweltmanagementbeauftragter Richard Ulrich sowie (hinten) Klimaschutzmanager Bernd Grünauer und Volker Teichert (FEST) beim Startschuss zur „Klimaoffensive2030 Plus“. pde-Foto: Geraldo Hoffmann