Wissenschaftstheorie und -praxis im digitalen Wandel

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Wissenschaftstheorie und -praxis im digitalen Wandel

1. Wissenschaftstheorie und Digital Humanities – TheoLab Heidelberg

Digitale Technologien prägen unser Wissen und Denken: Wikipedia, Google, wissenschaftliche Datenbanken, online zugängliche Texte – aus Alltag und Wissenschaft sind digitale Technologien kaum weg zu denken. „Digitale Literalität“ (Krämer) ist Grundbedingung gegenwärtiger Wissenspraxis. Auch in den Geisteswissenschaften finden digitale Methoden zunehmend Verbreitung („digital humanities“).

In Heidelberg wurde dazu an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg in Kooperation mit den computerwissenschaftlichen Disziplinen der Universität Heidelberg und der FEST Heidelberg der Forschungsverbund TheoLab gegründet. Das TheoLab reflektiert digitale Forschung aller theologischen Disziplinen, experimentiert damit und gestaltet aktiv digitale theologische Forschung. In vier Forschungsschwerpunkten geht es um digitale theologische Forschung, digitale Kultur und Wissenschaft, religiöse Kommunikation im Digitalen und Methoden und Tools.
Im Kontext des TheoLab befasst sich Dr. Frederike van Oorschot mit den wissens- und wissenschaftstheoretischen Grundfragen, die mit dem digitalen Wandel der Geisteswissenschaften verbunden sind: Wie entwickelt sich das Verhältnis von digitalen zu „etablierten“ Methoden? Wie verändert sich der Wissenschaftsbegriff durch digitale Forschung? Welche Implikation hat die Rede von „digitaler Kultur“? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Dr. Frederike van Oorschot im Forschungsschwerpunkt „Digitale Kultur und Wissenschaft“.

2. Cursor_Zeitschrift für Explorative Theologie

Verbunden ist diese Reflexion auf die Wissenschaftstheorie mit einem Projekt zur digitalen Wissenschaftspraxis: Das theologische Open-Access Journal „Cursor_ Zeitschrift für explorative Theologie“, an dem Dr. van Oorschot als Herausgeberin beteiligt ist, erkundet Formen und Potentiale digitaler Wissenskommunikation. In Kooperation mit heiUP (Heidelberg University Publishing) werden digitale Diskussions- und Partizipationsformate genutzt, um theologische und kirchliche Debatten innovativ zu vernetzen. Die Zeitschrift wird durch die Evangelische Landeskirche in Baden gefördert.(https://cursor.pubpub.org/)

Verantwortlich für den Schwerpunkt ist Dr. Frederike van Oorschot.

Vorträge:

  • Hermeneutik des Digitalen? Herausforderungen für das Wissens- und Wissenschaftsethos am Beispiel der digital humanities, Tagung „Digital Humanity. Ethische Analysen und Antworten in einer Zeit der Transformation“ (Jahrestagung der Societas Ethica 2019), 28.06.2019, Tutzing
  • Digitale Theologische Öffentlichkeiten, Tagung „Bubbles and Bodies. Zur materiellen Basis der Öffentlichkeit“, 09.11.2018, Linz