Friedenspotenziale religiöser Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit

Friedenspotenziale religiöser Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit

Insbesondere durch die Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) „Religion matters“ sowie das bei der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) angesiedelte Sektorvorhaben „Werte, Religion und Entwicklung“ erfahren Religionsgemeinschaften als zivilgesellschaftliche Akteure und Partner in der Entwicklungszusammenarbeit eine hohe Beachtung und Wertschätzung. Während zahlreiche Projekte und Programme in den zurückliegenden Jahren initiiert und durchgeführt wurden, finden bislang – sowohl zu der Gesamtthematik als auch zu Einzelaspekten unter der Überschrift „Religion und Entwicklung“ – analytische, evaluative oder auch konzeptionelle wissenschaftliche Begleitungen kaum statt. Vor diesem Hintergrund soll eine Pilotstudie grundlegend in den Blick nehmen, in welcher Weise Religionsgemeinschaften bzw. religiöse Akteure ihre Friedenspotenziale in die Entwicklungszusammenarbeit einbringen und somit überhaupt erst eine Grundlage für gesellschaftliches Gestalten und interreligiöses Zusammenwirken schaffen. Insofern die Werteorientierung in den Entwicklungsstrategien von BMZ und GIZ eine explizite und zentrale Rolle spielt, ist vertiefend zu klären, inwiefern es aus interreligiöser Perspektive tragende Gemeinsamkeiten im Friedensverständnis gibt und inwieweit religiös verankerte Werte die Friedensorientierung flankieren, stärken und ein daraus hervorgehendes Handeln motivieren können.

Geplantes Format: Pilotstudie einschließlich Workshop und Publikation
Projektverantwortlich: Dr. Johannes Frühbauer