Mensch 4.0

Mensch 4.0. Theologische Anthropologie in veränderten medialen Konstitutionsbedingungen

Dass der digitale Medienwandel mit grundlegenden Veränderungen der Konstitutionsbedingungen des Menschen einher geht, scheint sozialwissenschaftlich und philosophisch Konsens zu sein. Auch in der Theologie wächst das Bewusstsein, dass das Erleben von Raum, Zeit und gegenständlicher Realität primär medial vermittelt ist. Digitale Medialität und das Leben in digital-analogen Hybridräumen bestimmt daher sowohl das Selbsterleben als auch die Sozialität menschlichen Lebens. Ansätze zur Bearbeitung dieser Fragen gibt es im Feld der Theologie bislang v.a. aus der Perspektive der Praktischen Theologie und Bildungstheorie. In der Systematischen Theologie stehen die Konzepte von Personalität und Leiblichkeit im Vordergrund. Bestehende philosophische und kulturwissenschaftliche Debatten kommen kaum in den Blick.

Offen ist derzeit eine theologische Auseinandersetzung mit diesen Fragen, die sowohl die Breite der disziplinären Perspektiven verbindet als auch das interdisziplinäre Gespräch sucht. Um diesem Desiderat zu begegnen ist ein Konsultationsprozess geplant, der diese Fragen in der Perspektive der unterschiedlichen theologischen Disziplinen und ihres Zugriffs auf anthropologische Fragestellungen in den Blick nimmt. Themenspezifisch werden philosophische, sozialwissenschaftliche, psychologische und medientheoretische Perspektiven mit diesen ins Gespräch gebracht.

Verantwortet wird der Konsultationsprozess von Prof. Dr. Michael Moxter, Prof. Dr. Peter Lampe, Prof. Dr. Jürgen van Oorschot, Dr. Lars Allolio-Näcke und Dr. Frederike van Oorschot. Die Arbeitsgruppe ist derzeit im Aufbau.