Mobilitätsnetzwerk

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Gewinnungsphase für ein Mobilitätsnetzwerk zum Thema Mobilität und Kirche

Die Idee: das Klimaschutznetzwerk „Mobilität & Kirche“

Der Verkehrssektor ist in erheblichem Maße für den Klimawandel verantwortlich. Rund ein Fünftel der in Deutschland ausgestoßenen CO2-Emissionen gehen auf das Konto der Mobilität. 84 Prozent stammen direkt aus den Auspuffen von Autos, Lastwagen und Motorrädern. Während sie in anderen Bereichen seit 1990 rückläufig sind, steigen die durch Mobilität verursachten CO2-Emissionen beständig an. Wenn man sich vor Augen führt, dass der CO2-Ausstoß langfristig um bis zu 80 Prozent reduziert werden muss, wird klar, vor welchen Herausforderungen wir stehen.

Uns war wichtig, dass sich das Netzwerk „Mobilität & Kirche“ einerseits inhaltlich klar von den Arbeitsinhalten der bestehenden Unterstützungsstrukturen, wie dem Projektbüro Klimaschutz, dem Netzwerk „Energie & Kirche“ und auch dem Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit unterscheidet. Andererseits sollen diese Aktivitäten alle ineinandergreifen und die Arbeit in den Landeskirchen und Bistümern durch das neue Netzwerk unterstützen.

Das Thema „Mobilität im kirchlichen Kontext“ scheint uns vor diesem Hintergrund ideal: Es ist in fast allen Klimaschutzkonzepten zwar eines der Kernthemen, dennoch bleibt hier noch viel zu tun. Es gibt bislang viele Ideen, jedoch wenig Erreichtes. Das Thema Mobilität betrifft zudem viele Mitarbeitende und Kirchenmitglieder – von der Leitungsspitze bis in die Kirchengemeinden. Fast alle Landeskirchen und Bistümer sind ähnlich weit mit der Bearbeitung des Themas, nur vereinzelte Akteure sind Vorreiter. – Ideale Voraussetzungen für eine strukturierte Zusammenarbeit.

Womit das nächste Stichwort gefallen ist: Die Förderung bietet die Chance einen strukturierten Austausch aufzubauen bzw. eine Zusammenarbeit zu etablieren. Die Richtlinie fordert regelmäßige Treffen mit einem „Arbeiten an dem Thema“ in der eigenen Organisation. Hierzu sind auch im Rahmen dieses Klimaschutznetzwerkes externe Unterstützungen vorgesehen. Die Netzwerktreffen sollen den regelmäßigen fachlichen Input liefern, damit man neue Ansätze findet und im Projekt weiterkommt.

Wie geht es weiter?

Die Förderung sieht zwei Phasen vor: eine Gewinnungs- und eine Netzwerkphase. 

Der Ende März im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gestellte Förderantrag wurde im Sommer 2019 bewilligt. Die Gewinnungsphase startet offiziell am 01. September. Dabei werden die Arbeitsinhalte konkretisiert und die Entscheidungen zur Teilnahme an der folgenden zweiten Phase, der Netzwerkphase, unterstützt. Hierfür werden von uns Arbeitstreffen organisiert und wir unterstützen zudem die Entscheidungsfindung vor Ort.

Mit den möglichen Teilnehmenden des geplanten Mobilitäts-Netzwerks werden in dieser Phase die Inhalte und spezifischen Themen für die eigentliche Netzwerkphase „Mobilitäts-Netzwerk“ eruiert und eng abgestimmt. Ziel ist, dass am Ende dieses Beteiligungsprozesses ein entsprechender Fördermittelantrag für die eigentliche Netzwerkphase eingereicht werden kann (Ende 2019 / Anfang 2020). Dies ist dann die zweite Phase. Hierfür müssen Sie sich dann im Vorfeld festlegen. Um diese Entscheidung zu ermöglichen, ist die vorherige Gewinnungsphase da.

I. Gewinnungsphase

Der Förderantrag für die Gewinnungsphase wurde bewilligt und seit September 2019 werden die Arbeitsinhalte des geplanten Klimaschutznetzwerks „Mobilität & Kirche“ konkretisiert.

Mit den möglichen Teilnehmenden des Mobilitätsnetzwerks werden hierzu die Inhalte und spezifischen Themen für die eigentliche Netzwerkphase „Mobilität & Kirche“ eruiert und eng abgestimmt. Ziel ist es, am Ende dieses Beteiligungsprozesses – zum Jahresbeginn 2020 – einen Fördermittelantrag für die eigentliche Netzwerkphase eingereicht werden kann

II. Netzwerkphase

In dieser Phase erfolgt der Aufbau des Netzwerks durch das Projektbüro Klimaschutz (Netzwerkmanagement) in Kooperation mit Energie & Kirche.

Das Netzwerkmanagement hat sicherzustellen, dass die Teilnahme von mindestens sechs Teilnehmern (Landeskirchen/Bistümer) am Netzwerk vertraglich gesichert ist und ein qualifiziertes Netzwerkteam eingesetzt wird.

Die Netzwerkteilnehmer verpflichten sich zur Beteiligung an einer Auftakt- und einer Abschlussveranstaltung sowie zu mindestens vier Netzwerktreffen pro Jahr über einen Gesamtzeitraum von drei Jahren zur klimafreundlichen Gestaltung der Mobilität im Vergleich zu dem aktuellen Ist-Zustand.

Die Förderung der Netzwerkphase beträgt maximal 60 Prozent, im ersten Förderjahr maximal 20.000 Euro pro Netzwerkteilnehmer, danach maximal 10.000 Euro pro Teilnehmer und Förderjahr.

Termine und weitere Abstimmung

Konkrete Inhalte des geplanten Klimaschutznetzwerks „Mobilität & Kirche“ sollen im Vorfeld erarbeitet und auf den individuellen Bedarf der Netzwerkteilnehmenden zugeschnitten werden.

Die Verantwortlichen aus dem Bereich Klimaschutz und Mobilität in den Verwaltungen der Landeskirchen und Bistümer sind daher eingeladen, sich an dem Prozess der Bildung des Klimaschutznetzwerks aktiv zu beteiligen und Ihre Expertise einzubringen.

In der Gewinnungsphase sind folgende Informationsveranstaltungen vorgesehen:

  • 11. November 2019, 19.00 – 20.30 Uhr Burkhardushaus Würzburg – im Rahmen der Tagung „Erfahrungen bei der Umsetzung von kirchlichen Klimaschutzkonzepten“
  • noch offen

Zudem wird das Vorhaben eng mit der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der Gliedkirchen in der EKD, dem Beauftragten des Rates der EKD für Umweltfragen und der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der deutschen (Erz-)Diözesen abgestimmt.

Ansprechpartner

Lisa Stadtherr, Tel.: 06221/9122-13, E-Mail: lisa.stadtherr@fest-heidelberg.de
Dr. Oliver Foltin, Tel.: 06221/9122-33, E-Mail: oliver.foltin@fest-heidelberg.de

in Kooperation mit:

Förderkennzeichen: 03K11414 – Bewilligungszeitraum: 01.09.2019 – 31.08.2020

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.