Evangelischer Theologe Eberhard Jüngel gestorben

Evangelischer Theologe Eberhard Jüngel gestorben

Eberhard Jüngel wurde am 5.12.1934 in Magdeburg geboren und starb am 28.9.2021 in Tübingen. Jüngel studierte am Katechetischen Oberseminar in Naumburg/Saale seit 1953 Evangelische Theologie, zwei Jahre später Wechsel an das Sprachenkonvikt, die Kirchliche Hochschule in Ost-Berlin und 1957 an die Universitäten Zürich und Basel. 1960 schloss er sein Studium mit dem Ersten Theologischen Examen in Berlin-Brandenburg ab, arbeitete danach als Vikar in der Berliner Kirche und als Assistent an der Kirchlichen Hochschule in Berlin. 1961 wurde er mit der Arbeit „Das Verhältnis der paulinischen Rechtfertigungslehre zur Verkündigung Jesu“ promoviert (1962 erschienen unter dem Titel „Paulus und Jesus. Eine Untersuchung zur Präzisierung der Frage nach dem Ursprung der Christologie“). 1964 erschien „Zum Ursprung der Analogie bei Parmenides und Heraklit“. Bis 1966 lehrte er an der Kirchlichen Hochschule Berlin-Ost. Im WS 1966 folgte er dem Ruf auf das Ordinariat für Systematische Theologie und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich, 1969 dem Ruf auf das Ordinariat für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen, wo er bis 2002 Direktor des Instituts für Hermeneutik war.

Eberhard Jüngel war Mitglied des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste und bis 2013 dessen Kanzler. Er war Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und der Landesverdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg. Von 2003 bis 2006 leitete er die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg.

Ein Nachruf von Philipp Stoellger: hier klicken