Friedensethische Diskurse in den Religionen

Friedensethische Diskurse in den Religionen (in Planung)

Die Friedensdenkschrift der EKD beansprucht, mit dem gerechten Frieden nicht nur ein Leitbild für die evangelischen Kirchen in Deutschland bereitzustellen, sondern artikuliert mit ihm zugleich einen „stellvertretend für die ganze Gesellschaft formulierte[n] Konsens“ (EKD 2007, S. 8). Diesen Anspruch gilt es, kritisch zu hinterfragen. Anfragen stellen sich bereits innerhalb des Ökumenischen Rates der Kirchen; friedensethische Differenzen offenbaren sich hier insbesondere mit Blick auf die christliche Orthodoxie. Angesichts zunehmender religiöser Pluralisierung und weltweiter Globalisierung ist zu fragen, welche friedensethischen Konzepte in anderen Religionsgemeinschaften weltweit bestimmend sind: Welche Fragestellungen, Problemkonstellationen und Positionen prägen die Diskurse um Krieg und Frieden im Christentum, Judentum und Islam? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind zwischen den jeweiligen Religionsgemeinschaften erkennbar? In drei Arbeitsgruppen (Frieden und Gewalt, Frieden und Recht, religiöse Friedenskonzepte und politische Friedensaufgaben) sollen diese Fragen verhandelt werden.

Geplantes Format: interreligiöser Konsultationsprozess, Publikation der Ergebnisse
Projektverantwortlich: PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner