Heidelberger Forum zur Friedensethik – Zyklus II: Rechtserhaltende Gewalt nach der Zeitenwende

Titel des Projektes: Heidelberger Forum zur Friedensethik – Zyklus II: Rechtserhaltende Gewalt nach der Zeitenwende
Laufzeit: 2024 – 2026
gefördert von:
Evangelische Seelsorge in der Bundeswehr
bearbeitet von:
PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner
Projekthomepage:
https://heidelberger-forum-friedensethik.de 
Publikationen:
Werkner, Ines-Jacqueline (Hg.) (2024): Die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik nach der Zeitenwende. Neujustierungen und friedensethische Reflexionen. Heidelberger Forum zur Friedensethik Nr. 4.
Werkner, Ines-Jacqueline (Hg.) (2024): Mögliche Folgen der US-amerikanischen Wahl für die Sicherheit Europas. Heidelberger Forum zur Friedensethik Nr. 5.
 
Beim „Heidelberger Forum zur Friedensethik“ handelt es sich um einen interdisziplinären Konsultationsprozess mit jährlich zwei Konsultationen (Frühjahr und Herbst). Die Themen werden in einzelnen und mehrjährigen Zyklen bearbeitet. Die Ergebnisse der Konsultationen werden den kirchlichen, politischen und militärischen Akteuren sowie der interessierten Öffentlichkeit in Form von Online-Publikationen zur Verfügung gestellt.
 
Der zweite Zyklus von 2024-2026 widmet sich Fragen der rechtserhaltenden Gewalt nach der Zeitenwende. Die neuen politischen Rahmenbedingungen und die sich radikal verändernden sicherheits- und verteidigungspolitischen Konstellationen infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben unmittelbar Auswirkungen auf das Leitbild des gerechten Friedens, insbesondere auf die rechtserhaltende Gewalt. Diese wurde zwar in der Friedensdenkschrift der EKD von 2007 entlang „allgemeine[r] Kriterien einer Ethik rechtserhaltender Gewalt“ (Ziff. 102) näher bestimmt, im Blick hatte die Denkschrift aber ausschließlich Einsätze der internationalen Krisen- und Konfliktbearbeitung einschließlich der Terrorismusabwehr, nicht die Landes- und Bündnisverteidigung. Mit dem Krieg in der Ukraine ist Letzteres wieder zur vorrangigen Aufgabe der Bundeswehr geworden – allerdings unter anderen Rahmenbedingungen und weitergefasst im Sinne einer individuellen und kollektiven Selbstverteidigung.
 
Zu den inhaltlichen Schwerpunkten dieses Zyklus zählen folgende Aspekte:
  • Die US-amerikanische Wahl und potenzielle Konsequenzen für die europäische wie auch deutsche Sicherheit und Verteidigung
  • „Unsere Wehrhaftigkeit erfordert eine kriegstüchtige Bundeswehr“ – eine friedensethische Reflexion der neuen Verteidigungspolitischen Richtlinien und der nationalen Sicherheitsstrategie im Lichte aktueller Entwicklungen
  • Die Bundeswehr im neuen Modus der Landes- und Bündnisverteidigung – Wehrpflicht revisited?
  • Die Gleichzeitigkeit zwischenstaatlicher und nicht-internationaler Konflikte – die Bundeswehr zwischen Landes- und Bündnisverteidigung und internationalem Engagement
  • Rüstung im Lichte der Zeitenwende.
Weitere Informationen unter: https://heidelberger-forum-friedensethik.de
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