Konsultationsprozess "Möglichkeiten und Grenzen einer europäischen Friedensordnung und Sicherheitsarchitektur"

Quelle: pixabay.com by geralt

Titel: 
Möglichkeiten und Grenzen einer künftigen europäischen Friedensordnung und Sicherheitsarchitektur 

Laufzeit: 2025 bis 2028

Bearbeitet von:
PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner
 
Den Ausgangspunkt des Konsultationsprozesses bildet die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 gehört die europäische Friedensordnung und Sicherheitsarchitektur, so wie sie in der Charta von Paris festgeschrieben war, der Vergangenheit an. Dafür steht auch der Begriff der Zeitenwende. Mit ihr einher geht eine deutliche Erhöhung der Verteidigungsausgaben, eine massive Aufrüstung, eine Steigerung der Streitkräfteumfänge sowie eine Rückkehr zur Logik der Abschreckung – und zwar unter veränderten und weitaus komplexeren Rahmenbedingungen als zu Zeiten des Kalten Krieges. Gerade in dieser Konstellation soll bereits jetzt darüber nachgedacht werden, wie nach einem wie auch immer gearteten Ende des Krieges in der Ukraine eine neue Friedensordnung und Sicherheitsarchitektur in Europa aussehen könnte. Wo liegen Möglichkeiten, aber auch Grenzen? Dieser Thematik stellt sich der breit angelegte, mehrjährige interdisziplinäre Konsultationsprozess. Ausgehend von den aktuellen Herausforderungen gilt es unter anderem, Abschreckungskonzepte und ihre Wirkungen zu reflektieren, Wege der Vertrauensbildung und Alternativen zum Vertrauen zu eruieren und Wege auf dem Weg zu einer gesamteuropäischen Friedensordnung und Sicherheitsarchitektur zu diskutieren. Der Fokus liegt dabei auf der friedensethischen Perspektive. Dabei soll eine Rückbindung an das christliche Leitbild des gerechten Friedens erfolgen. Konkret soll der Konsultationsprozess einen Beitrag zu der Frage leisten, was die Maxime „Si vis pacem para pacem“ (wenn du den Frieden willst, bereite den Frieden vor) im Lichte der sich mit dem Ukrainekrieg ergebenen neuen sicherheitspolitischen Konstellationen bedeutet.
 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Prof. Dr. Reiner Anselm, Ev. Theologie, München
Lieselore Cyrus, Diplomatin und Botschafterin a.D., Berlin
Prof. Dr. Christopher Daase, Politikwissenschaft, Frankfurt
Prof. Dr. Bernd Greiner, Geschichte, Lübeck
Oberst a.D. Dr. Uwe Hartmann, Bundeswehr, Berlin
Prof. Dr. Andreas Hasenclever, Politikwissenschaft, Tübingen
Prof. Dr. Thomas Hoppe, Kath. Theologie, Hamburg
Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Claus Kreß, Völkerrecht, Köln
Prof. Dr. Katja Makhotina, Geschichte Osteuropas, Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Thilo Marauhn, Völkerrecht, Gießen
Prof. Dr. Olaf Müller, Philosophie, Berlin
Prof. Dr. Michael Staack, Politikwissenschaft, Hamburg
Prof. Dr. Hans-Jürgen Wirth, Psychologie, Gießen
Prof. Dr. Reinhard Wolf, Politikwissenschaft, Frankfurt
 
Ansprechpartnerinnen
Inhaltlich: PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner (ines-jacqueline.werkner@fest-heidelberg.de) 
Organisatorisch: Anna Löw (anna.loew@fest-heidelberg.de)