Grünes Museum

Quelle: Oliver Foltin

Titel: Grünes Museum und klimagerechte Kultur. Umweltmanagement klimabezogener Risiken in Museen
Laufzeit:
Dezember 2022 bis Juni 2025
gefördert durch:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
bearbeitet von:
Volker Teichert
Oliver Foltin
Kooperationspartner
Prof. Dr. Stefan Simon, Franziska Bunse, Rathgen-Forschungslabor
Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Roland Zieschank
 
Eines der Ziele des Projektes ist es, den aktuellen Stand bezüglich der nachhaltigen Entwicklung der Museen auf nationaler und internationaler zu evaluieren. Dabei soll herausgefunden werden, welche Einrichtungen sich schon auf den Weg zum Grünen Museum gemacht haben und wie der aktuelle Status quo beim Umwelt- und Klimaschutz sowie bei der Nachhaltigkeit aussieht. Somit war es eines der Anliegen, einen für das Vorhaben extra erstellten Fragebogen möglichst breit gefächert in der deutschsprachigen sowie internationalen Museumslandschaft zu verteilen.
 
Ein weiteres Ziel des Projektes ist das Sammeln von best-practice-Beispielen, um denjenigen Museen, die sich bereits auf den Weg zu einem Grünen Museum gemacht haben oder ihn demnächst gehen wollen, einen Wegweiser für mögliche erste Schritte zu bieten. Nicht jedes Museum soll jedes Mal bei null anfangen, sondern von den Erfahrungen anderer lernen und daraus Schlüsse für ihr eigenes Handeln ableiten. Um die best-practice-Beispiele zu erfassen, wurde eine Liste von Einrichtungen zusammengestellt, die sich bereits in unterschiedlichster Form den Themen Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz gewidmet haben. Entlang eines Rasters wurden umfangreiche Recherchen zu einzelnen Institutionen durchgeführt. Bei der Recherche standen folgende Themen im Fokus: Gebäudestruktur, Arbeitsstruktur, Ressourcenverbrauch, nachhaltige Entwicklung und Klimaschutzziele.
 
Informationen hierzu konnten sowohl Jahresberichten als auch Internetauftritten einzelner Museen entnommen werden. Ergänzt wurden die Informationen durch Kontaktaufnahme zu den einzelnen Museen. Ebenso wurden nachhaltige Netzwerke wie „culture for climate“ oder „Elf zu Null“ in die Berichterstattung mit aufgenommen.  über den nachhaltigen Wandel der Institution aufweisen. Was den Umwelt- und Klimaschutz angeht, konnte teilweise auf veröffentlichte Energieverbräuche und CO2-Bilanzen zurückgegriffen werden.
 
Im Rahmen des Projekts wurde eine Handlungshilfe für Museen erstellt. Mit dieser Handlungshilfe sollen Museen in die Lage versetzt werden, eine Treibhausgasbilanz aufzustellen, und erkennen, was dabei alles zu berücksichtigen ist und zugleich den Weg in Richtung eines „Grünen Museums“ zu beschreiten. Damit eng verbunden ist das Gebäudemanagement, denn nur wenn es Ihnen gelingt, zusammen mit Ihrer Haustechnik die Energieverbräuche zu reduzieren, ein Mobilitätskonzept für Ihr Museum zu erstellen und Ihre Beschaffung und Ihren Einkauf zu verändern, werden sich auch Erfolge bei der Treibhausgas (THG)-Bilanz einstellen.
 
Die Handlungshilfe kann hier kostenlos heruntergeladen werden:
Download
 
Der Projektbericht wurde ebenfalls veröffentlicht und kann auf der Seite der DBU zum Projekt heruntergeladen werden: https://www.dbu.de/projektdatenbank/38571-01/   
Ansprechpartner

Dr. Volker Teichert

Wissenschaftlicher Referent Arbeitsbereich "Nachhaltige Entwicklung"

Dr. Oliver Foltin

Stellvertretender Leiter der FEST