Just Policing – eine Alternative zur militärischen Intervention?

Titel des Projektes: Just Policing – eine Alternative zur militärischen Intervention?
Laufzeit: 2015 – 2016
gefördert von:
Evangelische Landeskirche in Baden
bearbeitet von:
PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner
Kooperationspartner:
Goethe-Universität Frankfurt a. M., Forschungsseminar
Publikationen:
Werkner, Ines-Jacqueline (2017): Militärische versus polizeiliche Gewalt. Wiesbaden: Springer VS.
Werkner, Ines-Jacqueline (2017): Just Policing. Eine Alternative zur militärischen Intervention?, in: epd-Dokumentation Nr. 22, 4-86.
Werkner, Ines-Jacqueline (2018): Just Policing – eine Alternative zur militärischen Intervention?, in: Engelmann, Uta/ Werkner, Ines-Jacqueline (Hg.): Just Policing. Eine Alternative zu militärischer Intervention? Karlsruhe: Herrenalber Protokolle, 8-166.
 
Die militärische Gewaltanwendung gehört zu den virulenten Themen friedenspolitischer und -ethischer Debatten. Die humanitär begründeten militärischen Interventionen der 1990er Jahre haben diese wieder neu entfacht, aber auch mit der Responsibility to Protect setzen sich diese Kontroversen weiter fort.
 
Als Lösung, das Ideal der Gewaltfreiheit mit der internationalen Schutzverantwortung in Einklang zu bringen, wurde im innerkirchlichen Kontext Just Policing, verstanden als „gerechtes polizeiliches Handeln“ vorgeschlagen. Im Fokus dieses Ansatzes steht das Ziel der Gewaltdeeskalation. So würden sich Polizeieinheiten aufgrund ihres Aufgabenprofils und ihrer Ausstattung deutlich vom Militär unterscheiden. Angestrebt werde nicht – so Fernando Enns – ein „Sieg über andere“, vielmehr gehe es darum, „gerechte win-win-Lösungen zu ermöglichen“, und diese mit geringstmöglicher Zwangsausübung.
 
Vor diesem Hintergrund untersuchte das Projekt, inwiefern Just Policing eine Alternative zu militärischen Einsätzen darstellen kann. Am Beispiel des internationalen Afghanistaneinsatzes wurde der auf Gerald Schlabach zurückgehende Ansatz eines „rethinking war in terms of policing“ auf seine politischen und institutionellen Voraussetzungen hin untersucht – mit dem Ziel, die Chancen, aber auch die Restriktionen, die diesem Konzept inhärent sind, in den Blick zu nehmen und einer empirischen Analyse zu unterziehen.
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