Wohlstand und Klimaneutralität

Titel: Wohlstand und Klimaneutralität
Laufzeit: 2025 bis 2027
Gefördert von: 
Stiftung Klimaneutralität
21Staatskunst
Bearbeitet von:
Benjamin Held, Dorothee Rodenhäuser, Hannes Vetter
 
Deutschland steht angesichts der Transformation zur Klimaneutralität vor großen Herausforderungen. Die bislang zu einem großen Teil auf der Nutzung fossiler Energieträger beruhende Produktions- und Lebensweise muss in vielfältiger Weise umgestellt werden. Das erfordert in jedem Fall enorme Investitionen, die jedoch auf sehr unterschiedliche Weise organisiert und ausgerichtet werden können.
 
Handlungsbedarf ergibt sich dabei umso drängender, als der Klimawandel nicht die einzige große Herausforderung ist, vor der Deutschland steht: Demografischer Wandel, verschärfte Sicherheitslage, Investitionsstau, wirtschaftliche Schwäche bzw. zunehmende Stärke anderer Wirtschaftsmächte und nicht zuletzt weitere Umweltprobleme wie der Biodiversitätsverlust sind nur einige Beispiele, die mit eigenen großen Änderungs- und (teilweise) Investitionserfordernissen einhergehen. Eine mittel- bis längerfristige Stagnation bzw. sogar ein zeitweiser Rückgang des gesamtgesellschaftlichen Konsumniveaus scheint vor diesem Hintergrund durchaus möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich, zumindest für die Zeit der Transformation. Das im Nachkriegs-Deutschland tief verwurzelte Versprechen mehr materiellen „Wohlstand für Alle“ zu schaffen scheint damit brüchiger denn je. Diese Konstellation trifft zusammen – und steht in Wechselwirkung – mit einem Erstarken autoritärer und rechtsextremer Kräfte in den westlichen Demokratien.
 
Vor diesem Hintergrund wird im vorliegenden Projekt der Frage nachgegangen, wie ein sozial gerechter, wohlfahrtsoptimaler Weg zur Erreichung von Klimaneutralität aussehen könnte. Dabei werden auf Basis der wohlfahrtsökonomischen Erwägungen des abnehmenden Grenznutzens des Einkommens bzw. des Konsums und des Easterlin-Paradox insbesondere auch Verteilungswirkungen in den Blick genommen. Als empirische Grundlage der Analysen dient die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS), die sowohl zur Abbildung vergangener Entwicklungen (1993 bis 2023) als auch als Ausgangspunkt für die Abschätzung zukünftiger potenzieller Entwicklungen eingesetzt werden soll.
Ansprechpartner

Dr. Benjamin Held

Leiter des Arbeitsbereichs “Nachhaltige Entwicklung”

Dorothee Rodenhäuser

Wissenschaftliche Referentin Arbeitsbereich "Nachhaltige Entwicklung"

Dr. Hannes Vetter

Wissenschaftlicher Referent Arbeitsbereich "Nachhaltige Entwicklung"