Digitale Theologie und Digitale Kirche

Laufzeit:
seit 2018
 
gefördert von:
Digitalinnovationsfonds der EKD
 
Kooperationspartner:
Prof. Dr. Hanna Reichel (Princeton Theological Seminary); Berlin Institute for Public Theology; Global Network for Digital Theology; Stabstelle Digitalisierung der EKD; Evangelische Akademie im Rheinland; Evangelische Akademie in der Pfalz

Unter dem Schlagwort „Digitale Theologie“ sammeln sich unterschiedliche Ansätze und Interessen in der Theologie, die sich mit Prozessen der Digitalisierung auseinandersetzen. An der FEST werden verschiedene Forschungsfragen  verfolgt und in unterschiedlichen Formaten bearbeitet. Zum einen wird unter- sucht, wie sich theologische Begriffe und Denkmodelle durch Digitalisierungsprozesse verändern oder neu interpretiert werden müssen. Zum anderen werden die Debatten mit der Reflexion auf Initiativen und Debatten unter der Beschreibung „digitale Kirche“ verbunden.

Der Reflexion theologischer Grundbegriffe und Denkmodelle widmet sich die internationale Workshopreihe „Theologies of the Digital“. Nachdem 2019 erfolgreich der erste Workshop in Princeton durchgeführt wurde und die Ergebnisse publiziert sind , wurde vom 23.–24.04.2021 in Kooperation mit dem Berlin Institute for Public Theology eine digitale Folgetagung durchgeführt. Im Zentrum standen hier die Themenfelder „power“, „media(lity)“, „reality“ und „community“. Diese wurden von Theologinnen und Theologen aus Südafrika, Großbritannien, den USA und Deutschland beleuchtet und sowohl auf der Diskussionsplattform Cursor_ (siehe Bericht S. 30/31) als auch während des Workshops diskutiert. Die Tagung wurde durch den Digitalinnovationsfonds der EKD gefördert.

Die Reflexion auf entstehende Formen digitalen kirchlichen Lebens wurde fortgesetzt. Hierzu wurde die Tagungsreihe „Digital – Parochial – Global“ zusammen mit der Evangelischen Akademie der Pfalz und der Evangelischen Akademie im Rheinland weitergeführt. Die Tagungsreihe greift ekklesiologische Fragen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis auf. Praktiker*innen, Wissenschaftler*innen und Kirchenleitende kommen in den Veranstaltungen miteinander ins Gespräch. 2021 wurden Workshops zu den Themen Abendmahl, Amt und Gemeinschaft, sowie Abendmahl im liturgischen Vollzug durchgeführt. Die drei Workshops wurden durch eine hybride Tagung mit dem Titel „Update: Was macht die Digitalisierung aus der Kirche? – Was macht die Kirche aus der Digitalisierung?“ ergänzt. Die digital abgehaltenen Workshops wurden per Video dokumentiert und die Vorträge in vier Themenheften des Evangelischen Pressedienstes begleitend publiziert. Eine weiteres Themenheft, dass die Tagung dokumentiert, ist in Arbeit. Für 2022 befinden sich zwei Workshops und eine weitere Tagung im Rahmen der Tagungsreihe in Planung.

Auch die Vernetzung der FEST an der Schnittstelle zu kirchlichen Akteuren und wissenschaftlichen Debatten stand weiterhin im Vordergrund.

Dr. van Oorschot ist Mitglied des Leitungskreises des Netzwerkes „Digitalisierung, Theologie und Ethik“, angebunden an die Stabsstelle Digitalisierung der EKD. Sie ist außerdem Konsultationspartnerin des ökumenischen und internationalen Forschungsprojekts „Churches Online in Times of Corona“ (CONTOC, (https://contoc.org) unter der Leitung von Prof. Nord (Würzburg), Prof. Lämmlin (Sozialwissenschaftliches Institut der EKD) und Prof. Schlag (Zürich) und sie ist Teil des 2019 gegründeten Global Network for Digital Theology (GNDT) und Mitglied in dessen Advisory Board unter der Leitung des Center for Digital Theology (Durham/UK).
Ansprechpartner

Frederike van Oorschot

Leiterin des Arbeitsbereichs "Religion, Recht und Kultur" (beurlaubt)

06221 167257