International Health Governance (IHG)

 
Um internationale Gesundheitsstrukturen zu erfassen und Fehlentwicklungen aufdecken zu können, besteht seit 2015 eine Forschungskooperation zwischen der FEST und dem MPIL (Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg) mit dem Titel International Health Governance (IHG). Anlass für die Kooperation war die 2014 in Westafrika ausbrechende Ebolafieber-Epidemie. Seit der Covid-19-Pandemie hat sich das Thema von einem regionalen zu einem globalen Problemfeld entwickelt. Im Rahmen der Projektpartnerschaft IHG der FEST (verantwortlich an der FEST: PD Dr. iur. A. Katarina Weilert, LL.M.) zum Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (Dr. Laura Hering; Dr. Pedro Villarreal) wurde seit 2022 ein Schwerpunkt auf die Pandemiebewältigung durch die Europäische Union gelegt.
 
Leitung des Themenbereichs IHG an der FEST: PD Dr. A. Katarina Weilert, LL.M.
 
Publikationen (Auswahl)
 
  1. Vierck/Villarreal/Weilert, The Governance of Disease Outbreaks. International Health Law: Lessons from the Ebola Crisis and Beyond, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2017.
    Besprechung in: Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht/ Heidelberg Journal of International Law (HJIL), 78 (2018), S. 796-806 (Sam F. Halabi/ Lawrence O. Gostin).
  2. Weilert, The Right to Health in International Law ‒ Normative Foundations and Doctrinal Flaws, in: Leonie Vierck/ Pedro A. Villarreal/ A. Katarina Weilert (Hrsg.), The Governance of Disease Outbreaks. International Health Law: Lessons from the Ebola Crisis and Beyond, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2017, S. 145-174.
    Open Access: hier abrufbar: Nomos E-Library.
  3. Weilert, The human right to health in public international law with particular reference to asylum-seekers, refugees, and migrants and its reception in German law, in: Florian Steger/ Marcin Orzechowksim/ Giovanni Rubeis/ Maximilian Schochow (Hrsg.), Migration and Medicine, Nomos Verlagsgesellschaft, Freiburg/ München 2020, S. 172-193.
  4. Weilert/ Vierck/Villarreal, The governance of disease outbreaks in international health law – From Ebola to COVID-19, in: Völkerrechtsblog
    Teil 1: Völkerrechtsblog, 13 July 2020, doi: 10.17176/20200713-115503-0
    Teil 2: Völkerrechtsblog, 14 July 2020, doi: 10.17176/20200714-115459-0 #
 
  
Als Reaktion auf die unzureichende europäische Antwort in Bezug auf die Covid-19 Pandemie regte die Europäische Kommission eine „verstärkte europäische Gesundheitsunion“ an.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen stand der von PD Dr. A. Katarina Weilert und den Projektpartnern am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht ausgerichtete internationale Workshop, zu dem sich am 1./2. Dezember 2022 unter dem Titel „The European Health Union. Set up, challenges and global outlook” 23 Rechtswissenschaftler europäischer Universitäten und Mitglieder der Europäischen Kommission und des Bundesgesundheitsministeriums sowie aus politischen Think Tanks versammelten.
Steuerungsprobleme der öffentlichen Gesundheit auf internationaler, regionaler und nationaler Ebene: Forschungsperspektiven für die Governance der COVID-19-Krise:
Damit verbundene Forschungsfragen standen zuletzt bei einer internationalen Tagung im Fokus, die von der FEST und vom Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (MPIL) ausgerichtet worden ist. Sie sind mithin ein geeigneter analytischer Ausgangspunkt, um etwa politikwissenschaftlich den Umgang mit der COVID-19-Pandemie auf den oben beschriebenen Ebenen in den Blick zu nehmen, die Stärken der ebenen-spezifischen Governance zu identifizieren und ebenso das Blockadepotential herauszuarbeiten.
International Workshop “The Contested Authority of International Institutions in Global Health: National Decouplings, Regional Stumbling Blocks and International Collisions”
International Workshop for Researchers, Post-docs, Doctoral StudentsKeynote speaker: Prof. Dr Michael Marx (Managing director evaplan International Health at the University Hospital Heidelberg, Germany): “Ebola Fever Epidemic 2014: A Call for Sustainable Health and Development Policies”