Theorie des Umwelt- und Naturschutzes

 
Fortlaufend werden an der FEST Forschungen zur Theorie der Ökologie und des Naturschutzes durchgeführt, insbesondere zum impliziten normativen Gehalt ökologischer Begriffe und Theorien, zu konkurrierenden Naturauffassungen sowie zur Begründbarkeit von Naturschutzzielen.
 
  • Im Naturschutz konkurrieren unterschiedliche Wertschätzungen von Natur bzw. Theorien des richtigen Mensch/Natur-Verhältnisses. Zu dieser Thematik wurde ein Aufsatz für die Ausgabe „Natur- und Artenschutz“ der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ der Bundeszentrale für Politische Bildung verfasst. Die Publikation ist kostenlos online verfügbar.
  • Die Integrität natürlicher Ökosysteme zu erhalten wurde mit der 1992er Rio-Erklärung zu einem Leitprinzip internationaler Umweltpolitik. Aktuell spielt es zum Beispiel im Pariser Abkommen zum Klimaschutz eine zentrale Rolle. Als Beitrag für das Schwerpunktheft „Integrität“ der Zeitschrift für Praktische Philosophie wurde untersucht, ob „Ökosystemintegrität“ ein geeignetes umweltethisches Leitprinzip darstellt. Die Publikation ist kostenlos
    online verfügbar.
  • Vor gut 150 Jahren hat der Biologe Ernst Haeckel den Begriff Ökologie geprägt. Zunächst bezeichnete „ökologisch“ ausschließlich eine bestimmte naturwissenschaftliche Perspektive: Inwiefern werden Lebewesen durch ihre Umwelt beeinflusst. Seit den 1960er Jahren hat der Begriff im Rahmen der Ökologiebewegung auch weltanschauliche Bedeutungen erhalten. Im Zusammenhang damit entstanden verschiedene Disziplinen, die die Umweltperspektive auf Untersuchungsgegenstände übertragen haben, die keine Organismen sind, zum Beispiel auf Kulturen (Kulturökologie) bzw. menschliche Gesellschaften (Sozialökologie). 2020 wurde dazu die Schwerpunktausgabe Ökologie zwischen Wissenschaft und Weltanschauung der Zeitschrift „Natur und Landschaft“ publiziert, die von Thomas Kirchhoff und Ulrich Sukopp (Bundesamt für Naturschutz) herausgegeben wurde.
  
Projekte im Forschungsfeld